Sommer-Leiden Warum schwellen meine Füße bei Hitze so an – und was kann ich dagegen tun?

Ein kaltes Fußbad kann bei Wassereinlagerungen helfen.

Ein kaltes Fußbad kann bei Wassereinlagerungen helfen.

Geschwollene Beine und Füße im Sommer sind keine Seltenheit. Woher das kommt und was Sie dagegen tun können, verraten wir hier.

Sommer, Sonne, Wärme. Doch statt sommerliche Leichtigkeit zu genießen, fühlen sich viele nur schwer und behäbig. Bei der Hitze schwellen Waden, Knöchel und Füße an. Nicht selten so stark, dass die Schuhe drücken und das Laufen unangenehm wird. Wodurch das geschieht, ob es gefährlich ist und was man gegen die unangenehm dicken Beine tun kann.

Warum schwellen bei Hitze Beine und Füße an?

Bei heißem Wetter erweitern sich die Blutgefäße, um die Hitze besser abgeben zu können. Die Venen verlieren an Elastizität und werden durchlässiger. Dadurch verlangsamt sich die Blutzirkulation, als Folge kann die Flüssigkeit nicht mehr so gut abtransportiert werden, es kommt zu Wassereinlagerungen. Betroffene merken durch ein Spannungsgefühl, dass Beine und Füße anschwellen.

Langes Stehen oder Sitzen bei heißen Temperaturen lässt Füße, Knöchel und Waden noch schneller dick werden. Denn in diesen Positionen versackt das Blut leichter in den unteren Gliedmaßen, weil es sich entgegen der Schwerkraft zum Herzen bewegen muss.

Vor allem Frauen sind von Ödemen, so werden die Einlagerungen genannt, betroffen, weil ihr Bindegewebe in der Regel schwächer ist und ihr Körper ein Hormon freisetzt, das den Flüssigkeitsstau begünstigt. Daneben spielt Veranlagung eine Rolle. Und übergewichtige und wenig sportliche Menschen haben eher mit dem Problem zu kämpfen.

Geschwollene Beine und Füße – das können Sie tun

Schmerzen Beine und Füße, weil sie müde und angeschwollen sind, handeln viele intuitiv richtig und ergreifen eine der folgenden drei Maßnahmen:

  • Beine hochlegen: Wer seine Füße höher lagert, hilft der Lmyphflüssigkeit dabei, wieder besser abzufließen.
  • Sich bewegen: Durch regelmäßige Bewegungseinheiten zwischen langen Sitzphasen oder durch kleine Aktivitäten – wie ein kleiner Spaziergang oder ein paar Gymnastik-Übungen – wird der Blutfluss in Schwung gebracht.
  • Füße kühlen: Ein bewährtes Hausmittel gegen angeschwollene Knöchel sind kalte Güsse, erklärt etwa die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände. Einfach mit dem Duschkopf oder einem Wasserschlauch das rechte Bein von unten nach oben – also zum Herzen – kalt abbrausen. Das Gleiche mit dem linken Bein wiederholen. Dadurch ziehen sich die Blutgefäße zusammen, und der Körper kann das überschüssige Wasser besser abtransportieren.

Können dicke Füße und Beine gefährlich werden?

Treten die Schwellungen nur phasenweise auf, besteht kein Grund zur Sorge. Wer allerdings längere Zeit unter dicken Beinen oder Füßen leidet, sollte die Beschwerden von einem Arzt checken lassen. Dann kann eine ernsthafte Erkrankung zum Beispiel der Nieren, der Leber oder des Herzens dahinter stecken. (sar/dpa)

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