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Wegen Overtourism Amsterdam will Touristen Cannabis-Kauf künftig verbieten

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Coffeeshops in Amsterdam

Köln  – Amsterdam sagt den Touristenmassen den Kampf an. Die Stadt, in der gerade mal 1,1 Millionen Bürger leben, wird jährlich von 17 Millionen  Besuchern überrannt. Tendenz steigend. Dass das beliebte Ziel nicht nur  wegen seiner Grachten, Blumenzwiebel,  des Van Gogh-Museums und des Anne Frank Hauses aufgesucht wird, weiß auch Bürgermeisterin Femke Halsema und will künftig die kiffenden Gäste der Stadt fernhalten. Noch in diesem Jahr will sie den vornehmlich jüngeren verbieten, in Coffeeshops legal Cannabisprodukte kaufen zu können.

Tolerante Drogenpolitik Amsterdams zieht Touristen an

Unterschiedlichen Umfragen zufolge sollen viele der Befragten die Stadt gerade wegen ihrer  toleranten Drogenpolitik und der speziellen Rotlichtviertel zwischen De Wallen und  Singel aufsuchen. Viele Besucher gaben dabei an, weniger häufig kommen zu wollen, wenn der Verkauf von Gras und Haschisch an ausländische Gäste verboten würde.

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Unter den Befragten soll etwa ein Drittel der britischen Besucher angegeben haben, nach Amsterdam gar nicht mehr kommen zu wollen, wenn der Zutritt zu Coffeeshops verboten würde. 42 Prozent gaben an, weniger häufig kommen zu wollen.

Overtourism: Mit dem Verbot sollen jüngere Touristen ferngehalten werden

Diese Angaben scheinen Bürgermeisterin Halsema Hoffnung zu machen. So könnte sie immerhin in der Altersgruppe der 19- bis 35-Jährigen die Besucherzahl regulieren, versuchen dem Overtourism mit dieser Maßnahme Herr zu werden.  Um nicht den illegalen Verkauf von harten Drogen in der Stadt  weiter zu befeuern, will sie künftig auch stärker gegen die illegalen Coffeeshops und den Verkauf an der so genannten Hintertür vorgehen. Auch der Kampf gegen die organisierte Bandenkriminalität steht ganz oben auf ihrer Liste.  

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In diesem Zug des Aufräumens sollen auch die bereits reduzierten organisierten Stadtführungen durch die Rotlichtbezirke mit seinen Schaufenster-Prostituierten im historischen Kern weiter eingedämmt werden.

Während Venedig seit dem Jahrhunderthochwasser im vergangenen November  massiv um Touristen wirbt, versucht der andere europäische Touristenhotspot –Amsterdam – sich die Gäste fernzuhalten. Rom und Paris könnten die nächsten europäischen Metropolen sein, die sich härtere Maßnahmen einfallen lassen müssen, um die Touristenströme aus der ganzen Welt in Zaum zu halten.

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