Sophia Wollersheim So gefährlich ist es, sich vier Rippen entfernen zu lassen

„Schönheit ist mir da wichtiger als mein Leben“, sagte Sophia Wollersheim zu ihrer letzten Schönheits-OP, dem laut eigenen Aussagen „härtesten Eingriff“, den sie je habe machen lassen. Ein RTL-Kamerateam begleitete die Blondine nach Beverly Hills, wo sie sich vier Rippen entfernen ließ: alles für die Wespentaille. Zudem ließ sich Wollersheim rund 3 Liter Fett absaugen, danach in den Po spritzen. Klingt nicht nach einem Routineeingriff. So sehen es auch viele Mediziner. Doch wie (un)gesund ist der Eingriff wirklich?

Wir haben bei dem plastischen Chirurgen Prof. Ulrich Kneser nachgefragt. Er ist Mitglied des erweiterten Vorstandes der DGPRÄC (Deutsche Gesellschaft der Plastischen, Rekonstruktiven und Ästhetischen Chirurgen ) und Direktor der Klinik für Hand-, Plastische- und Rekonstruktive Chirurgie der Berufsgenossenschaftlichen Unfallklinik Ludwigshafen. Er sieht den Eingriff Wollersheims kritisch: „Das Verfahren ist gefährlich und es kann zu Komplikationen kommen – während und nach der OP. Ich halte das mögliche Risiko des Eingriff im Vergleich zu dem, was man ästhetisch erreichen kann, für völlig unangemessen.“ Klare Worte des Mediziners. Doch warum sind Rippen eigentlich so wichtig?

Warum haben wir Rippen und welche Funktion haben sie?

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Rippen aus ästhetischen Gründen zu entfernen kann sogar gefährlich werden. Ihre Aufgaben in unserem Körper sind vielfältig: „Die Rippen stabilisieren unseren Rumpf und schützen die inneren Organe. Dabei vor allem rechts die Leber, links die Milz. Letztlich schützen die Rippen auch den unteren Ausläufer des Rippenfells und die Lunge“, erklärt Prof. Kneser. Außerdem seien Rippen auch für die Atemmechanik wichtig: „Der Brustkorb wird durch die Rippen stabil gehalten. Ohne Rippen würde der Brustkorb bei der Atmung durch die Druckverhältnisse im Körper zusammenfallen.“

Mögliche Komplikationen können sehr gefährlich werden

„Theoretisch kann während einer solchen Operation das Rippenfell beschädigt werden, denn dann kann Luft eindringen.“ Das nennt man Pneumothorax. Auch Organe können während der Operation verletzt werden auch ein erheblichem Blutverlust ist möglich. „Postoperativ gibt es natürlich langandauernde Schmerzen und Funktionsbeeinträchtigungen. Außerdem hat man das dauerhafte Problem, dass innere Organe nicht geschützt sind. Sollte man einen Unfall haben, sind die weichen Organe deutlich schlechter geschützt als davor“, so der Chirurg.

Gibt es Ärzte in Deutschland, die Patienten Rippen aus ästhetischen Gründen entfernen würden?

Sophia Wollersheim hat ihre Rippen im amerikanischen Los Angeles entfernen lassen. Warum fand der Eingriff nicht in Deutschland statt? Prof. Kneser erklärt: „In der deutschen plastischen Chirurgie wird die Rippenentfernung für ästhetische Zwecke nicht als Standartverfahren angesehen. Ich glaube auch nicht, dass ein erfahrenes Mitglied der DGPRÄC einen solchen Eingriff durchführen würde.“

kneser photo

Prof. Ulrich Kneser 

Kann es sein, dass auch eine körperdysmorphe Störung eine Rolle spielt?

„Unter einer sogenannten Dysmorphophobie verstehen wir die Angst, nicht schön genug zu sein oder entstellt auszusehen. Der Krankheitswert dabei ist, wenn diese Angst in keinem Verhältnis zum reellen Körperbild steht. Patienten sehen dann Dinge, die man objektiv nicht nachvollziehen kann.“ Jedoch spreche die Tatsache, dass Sophia Wollersheim den Eingriff medial sehr professionell aufbereitet habe – immerhin nahm sie ein RTL-Kamerateam mit – eher dafür, dass sie nicht an dieser Krankheit leide.

Sind also eine schlaue PR-Kampagne und der drängende Wunsch, nicht aus den Schlagzeilen zu verschwinden, mögliche Gründe für die OP? Wie dem auch sei, Sophia Wollersheim verteidigt ihren Eingriff und postet weiter kräftig Fotos ihrer neuen Wespentaille.

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