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Kein Koffer, keine Tasche Mann trickst Ryanairs Handgepäck-Richtlinien genial aus

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Ein Brite hat die irische Fluggesellschaft Ryanair erfolgreich beim Gepäck ausgetrickst. (Symbolbild)

Manchester – Nur noch eine Handtasche, eine Laptoptasche oder einen kleinen Rucksack dürfen Passagiere seit Anfang November auf einem Ryanair-Flug ohne Aufpreis mit in die Kabine nehmen. Das zulässige Handgepäckstück darf die Maße 40cm x 20cm x 25cm nicht überschreiten.

Ryanair-Vielflieger Lee Cimino geht die neue Handgepäck-Richtlinie, mit der Ryanair nach eigenen Angaben Flugverspätungen reduzieren will, gründlich gegen den Strich. Der junge Brite hat die irische Airline erfolgreich ausgetrickst, wie der britische Independent berichtet. Er plante anlässlich seines Geburtstags einen Kurztrip und buchte einen Flug für den 3. November von Manchester nach Belfast. Cimino las erst nach der Buchung von der neuen Regelung und konnte nicht fassen, dass er künftig keinen Trolley mehr ohne Aufpreis mit an Bord nehmen können würde.

Ryanair-Vielflieger geht die neue Handgepäckregel zu weit

Damit wollte sich der 30-Jährige aus Staffordshire nicht abfinden. „Ich liebe Ryanair“, sagt er in einem bei Facebook eingestellten Video. „Sie haben mich überallhin geflogen“. Doch die neue Regelung gehe zu weit. „Ich war wirklich verärgert, aber ich hatte eine Idee.“

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Cimino ließ sich kurzerhand seinen alten Mantel von einem Schneider umarbeiten: und zwar so, dass sein gesamtes Gepäck in die Manteltaschen passte. Extrataschen, Kulturbeutel und sogar alte Boxershorts mit Reißverschluss wurden in den alten beigen Mantel eingearbeitet, um mehr Stauraum zu schaffen. Alles, was er normalerweise in einem kleinen Rollkoffer mit an Bord genommen hätte, sollte in den Mantel passen.

Passagier schafft es ohne Probleme mit dem Mantel in den Ryanair-Flieger

In Ciminos Facebook-Video ist zu sehen, wie er sogar ein paar Schuhe in das Futter des Mantels stopft. „Das wird nie funktionieren“, erklärt er lachend in dem Video, als er den sperrigen Mantel anprobiert. Doch als er am frühen Morgen des 3. November am Flughafen in Machester ankommt, passiert der 30-Jährige aus Staffordshire ohne Schwierigkeiten die Sicherheitskontrolle.

„Ich habe den Mantel einfach in eine der Schalen auf das Band gelegt“, so Cimino zum Independent. „Das hat mich zwar einige Nerven kostet, aber ich ging zum Gate und konnte ohne Probleme ins Flugzeug steigen.“ Mit triumphierendem Blick macht er es sich im Ryanair-Flieger gemütlich, wie im Video zu sehen ist. Mit an Bord: der sperrige Mantel mit seinem kompletten Gepäck.

Insgesamt habe die Umarbeitung des Mantels zwischen 25 und 30 Pfund, also etwa zwischen 29 und 34 Euro gekostet, erklärte Cimino dem Independent. Um ein weiteres Handgepäcksstück, etwa einen Trolley, mit an Bord nehmen zu können, hätte er allerdings nur 6 Pfund bei Buchung oder nachträglich 8 Pfund (also rund 7 oder 9 Euro) zahlen müssen. Doch Cimino will seinen Mantel auch bei weiteren Ryanair-Flügen tragen – und dann hätte sich die Umarbeitung tatsächlich gelohnt. Auch andere Passagieren würde er seinen Trick empfehlen.

Ryanair hält nichts von der Gepäck-Idee des Briten

Ryanair zufolge sind solche Vorkehrungen allerdings gar nicht nötig. Ein Sprecher sagte der britischen Zeitung: „Dank unserer größeren Freigepäckmenge für kleine Gepäckstücke (40 Prozent größer) und der günstigeren Option zum Einchecken (8 £ für 10 kg, Anmerkung der Redaktion: in Deutschland 8 Euro) können Ryanair-Kunden alles, was sie brauchen, mitbringen, ohne im Flugzeug aussehen zu müssen wie das Michelin-Männchen oder Joey aus Friends."

(rer)

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