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Ausfälle wegen Coronavirus Das müssen Flugreisende jetzt wissen

coronavirus südkorea flugzeug

Mitglieder des südkoreanischen Militärs desinfizieren ein Flugzeug.

Berlin – Weltweit erkranken Menschen an der durch das Coronavirus Sars-CoV-2 ausgelösten Krankheit Covid-19. Dies führt auch dazu, dass für Reisende vieles anders läuft als gewohnt. Aktuell haben neben der Lufthansa und British Airways auch zahlreiche andere Airlines Flüge von und nach China gestrichen oder stark reduziert. Und auch bei anderen Flugverbindungen wird der Rotstift angesetzt. So hat die britische Fluggesellschaft easyjet zahlreiche Flüge nach Italien gestrichen. Die Airline begründet dies damit, dass die Nachfrage nach Flügen in die betreffenden Regionen zuletzt stark zurückgegangen sei. Was vermutlich auch mit dem Ausbruch des Coronavirus zusammenhängt.

Wer von diesen Ausfällen betroffen ist, der erhält sein Geld zurück. Wird ein Flug hingegen storniert, weil die Angst vor einer Ansteckung zu groß ist, bleiben Reisende in der Regel auf den Kosten sitzen. Laut verbraucherzentrale besteht ein Anspruch auf eine Erstattung nur, wenn für das Ziel eine Reisewarnung gilt. Allerdings bieten einige Fluggesellschaften die Möglichkeit einer kostenfreien Stornierung oder Umbuchung. Genaueres dazu teilt die jeweilige Airline mit.

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Wer trotzdem einen Flug in betroffene Gebiete antritt, sollte sich gut informieren. Von Italien über Iran bis Südkorea ist die Lage verschieden. Auf Änderungen müssen sich Fluggäste aber bei allen Zielen einstellen.

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Verstärkte Kontrollen in den meisten Ländern

Wer aus China oder anderen besonders von dem Virus betroffenen Ländern wie Südkorea, Japan, Iran und Italien nach Deutschland fliegt, muss aktuell seine Daten abgeben und seine Aufenthaltsorte angeben. Diese werden auf sogenannten Aussteigerkarten vermerkt. Diese sollen sicherstellen, dass alle Reisenden schnell kontaktiert werden können, wenn sich herausstellt, dass ein Fluggast infiziert ist, so der gemeinsame Krisenstabes von Gesundheits- und Innenministerium.

Aussteigerkarten sollen auch im grenzüberschreitenden Verkehr mit Zügen und Bussen ausgefüllt werden. Im Schiffsverkehr werde dies angeordnet.

Auch in anderen Ländern reagieren die Behörden mit verstärkten Kontrollen. Konkrete Informationen hierzu bietet das Auswärtige Amt (AA) in seinen Reise- und Sicherheitshinweisen. Die einzelnen Länderseiten werden immer wieder aktualisiert. Reisende können für ihr Ziel nachschauen, welche offiziellen Informationen es gibt. Ein Überblick über wichtige betroffene Reiseziele (Stand: 28. Februar).

Italien

In Italien werden Reisende laut AA derzeit vermehrt kontrolliert, um Erkrankte zu identifizieren. Einige Regionen im Norden sind durch lokale Behörden abgeriegelt. Das Ein- und Ausreiseverbot wurde in zehn Orten verhängt - in der Provinz Lodi südöstlich von Mailand in der Region Lombardei und in der Stadt Vò Euganeo in Venetien.

Frankreich, Spanien, Österreich, Tschechien

In Frankreich, Spanien, Österreich und Tschechien werden Reisende derzeit ebenfalls verstärkt kontrolliert. Wie in Italien müssen sich Reisende laut AA mit dem Auftreten von Krankheitsfällen bis hin zu Quarantänemaßnahmen und Einreisesperren einstellen.

Japan

In Japan dürfen ausländische Reisende, die aus den chinesischen Provinzen Hubei oder Zhejiang kommen, nicht mehr ohne weiteres einreisen. Reisende sollten sich gegebenenfalls bei der zuständigen japanischen Auslandsvertretung über die aktuell geltenden Einreisebestimmungen informieren, empfiehlt das Auswärtige Amt.

Vietnam

In Vietnam gilt für Ausländer, die vom chinesischen Festland oder aus den südkoreanischen Provinzen Daegu und Gyeongsangbuk kommen, eine Einreisesperre. Reisende, die aus anderen Provinzen Südkoreas einreisen – auch im Transit –, müssen sich einer Befragung unterziehen und stehen unter 14-tägiger Beobachtung. Reisende sollten sich im Zweifel mit ihrer Fluggesellschaft in Verbindung setzen.

Südkorea

In Südkorea müssen Reisende mit Beschränkungen und mit dem Verbot öffentlicher Veranstaltungen rechnen. Insbesondere von Reisen in die östliche Provinz Gyeongsangbuk-do und in die Stadt Daegu werde derzeit abgeraten, schreibt das Auswärtige Amt im Reisehinweis.

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Iran

Im Iran rät das Auswärtige Amt von Reisen in die Provinz Ghom derzeit ab. Zudem fordern die iranischen Behörden den Angaben zufolge dazu auf, nicht erforderliche Reisen in die Städte Teheran, Arak und Gilan abzusagen oder zu verschieben.

China

In China müssen Einreisende derzeit damit rechnen, dass sie eine Quarantäne von 14 Tagen durchlaufen müssen. Diese Entscheidung kann sich je nach Stadt unterscheiden. Reisenden sollten vorab nach den geltenden Bestimmungen vor Ort fragen, rät das AA. Für Reisende nach Peking, die aus dem Ausland über einen internationalen Flug ankommen und sich in den vergangenen 14 Tagen nicht in China aufgehalten haben, gilt die offizielle 14-tägige Quarantänezeit derzeit nicht.

Das Auswärtige Amt rät allerdings bis auf weiteres von Reisen in die Volksrepublik China ab, die nicht notwendig sind - mit Ausnahme der Sonderverwaltungszonen Hongkong und Macao. Vor Reisen in die Provinz Hubei wird sogar gewarnt. Reisende sollten bedenken, dass sich Aufenthalte in China auf die Einreisemöglichkeiten in andere Länder auswirken können.

Wer sich weiter informieren möchte: Das Robert Koch-Institut (RKI) listet online aktuelle Fallzahlen, betroffene Länder und Informationen zu Risikogebieten auf. (tli/dpa/tmn)

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