Gar kein Brot Subway verliert Sandwich-Prozess – mit weitreichenden Folgen

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Laut einem irischen Gerichtsurteil enthält das Brot bei Subway deutlich zu viel Zucker. Unser Symbolfoto zeigt die Zubereitung eines Sandwiches in einer Subway-Filiale in Hannover am 21. August 2015.

Dublin – Mit belegten Broten mauserte sich Subway in den vergangenen Jahren zur größten Fast-Food-Kette der Welt. Rund 40.000 Filialen, über den gesamten Globus verteilt, machen den US-Giganten mit Abstand zur am meisten verbreiteten Kette rund um den Erdball. Noch weit vor Konkurrenten wie McDonald’s oder Burger King.

Doch ein Gerichtsurteil aus Irland verleiht dem Konzept des Sandwich-Unternehmens nun einen herben Dämpfer: Denn die Brote, die bei Subway millionenfach über die Ladentheke gehen, sind streng genommen gar keine Brote.

Gerichtsurteil in Irland: Subway-Brote enthalten zu viel Zucker

Nach einem Prozess vor dem Supreme Court in Dublin ist klar, dass die Brote bei Subway einen derart hohen Zuckergehalt aufweisen, dass sie die in Irland zulässigen Grenzwerte regelrecht sprengten. Und das dürfte teure Folgen für das Unternehmen haben.

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In den irischen Steuergesetzen sind Grundnahrungsmittel von der Mehrwertsteuer befreit. Neben Tee, Kaffee, Kakao, Milch und Eier- sowie Fleischprodukten fällt darunter auch das Brot. Das darf dafür allerdings maximal so viel Zucker enthalten, dass dessen Gewicht maximal zwei Prozent des Mehlgewichts ausmacht. Bei Subway betrage dieser Wert allerdings etwa das Fünffache und damit rund zehn Prozent, erklärte das Gericht. Das Produkt müsse daher als Süßigkeit eingestuft werden.

Subway-Franchise nach Gerichtsurteil ohne Aussicht auf Steuererlass

Beschäftigen musste sich das Gericht mit dieser Frage, weil das irische Subway-Franchise Bookfinders argumentiert hatte, die Sandwiches müssten von der Mehrwertsteuer ausgenommen werden. Die Firma meinte daher, zu viele Steuern gezahlt und Anspruch auf eine Rückerstattung zu haben. Dies blieb ihr jedoch mit dem Urteil verwehrt.

Die in den USA ansässige Kette ist in mehr als 100 Ländern der Welt mit ihren Filialen vertreten. In Deutschland gibt es knapp 700 Läden des Sandwich-Giganten. (bc/dpa)

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