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Malaria-Durchbruch Zulassung endlich durch – neues Medikament sorgt für Hoffnung

Eine Tablette steckt in einem Blister.

Australische Behörden haben ein neues Medikament für eine Form von Malaria bei Kindern im Alter von zwei bis 16 Jahren zugelassen. Das undatierte Symbolfoto zeigt Tabletten.

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Australische Behörden haben ein neues Medikament für eine Form von Malaria bei Kindern im Alter von zwei bis 16 Jahren zugelassen. Das Medikament ist eine Einzeldosis Tafenoquin, die zusammen mit der bisherigen Chloroquin-Behandlung bei Malaria-erkrankten Kindern verabreicht wird.

Die Zulassung wurde am vergangenen Montag (28. März 2022) von der gemeinnützigen Organisation Medicines for Malaria Venture bekannt gegeben, die an der Entwicklung des Medikaments beteiligt war.

Malaria-Medikament: Hoffnung für Zulassung in weiteren Ländern

Das Medikament kann die Form P.vivax-Malaria heilen, die am häufigsten in Süd- und Südostasien, Südamerika und Teilen Afrikas vorkommt. Laut George Jagoe, Executive Vice President bei Medicines for Malaria Venture, werde das Medikament in neun Ländern sowie bei der Weltgesundheitsorganisation zur Zulassung eingereicht.

Malaria gehört zu den tödlichsten Infektionskrankheiten: 2019 gab es 229 Millionen Neuinfektionen und 558.000 Todesfälle. Während der Covid-19-Pandemie stiegen die Zahlen auf 627.000 Todesfälle im Jahr 2020, wie die „New York Times“ berichtet. Ein Großteil der Todesfälle tritt bei Kindern unter fünf Jahren auf.

Malaria kann erst Jahre später ausbrechen

Eine Infektion mit Malaria im Blut kann zu akuten Symptomen wie Fieber, Schüttelfrost, Erbrechen und Muskelschmerzen führen. Aber auch Monate oder Jahre nach Kontakt zu dem Erreger kann es zu Krankheitsschüben kommen, da sich der Parasit in der Leber „verstecken“ kann. Diese Episoden können zu schwerer Anämie, dauerhaften Hirnschäden und sogar Tod führen.

Die meisten Behandlungen, einschließlich Chloroquin, zielen auf das Blutstadium des Parasiten ab und können daher ein Wiederauftreten der Infektion und der damit verbundenen Symptome nicht verhindern. Das neue Medikament Tafenoquin zielt hingegen auf die Erreger in der Leber ab. In Kombination mit Chloroquin kann Tafenoquin das liefern, was Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen als „Radikalheilung“ bezeichnen.

Studien zeigen hohe Wirksamkeit gegen Malaria

Im Juli 2018 wurde Tafenoquin bereits in einigen Ländern für die radikale Heilung von P. vivax-Malaria bei Erwachsenen und Jugendlichen ab 16 Jahren genehmigt. Das neue Medikament für Kinder wird als einzelne, kleine 50-Milligramm-Tablette in Wasser verabreicht, anders als die derzeit für Erwachsene entwickelte bis zu 14-tägige Pillen-Kur.

Etwa zwei Drittel der Kinder verspüren nach Einnahme des Medikaments Nebenwirkungen wie Erbrechen. Nach vier Monaten war die Wirksamkeit der Behandlung, also eine Verhinderung eines Wiederauftretens, mit 95 Prozent ähnlich der bei Erwachsenen und älteren Jugendlichen.

„Heute haben wir ein Werkzeug, um den unerbittlichen Rückfall sowohl bei Erwachsenen als auch bei Kindern zu stoppen. Wir sind der Bekämpfung dieser Krankheit einen Schritt näher gekommen“, sagte David Reddy, der Geschäftsführer von Medicines for Malaria Venture.

Vielversprechende Zukunft durch Malaria-Impfstoff

Bereits im Oktober 2021 teilte die WHO Fortschritte in der Bekämpfung von Malaria mit. Die Gesundheitsorganisation hat erstmals eine Malaria-Impfung für Kinder empfohlen.

„Dies ist ein historischer Moment“, sagt der WHO-Chef Tedros Adhanom damals. Der Impfstoff könne zusammen mit den bisherigen Präventionsmaßnahmen zehntausende Leben retten. China und El Salvador konnten 2021 bereits offiziell als Malaria-frei erklärt werden, berichtet „Die Zeit“. (gnm)

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