Endlich Hoffnung Impfstoff verspricht gravierenden Durchbruch gegen Malaria

Unser Symbolbild zeigt mehrere Mücken, welche die Überträger des tödlichen Malaria-Erreger sind.

Schon seit langem kämpfen die Menschen und die Regierung gegen den tödlichen Malaria-Erreger. Neue Erkenntnisse in der Forschung lassen die Hoffnung auf einen grundlegenden Wandel steigen. 

Schon seit Jahrhunderten sterben Millionen von Menschen pro Jahr an Malaria. Der Kampf gegen die von Mücken übertragene Krankheit scheint endlos weiterzugehen - doch neue Erkenntnisse der Weltgesundheitsorganisation (WHO) versprechen Hoffnung. 

Genf. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hofft auf einen historischen Durchbruch in der Malariabekämpfung durch einen neuen Impfstoff. An diesem Mittwoch begutachtet ein unabhängiger Expertenausschuss in Genf vielversprechende Ergebnisse aus Pilotversuchen mit dem Impfstoff RTS,S in drei afrikanischen Ländern. Wenn die Expertinnen und Experten von der Wirksamkeit und Sicherheit überzeugt sind, würde die WHO den weitreichenden Einsatz empfehlen. Die WHO wollte darüber um 17.30 Uhr in Genf in formieren.

Schwere Verläufe bei Malaria mit tödlichen Folgen

Jedes Jahr gibt es rund 200 Millionen Malaria-Infektionen überwiegend in Afrika. Viele Menschen stecken sich mehrmals im Jahr an. 400 000 Menschen sterben im Jahr dadurch, vor allem Kinder unter fünf Jahren. 94 Prozent der Malaria-Todesfälle verzeichnen afrikanische Länder.

Die mit dem vom Mücken übertragenen Dengue-Fieber erkrankten Patienten liegen, von Mosquito-Netzen umhüllt, im Krankenhaus. Ärzte und Angehörige kümmern sich um die leidenden Menschen, können aber nicht viel ausrichten.

Lange Zeit waren die in afrikanischen Ländern von Mücken übertragenen Krankheiten ein Todesurteil. Doch der Malaria-Impfstoff verspricht Besserungen.

Malaria wird durch Plasmodium-Parasiten ausgelöst, die durch infizierte Mücken auf Menschen übertragen werden. Infizierte bekommen oft Fieber und Schüttelfrost und leiden an Übelkeit, Muskel- und Gelenkschmerzen und starker Müdigkeit. Bei schweren Verläufen kommen unter anderem Atemnot, Krämpfe und Blutungen hinzu, die meisten schwer betroffenen Menschen sterben ohne ärztliche Behandlung. Der Impfstoff wirkt gegen den tödlichsten mehrerer Malaria-Parasiten, Plasmodium falciparum.

Vor rund 20 Jahren wurde der Schutz vor Mückenstichen in Malaria-Gebieten intensiviert, unter anderem durch den Einsatz von Moskitonetzen für die Nacht, die mit Insektiziden behandelt sind. Dadurch gingen die Infektionszahlen zurück.

Malaria-Impfstoff rettet tausenden Menschen das Leben

Seit ein paar Jahren stagnierten die Infektionszahlen aber. Seit 2019 laufen nun Pilotversuche mit dem Impfstoff in Ghana, Kenia und Malawi. Hunderttausende Kinder wurden vor ihrem zweiten Geburtstag bis zu viermal damit geimpft. Im April berichtete die WHO: „Der Schutz, den der RTS,S-Malariaimpfstoff zusätzlich zu den empfohlenen Malariabekämpfungsmaßnahmen bietet, kann Zehntausende Menschenleben im Jahr retten.“

Den Impfstoff entwickelte das britische Pharmaunternehmen GlaxoSmithKline. Unterstützt wurde das Unternehmen von der Malaria-Impfstoff-Initiative der gemeinnützigen Organisation PATH, die auch vom Bundesministerium für Bildung und Forschung Geld erhält. (dpa)

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