Letzter WM-Held von 1954 Deutscher Fußball trauert um Horst Eckel (†89)

Verbraucherzentrale warnt 1-Cent-Schnäppchen locken bei Amazon – mit teurem Haken

Düsseldorf – Unerwartete Schnäppchen sind oft das große Highlight einer Shoppingtour, egal ob im Internet oder der örtlichen Fußgängerzone. Wenn neue Schuhe, Hosen oder Uhren aber im Internet jeweils nur einen Cent kosten, sollte man sich nicht zu früh freuen.

Bei Amazon ist die Verbraucherzentrale NRW auf zahlreiche Schnäppchen zum verdächtigen Tiefpreis gestoßen. Und tatsächlich gibt es auch hier einen Haken, der vom erhofften Shopping-Vergnügen im Internet nicht mehr viel übrig lässt.

Schnäppchenangebote bei Amazon: Verbraucherzentrale warnt vor Versandkosten

Als bei einem Test der Verbraucherzentrale zuletzt 20 Artikel wie Laufschuhe, Fitnesstracker oder Dessous im Warenkorb landeten, waren zunächst noch verlockende 20 Cent als Gesamtpreis angegeben. Alle Artikel gab es für gerade mal einen Cent. Das entscheidende Problem: Die Versandkosten. Sie waren bei allen Artikeln unverhältnismäßig hoch. Plötzlich sollte der Testeinkauf 312,41 Euro kosten – mehr als das 1500-Fache des eigentlichen Betrags.

Die Händler berechneten im Durchschnitt 15,62 Euro Versandkosten pro Artikel. In einem Fall stieg der vermeintliche Schnäppchenpreis sogar von ursprünglich einem Cent auf 45 Euro. Hier hatte der Anbieter satte 44,99 Euro Versandkosten aufgeschlagen. Die Lieferung für alle Artikel sollte aus China erfolgen.

Verbraucherzentrale warnt: Angebote für einen Cent nur eine Mogelpackung

EXPRESS machte am Mittwoch selbst den Test und fand tatsächlich unter verschiedenen Suchbegriffen zahlreiche Produkte für einen Cent. Auf den Preis von Jogginghosen oder Uhren wurden dabei in der Regel satte Versandkosten addiert.

Neuer Inhalt

Auf eine Sandale für einen Cent werden in diesem Fall Versandkosten von 19,99 Euro aufgeschlagen. Doch nicht immer sind die zusätzlichen Kosten so gut sichtbar wie in diesem Fall.

Ein weiteres Problem, vor dem die Verbraucherzentrale warnt: Ein ordentliches Impressum oder die üblichen „Rücksende- und Erstattungsrichtlinien“ suchen Kunden bei den Anbietern vergebens.

Wer trotz hoher Versandkosten zuschlägt, sich dann aber doch für einen Umtausch entscheidet, dürfte am Ende auf der Ware sitzenbleiben – oder muss die Rücksendung nach China aus eigener Tasche bezahlen. Und die Gefahr mangelnder Produktqualität ist angesichts der niedrigen Preise durchaus hoch.

Und noch ein entscheidendes Detail dürfte die Vorfreude gehörig trüben: Bei der Lieferung ist viel Geduld gefragt. Die Lieferzeit auf dem Seeweg war mit bis zu zwei Monaten angegeben. (bc)

Sie verwenden einen veralteten Browser. Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser, um Ihren Besuch bei uns zu verbessern.