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Gute Nachricht des Tages Schon wieder Herpes? Neue Forschungserkenntnisse sollen helfen

Das Bild aus dem Jahr 2010 zeigt eine Frau, die eine Salbe gegen Herpes nutzt.

Es gibt erste neue Erkenntnisse in der Forschung gegen Herpesviren. Das Bild aus dem Jahr 2010 zeigt eine Frau, die eine Salbe gegen Herpes nutzt.

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3,7 Milliarden Menschen oder besser gesagt 67 Prozent der Menschheit tragen Herpesviren in sich – zu diesem Schluss kam 2015 eine Studie der University of Bristol. Juckende Lippenbläschen sind ein Symptom der bekanntesten Viren vom Typ Herpes-Simplex-Virus 1.

Ein geschwächtes Immunsystem, Stress oder zu viel Sonne sind nur einige der vielen verschiedenen Faktoren, die einen Ausbruch des Virus begünstigen, wie das „Good News Magazin“ berichtet.

Herpesviren: Einmal im Körper, immer im Körper

Insgesamt acht verschiedene Herpesviren existieren, darunter kommt neben dem Lippenherpes besonders oft der Genitalherpes zum Ausbruch. Er gehört zu den häufigsten sexuell übertragbaren Krankheiten und allein in Deutschland tragen circa zehn bis 15 Prozent der Menschen die Erreger im Körper.

Eines haben alle Herpesviren gemeinsam: Nachdem eine Person sich erstmals mit ihnen infiziert hat, richten sie sich dauerhaft im Körper ein. Aus dieser sogenannten „Ruhephase“ können sie jederzeit reaktiviert werden – einige Menschen haben wiederholte Ausbrüche, andere gar keine.

Warum es solche Unterschiede bei den Ausbrüchen gibt und wie die Reaktivierung funktioniert, war bislang unklar. Forschende der Julius-Maximilians-Universität in Würzburg haben im Mai in einer Studie erste Erkenntnisse dazu veröffentlicht.

An Viren des Humanen Herpesvirus 6 – den Erregern des Drei-Tage-Fiebers – beobachteten die Forschenden mit der viralen Mikro-RNA miR-aU14 einen bislang unbekannten „Schalter“, der das Virus aus seiner Ruhephase holt und die Reaktivierung der Viren in Gang setzt.

Immunsystem erkennt keine Herpesviren

Die Arbeit der miR-aU14 liest sich wie ein filmischer Thriller: Die miR-aU14 wird vom Virus selbst produziert. Sie blockiert andere Mikro-RNAs, die eigentlich Botenstoffe produzieren sollen, die dem Immunsystem die Anwesenheit von Viren melden. Das Immunsystem weiß also nichts vom Erwachen des Virus. Dadurch können Herpesviren ungestört aktiv werden und sich verbreiten – ohne dass der Körper sich wehrt.

Das Forschungsteam möchte jetzt den genauen Mechanismus verstehen, über den die virale Mikro-RNA die Reaktivierung des Virus in Gang bringt – und warum einige Menschen komplett verschont bleiben.

Zudem gibt es erste Hinweise darauf, dass auch andere Herpesviren über den gleichen Mechanismus reaktiviert werden können – eine Chance für die Behandlung des Virus. Diese könnte beispielsweise so aussehen, dass man den Schalter gezielt blockiert und damit eine Reaktivierung der Viren komplett verhindert. Oder man könnte Viren gezielt auslösen, um dann die gefundenen reaktivierenden Zellen auszuschalten.

Die aktuellen Erkenntnisse sind nur ein erster Schritt, doch wie man an den eingangs erwähnten Zahlen sieht: Es könnte Millionen von Betroffenen geholfen werden.

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