Urologe rät Jungs, nach dem Sex braucht ihr Föhn und Öl (und daran ist nichts pervers)

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Gerade im Internet trauen sich viele Männer, die wirklich wichtigen Fragen rund um ihren Genitalbereich zu stellen. ein Mediziner packt aus, was man(n) wirklich wissen will. 

Leichter als der Besuch beim Arzt, ist da der Griff zur Tastatur. Was einem vor einem Mediziner peinlich ist,  teilt man lieber anonym mit der Internetgemeinde, beispielsweise in einem Gesundheitsforum. Zum Glück lesen dort auch Mediziner mit.

Einer davon ist Dr. Thomas Kreutzig-Langenfeld. Der Urologe aus Koblenz betreut seit mehr als zehn Jahren die User im Forum „Männergesundheit“ bei Onmeda. Gegenüber bild.de hat der Mediziner verraten, welche die häufigsten Anfragen seiner digitalen Patienten sind und was er ihnen rät:

Potenz-Ängste

Unsicherheit, was die eigene Potenz angeht, treibt viele Männer um – auch im Internet. Es liegt in der Sache der Natur, dass auch hier viele Fragen gestellt werden. So wird der Mediziner oft nach Potenzmitteln wie Viagra oder Cialis gefragt.

Ältere Männer interessiere oft, ob sie potenzsteigernde Mittel auch bei Herzproblemen nehmen dürften. Junge, meist eher unerfahrene Männer hingegen setzten sich unter einen Leistungsdruck: „Ich empfehle dann schon mal Potenzmittel, damit die Jungs überhaupt die Erfahrung machen ‚es geht ja‘. In der Regel klappt es dann auch bald ohne Medikamente.“

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Viele Männer klagen über Potenz-Ängste, auch im Internet. 

Knubbel (an den Hoden)

Der Mediziner dazu: „Vor allem bei jungen Männern kommt es oft vor, dass sie einen Knubbel an den Hoden entdecken und sofort denken, es ist Krebs.“  So eine Entdeckung falle nicht selten auf einen Freitag, sodass über das Wochenende „Dr. Google“ konsultiert werde. Das Ergebnis: Das Kopfkino startet und nimmt über die freien Tage richtig Fahrt auf.

Der Mediziner bekommt auch oft Fotos zugesendet. Eine Diagnose zu stellen, sei aber auch dann kritisch. Meist könne er die Patienten nur beruhigen und anregen, zum Arzt zu gehen.

Bläschen am Penis

Gerade junge Teenager, die ihren Körper – und ihren Genitalbereich – gerade erst näher kennenlernen, entdecken Bläschen an ihrem Penis und fragen den Mediziner nach Rat. Doch der kann oft Entwarnung geben: „Meist handelt es sich dabei um die weit verbreiteten Hornzipfel. Es sind kleine warzenartige Hautgebilde, die völlig ungefährlich sind und nicht auf Krankheiten hindeuten.“

Sein Tipp: „Um Hornzipfel dauerhaft loszuwerden hilft nur ein professioneller Eingriff etwa mit einem Laser.“

Unerkannte Erkrankungen

Ein Großteil seiner User hätten den Arztbesuch hinter sich, fühlten sich aber von ihrem Mediziner unverstanden. Manchmal klage der Patient über Schmerzen, obwohl in Tests keine Erreger festgestellt würden. Dann fühlten sie sich allein mit ihrem Problem.

Kreutzig-Langenfeld  erklärt: „Eine Prostata- oder Harnröhrenentzündung kann auch noch Schmerzen verursachen, wenn bei einem Test keine Erreger, wie Chlamydien, mehr gefunden werden. Wird positiv getestet, ist das eindeutig, ein negatives Testergebnis schließt aber eine Infektion nicht ganz aus.“

Pilze

Wenn nach dem Sex der Penis gerötet ist, machen sich viele Männer große Sorgen, so der Mediziner. „Meistens stecken Pilze dahinter, die von der Frau auf den Mann übergehen. Allerdings ist es bei Männern keine Infektion, der Penis hat lediglich eine Pilzüberwucherung. Die Pilzsporen sammeln sich unter der feuchten Vorhaut an und können sich in diesem Klima wunderbar vermehren.“ Komme dann noch mechanische Beanspruchung, wie beim Sex, dazu, reize das die Haut.

Er empfiehlt den Usern: Den Genitalbereich nach dem Sex gründlich mit Seife oder Waschlotion reinigen und gut trocknen – am besten mit einem Föhn. Anschließend sollten sie pflegendes Öl in den Penis einmassieren. 

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(spe)

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