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Was hilft gegen Reizdarm? Unerwartete Ergebnisse: Stiftung Warentest untersucht 19 Produkte 

Ein Mann krümmt sich und hält sich den Bauch.

Viele Menschen leiden unter Reizdarm, und nur wenig scheint dagegen zu helfen. Das Fot wurde am 19. November 2018 in Berlin aufgenommen.

Ein Leiden, über das viele vor Scham nicht reden: Reizdarm. Die Beschwerden sind nicht nur unangenehm, sondern auch sehr schmerzhaft. Doch verschiedene Medikamente sollen Linderung verschaffen. „Stiftung Warentest“ hat 19 Produkte untersucht.

Viele Menschen leiden unter Reizdarm, und nur wenig scheint gegen die unangenehmen und schmerzhaften Symptome zu helfen. Betroffene leiden unter Symptomen wie:

  • Durchfall
  • Blähungen
  • starken Bauchkrämpfen

Im Fernsehen sieht man oft Werbung von Produkten, die eine 100-prozentige Wirksamkeit versprechen. Ist da was dran?

Die „Stiftung Warentest“ hat insgesamt 19 Mittel getestet, die gegen alle Symptome von einem Reizdarm helfen sollen – vorgestellt werden die Testergebnisse im aktuellen „test-Heft Ausgabe 1/2022“. Das unerwartete Ergebnis: 13 der getesteten Reizdarm-Produkte wurden als „wenig geeignet“ eingestuft. 

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Die besten Allrounder-Mittel gegen Reizdarm

Stiftung Warentest“ orientierte sich in ihrer Bewertung an den Grundsätzen der evidenzbasierten Medizin, es wurden also Fachliteratur und Studien genau unter die Lupe genommen. Gutachter untersuchten die Produkte außerdem in Hinsicht auf ihre Werbeaussagen, die Unterlagen der Anbieter und auf unabhängige Studien.

Insgesamt überzeugen nur sechs Produkte gegen Reizdarm. Da die Wirkung aber nicht so hoch ist wie erwartet, wurden sie mit „mit Einschränkung geeignet“ bewertet. Dennoch ist eine gewisse Linderung der Beschwerden wahrzunehmen. Stiftung Warentest empfiehlt vor allem Mittel mit Pfefferminzöl, doch auch andere Mittel, beispielsweise mit Butylscopoalmon, zeigen Wirkung:

  • Buscomint bei Reizdarm
  • Buscopan Dragees
  • Kijmea Reizdarm Pro

Die Liste der nicht empfohlenen Medikamente ist lang. Ihre Wirksamkeit ist teilweise nicht belegbar oder die Mittel sind nicht sinnvoll zusammengesetzt. Beispiele für Medikamente, die „weniger geeignet“ sind:

  • Kijmea Reizdarm
  • Iberogast
  • Bullrich Heilerde Pulver extra fein

Reizdarm: Medikamente, Ernährung und psychologische Hilfe für Linderung

Generell lässt sich ein Reizdarm am besten nicht nur mit Medikamenten, sondern auch mit der richtigen Ernährung und psychologischer Hilfe behandeln. So können sich Betroffene auch online Hilfe suchen – zum Beispiel in einer Selbsthilfegruppe. Unter „Reizdarmhilfe.org“ finden Sie schnell und einfach viele Antworten auf wichtige Fragen. Außerdem lassen sich dort nähere Informationen zu Kliniken, Beratungsstellen und Selbsthilfegruppen finden.

Abgesehen von den Allrounder-Mitteln können Medikamente  helfen, die vorerst nur gegen einzelne Beschwerden helfen sollen: Beispielsweise bei Verstopfung, Durchfall, Blähungen und Bauchschmerzen. Rezeptfreie Mittel, zum Beispiel mit Flohsamen (welche gegen Durchfall und Verstopfung helfen) bringen Linderung.

Eine große Rolle bei Reizdarm-Beschwerden spielt außerdem die Ernährung. Jeder Körper reagiert anders auf unterschiedliche Lebensmittel, man muss also seinen Körper kennen und verstehen lernen. Psychologische Hilfe hilft den meisten Betroffenen und kann zu einer Linderung der Beschwerden führen. (sai)

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