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Osterferien am Strand? Preise für Mallorca-Flüge explodieren – neuer dringender Appell

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Die Bundesregierung hatte am Freitag (12. März) entschieden, unter anderem Mallorca von der Liste der Corona-Risikogebiete zu streichen.

Köln – Seit dem vergangenen Wochenende ist Mallorca kein Risikogebiet mehr und seitdem explodieren nicht nur die Pauschreisebuchungen für Ostern, sondern auch die Preise.

  • Mallorca seit 14. März kein Risikogebiet mehr
  • Pauschalreisebuchungen für die Osterferien explodiert, Fluggesellschaften stocken auf
  • Mallorca: Preise für Flüge schießen in die Höhe

Ungeachtet der derzeit steigenden Corona-Infektionszahlen – viele Deutsche sehen sich offenbar nach Sonne, Strand und Entspannung. Eine trügerische Freude.

Trotzdem gingen die Reisebuchungen durch die Decke, nachdem die Reisewarnung seit Sonntag (14. März) für Mallorca und die anderen Balearischen Inseln aufgehoben ist. Denn für die Deutschen heißt das: Keine Quarantäne mehr nach der Rückkehr.

Die Fluggesellschaften haben schon am Wochenende das Angebot deutlich aufgestockt, doch die Nachfrage ist gewaltig. Das bestätigte auch ein Sprecher der Lufthansa-Tochter Eurowings am Mittwoch in Köln.

Manche der 300 am Wochenende neu aufgelegten Verbindungen in den Osterferien seien bereits wieder ausgebucht. Man werde nachlegen, zumal das bislang angekündigte Programm nur rund 40 Prozent des eigentlich üblichen Angebots darstelle. Bereits am Mittwoch wurden 50 weitere Flüge auf die Baleareninsel zur Buchung freigegeben.

Auch andere Gesellschaften wie die Konzernmutter Lufthansa, Condor, Tuifly oder die irische Ryanair hatten zusätzliche Flüge in die Ferienregion angekündigt.

Reisebuchungen nach Mallorca gehen seit dem Wochenende durch die Decke

Laut Vergleichsportal „Check24“ buchten am Wochenende mehr Urlauber Reisen nach Mallorca als an den drei vorhergehenden Wochenenden zusammen. Davon profierte nicht nur Mallorca: Mit Gran Canaria wurde eine weitere spanische Destination 91 Prozent häufiger gebucht. Für die Dominikanische Republik entschieden sich 89 Prozent mehr Pauschaltouristen als am Wochenende davor.

„Durch die stark gestiegenen Buchungszahlen kann es gerade in Ferienzeiten für beliebte Urlaubsregionen zu Engpässen und damit zu höheren Preisen kommen“, erklärte „Check 24“-Chef Martin Zier.

Wie hoch, das zeigt eine Auswertung eines anderen Vergleichportals: „Idealo“ zufolge sind die Ticketpreise für Mallorca-Flüge rund um Ostern nach der Ankündigung stark gestiegen.

Bei einer Datenabfrage am Dienstagnachmittag ermittelte das Portal einen durchschnittlichen Preis von 214 Euro für Hin- und Rückflug innerhalb der drei Wochen in den deutschen Schul-Osterferien. Das war rund das Dreifache des Preises, der Anfang Februar für diese Tickets aufgerufen worden ist. Allein der Anstieg vom vergangenen zum vorherigen Wochenende betrug 46 Prozent.

Preise nach Mallorca explodieren – das sagt Eurowings dazu

Wurden die Preise also angehoben? „Wir haben die Preise nicht erhöht“, sagte dazu der Eurowings-Sprecher. Es sei bei Flugbuchungen immer so, dass frühe Buchungen günstiger seien als solche kurz vor dem Abflug. Zudem seien die einzelnen Verbindungen wegen des knappen Angebots häufig schon nahezu ausgebucht, so dass nur noch die letzten teuren Tickets aus der höchsten Buchungsklasse zur Verfügung stünden.

In das System würden aber fortlaufend neue Flüge eingespeist, die dann wieder beim Einstiegspreis beginnen.

Reisen während der dritten Welle: Aus der Politik hatte es zuletzt Appelle gegeben, darauf zu verzichten. So hatte etwa SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach die Bevölkerung dazu aufgerufen, Reisen an Ostern möglichst nicht zu unternehmen, „erst recht keine Flugreisen“. Ähnlich äußerte sich CSU-Generalsekretär Markus Blume.

Mallorca-Buchungen explodieren, Bundesregierung ruft zu Verzicht auf

Nach dem sprunghaften Anstieg der Urlaubsbuchungen für Mallorca hat die Bundesregierung indes wegen der Corona-Pandemie zum generellen Verzicht auf touristische Reisen aufgerufen. „Der Appell ist, auf jede nicht unbedingt notwendige Reise zu verzichten“, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert laut „Welt“.

Ähnlich äußerte sich die Sprecherin des Auswärtigen Amts, Maria Adebahr: „Das Fehlen einer Reisewarnung ist keine Einladung zum Reisen.“

Einige Bundesländer bringen zudem eine Corona-Testpflicht für die von der Ferieninsel Mallorca zurückkehrenden Urlauber ins Spiel, unterstützt wird die Idee von Außenminister Heiko Maas (SPD). Es liege im Interesse aller, zurückkehrende Touristen zu testen - auch im Interesse der Urlauber selbst, sagte Maas am Mittwoch. „Deshalb finde ich eine solche Idee alles andere als falsch.“

Auch Maas betonte, dass die Aufhebung der Reisewarnung keine Einladung zum Reisen sei. „Wir haben in Deutschland steigende Inzidenzzahlen. Und jeder ist nach wie vor dazu aufgerufen, seinen Teil dazu beizutragen, dass wir uns nicht in eine exponentielle Entwicklung begeben.“ (dpa/mg)