Wohin mit Corona-Maske? Arm, Tasche, Kinn: Welche Orte gut sind und wo es gefährlich wird

Franziska Giffey (SPD) setzt zu Beginn einer Pressekonferenz zur Vorstellung des neunten Familienberichts mit dem Titel "Eltern sein in Deutschland" ihre FFP2-Maske ab.

Maske ab und dann? Viele Menschen wissen nicht so richtig, wo sie ihren Mund-Nasen-Schutz zwischenlagern sollen, bis sie ihn erneut benötigen. Das Foto zeigt SPD-Politikerin Franziska Giffey zu Beginn einer Pressekonferenz.

Der Mund-Nasen-Schutz gehört im ÖPNV oder Supermarkt inzwischen zu unserem Alltag dazu. Doch wo packt man die Maske am besten hin, wenn man sie unterwegs mal nicht benötigt? Experten haben einen klaren Rat, was man tun kann – und was man auf keinen Fall machen sollte.

Köln. Maske auf, Maske ab, Maske auf, Maske ab – dieses Spielchen kennen wir aus unserem Alltag seit Beginn der Corona-Pandemie im Frühjahr 2020. Der Mund-Nasen-Schutz ist zu unserem ständigen Begleiter geworden. Erst waren es die Alltagsmasken, inzwischen sind es medizinische Masken und FFP2-Masken. Doch wohin mit der Maske, wenn man sie gerade nicht trägt? Eine Frage, die viele Menschen für sich noch nicht zufriedenstellend beantworten konnten.

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Corona-Maske am Arm tragen? Karl Lauterbach hat klare Meinung

Fakt ist: In die Hosentasche passt die Maske nicht wirklich. Zu eng, zu viel Fummelei – und obendrein auch nicht sehr hygienisch. Viele nutzen deshalb neben Dingen wie Handtaschen den Arm oder das Handgelenk als „Ablage“. Gerade der Arm ist gar keine schlechte Lösung, meinen Experten.

„Wenn die Maske am Arm hängt, spielt das keine Rolle für die Weiterverbreitung des Virus, weil die Infektion dann doch im Wesentlichen über Aerosole übertragen wird“, gibt SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach gegenüber dem „Merkur“ grünes Licht für den Transport des Mund-Nasen-Schutzes am Arm. Andere Virologen wie Dr. Martin Stürmer teilen diese Einschätzung.

Der Professor und Direktor am Institut für Medizinische Mikrobiologie, Virologie und Hygiene der Universitätsmedizin Rostock, Andreas Podbielski, meint sogar, dass Oberarm und Ellbogen die zweit- und drittbesten Orte für den Mund-Nasen-Schutz sind. Dabei sollte man diesen möglichst knapp über dem Ellbogen und nach hinten gerichtet tragen. „Da ist die Chance, dass man mit der Maske etwas oder jemanden berührt, minimal“, sagte er der „Welt“.

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Virologie-Professor sagt, wo man Masken gut tragen kann und wo besser nicht

Podbielski hat auch andere Orte der Maskenzwischenlagerung bewertet und daraus ein Ranking erstellt. Die Hosentasche kommt bei ihm nicht gut weg, ist aber dennoch besser als andere Stellen. Das Problem an der Hosentasche: Beim Rein- und Rausfummeln berührt und kontaminiert man den Mund-Nasen-Schutz zwangsläufig. „In der Zwischenzeit klatscht die Maske das, was sich daran kondensiert hat, auf die Oberflächen dort ab und alles, was sich auf den Oberflächen dort befindet, klatscht sich auf der Maske ab. Dann habe ich das im Gesicht, wenn ich sie wieder aufsetze.“

Doch es gibt noch kritischere Orte: Maske unterm Kinn tragen? Sollte man dem Experten zufolge besser vermeiden. Denn hierbei handele es sich um einen schmutzigen Bereich des Gesichts, wo die Maske die eigene Atemluft und auch die anderer Menschen abbekomme.

Aber auch der Fahrradlenker, an oder in der Handtasche sowie an oder im Rucksack seien Corona-Masken nicht gut aufgehoben, meint Podbielski. Dann doch lieber die Hosentasche.

Corona-Masken zwischenlagern: der beste und der schlechteste Ort

Auf dem letzten Platz in seinem Ranking übrigens: das Handgelenk. Hier sei die Möglichkeit, mit der Maske andere Dinge zu berühren, extrem hoch. Somit sei auch das Risiko, die Maske zu verschmutzen, enorm.

Zur Zwischenlagerung am besten geeignet: der Auto-Rückspiegel. Doch länger als nötig sollte man den Mund-Nasen-Schutz hier nicht lagern, denn Experten von Dekra und ADAC warnen, dass Masken am Spiegel – ebenso wie andere Anhänger – die Sicht beeinträchtigen und den Autofahrer ablenken. Außerdem steige durch das ständige Gebaumel und die Gewöhnung daran auch die Gefahr erheblich, Bewegungen außerhalb des Fahrzeugs – etwa Fahrradfahrer – nicht mehr wahrzunehmen und mit diesen zu kollidieren. (so)

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