Neue Hamsterkauf-Welle? Discounter bestätigen: Ein Produkt ist wieder stärker gefragt

Menschen kaufen ein

Menschen tragen im März 2020 in Berlin ihre Einkäufe, darunter Toilettenpapier, nach Hause. Im Zuge der Corona-Pandemie deutet sich im Herbst erneut eine erhöhte Nachfrage nach Klopapier und Co. an.

Köln – Vor dem Hintergrund steigender Corona-Neuinfektionen geht in Deutschland auch wieder die Nachfrage nach Toilettenpapier nach oben.

Klopapier-Nachfrage bei Aldi und LIdl steigt wieder

„Aktuell verzeichnen wir in unseren Filialen erstmals wieder einen leichten Anstieg der Nachfrage nach vereinzelten Produkten, darunter auch Toilettenpapier“, erklärte der Discounter Aldi Süd gegenüber der „Wirtschaftswoche“. „In einigen Regionen und Filialen verzeichnen wir vereinzelt eine leicht erhöhte Nachfrage in unserem Hygienesortiment“, bestätigte demnach Wettbewerber Lidl.

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Handelsketten wie Rewe, dm und Kaufland konnten bislang allerdings noch keine Veränderungen im Kaufverhalten ihrer Kunden feststellen.

Corona-Krise führte schon im Frühjahr 2020 zu hoher Nachfrage nach Toilettenpapier

Zu Beginn der Corona-Krise waren die Umsätze mit Toilettenpapier in Drogerien und größeren Supermärkten rasant in die Höhe geschnellt. In der zweiten Märzwoche etwa lag der Umsatz laut Marktforschern mehr als doppelt so hoch wie in der Vergleichswoche 2019. Danach ging es jedoch steil bergab mit der Nachfrage, ehe sich die Zahlen im Juli wieder stabilisierten.

Insgesamt lag die Nachfrage in den ersten neun Monaten des Jahres aber um 6,3 Prozent über der des Vorjahres, wie das Marktforschungsunternehmen Iri mitteilte.

Und auch der Toilettenpapier-Hersteller Essity bestätigt, dass die Nachfrage nach Klopapier und Haushaltstüchern weiterhin „über dem Vor-Corona-Niveau“ liege. Als Grund gibt das Unternehmen an, dass viele Menschen weiterhin im Homeoffice seien und ein stärkeres Bewusstsein für Hygiene entwickelt hätten.

Klopapier hamstern: Müssen wir wieder Angst haben, im Laden nichts zu bekommen?

Sprecher von Aldi wie Lidl betonten laut „Wirtschaftswoche“, dass es für Hamsterkäufe keinen Anlass gebe. „Aufgrund der Erfahrungen der vergangenen Monate beobachten wir Nachfrageschwankungen sehr genau, um etwaige Lieferengpässe vermeiden zu können“, hieß es bei Aldi Süd. Grundsätzlich sei das Unternehmen auf eine steigende Nachfrage vorbereitet und erwarte derzeit keine Einschränkungen bei der Verfügbarkeit.

Auch Lidl sieht sich „gut vorbereitet“. Man könne bei Bedarf „schnell reagieren, um die Filialen mit ausreichend Ware zu versorgen“. (afp, dpa, so)

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