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Land plant neues Gesetz Wer nach Malle will, dem droht richtig heftige Geldstrafe

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Urlaub auf Mallorca (Foto vom 23. März 2021): Für Briten könnte das bald verdammt teuer werden. Es drohen heftige Strafen.

London – Trotz scharfem Lockdown können die Deutschen in den Osterferien nach Mallorca fliegen. Denn: die spanische Baleareninsel wird derzeit nicht als Risikogebiet eingestuft. Die Briten sehen das etwas anders und wollen rigoros durchgreifen.

  • Großbritannien plant hohe Strafe für Urlauber
  • Am Donnerstag (25. März) wird über das Gesetz abgestimmt
  • So ist die Mallorca-Regelung für Deutschland 

Ab kommender Woche soll in Großbritannien ein Gesetz in Kraft treten, das es in sich hat. Jeder, der ohne Grund versucht, ins Ausland zu reisen, muss dann eine Geldstrafe von 5.000 Pfund (umgerechnet etwa 5.800 Euro) bezahlen. Deftig!

Großbritannien: 5.000 Pfund Strafe für Urlauber, die nach Mallorca fliegen

Am Donnerstag (25. März) wird über das Gesetz abgestimmt.  

Der britische Gesundheitsminister Matt Hancock sagte, dass Beschränkungen für Freizeitreisen ins Ausland notwendig seien, um die Einfuhr einer großen Anzahl von Fällen und neue Varianten zu verhindern, die die Impf-Kampagne im Land gefährden könnten.

Nach dem derzeitigen Plan zur Lockerung der Beschränkungen wäre der 17. Mai das früheste Datum, an dem Menschen in England Urlaub machen könnten, berichtet BBC.

Allerdings: Ein weiterer Anstieg der Corona-Fälle in Europa sowie die langsame Einführung von Impfstoffen lassen Zweifel an der Wiederaufnahme der Auslandsferien aufkommen.

Zu den gesetzlich zulässigen Gründen für Auslandsreisen zählen derzeit in Großbritannien: Arbeit, Bildung, medizinische Bedürfnisse sowie die Teilnahme an Hochzeiten oder Beerdigungen.

Und wie ist die Mallorca-Regelung in Deutschland?

Bleibt denn Mallorca eine Alternative zum Inlands-Urlaub?

Im Prinzip schon. Bei der Rückkehr sollen die Touristen nun aber zumindest auf Corona getestet werden, bevor sie auf der Insel in den Flieger steigen. Das soll künftig grundsätzlich für alle Flüge nach Deutschland und für alle Reisenden gelten – unabhängig davon, ob sie in Corona-Risikogebieten starten oder zu welchem Zweck sie nach Deutschland kommen.

Außerdem erwarten Bund und Länder von den Fluggesellschaften, dass sie in den Osterferien keine zusätzlichen Flüge auf die Lieblingsinsel der Deutschen anbieten. Die Quarantäne für Mallorca-Rückkehrer wird aber nicht wiedereingeführt. Mit der Streichung der Insel von der Liste der Risikogebiete war sie am 14. März weggefallen.

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow kritisiert Mallorca-Entscheidung

Derweil hat Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) die Einstufung Mallorcas als Nicht-Risikogebiet für das Coronavirus und die Folgen dieser Entscheidung hart kritisiert.

„Wir haben eine fatale Fehlentwicklung gehabt mit den Mallorcaflügen. Das hätte nicht passieren dürfen“, sagte Ramelow am Mittwoch im ZDF-„Morgenmagazin“. Er kritisierte, dass die Ferieninsel ohne vorherige Absprache mit den Ministerpräsidenten von der Liste der Risikogebiete genommen worden sei.

Dadurch sei der Eindruck entstanden, dass es ungerecht sei, Hotels auf Mallorca zu öffnen, während sie beispielsweise in Schleswig-Holstein nicht öffnen dürften. „Das hat zu einer fatalen Kommunikationsproblematik geführt“, sagte Ramelow. Innerhalb der Bundesregierung sei nach der Entscheidung, Mallorca nicht mehr als Risikogebiet einzustufen, plötzlich Druck entstanden, „weil alle Menschen dachten, dass jetzt Urlaub angesagt ist“. (mt/dpa/afp)