Tödlicher Corona-Verlauf Forscher erklären, warum Raucher jetzt aufhören sollten

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Für Raucher bietet die Corona-Pandemie einen weiteren Anreiz um aufzuhören. Das Symbolfoto wurde im November 2020 aufgenommen.

Immenhausen – Beim Sport, im Alter – und auch bei Corona: Wer regelmäßig und viel raucht, merkt in etlichen Bereichen die schädlichen Folgen für die Lunge. Forscher machen daher deutlich: Wohl nie war der Anreiz größer, um endlich mit dem Rauchen aufzuhören.

  • Studie verdeutlicht Corona-Folgen für Raucher
  • Facharzt und WHO: Anlass, um mit Rauchen aufzuhören
  • Kontinuierliche Verbesserung durch Rauchverzicht

Denn Raucher haben ein erhöhtes Risiko für schwere und tödliche Covid-19-Verläufe. Schließlich greift das Virus vor allem die Lunge an, die bei Rauchern naturgemäß besonders beansprucht wird.

Lungenschäden bei Rauchern: Corona weitere Gefahr für geschädigtes Organ

Zwar deuten Studien darauf hin, dass das auch für Menschen gilt, die lange Zeit viel geraucht haben und inzwischen Nichtraucher sind. Dennoch sollte man, egal wie lange man schon raucht, die Pandemie als Anlass nutzen, sich von Zigaretten loszusagen.

Diesen deutlichen Rat gibt beispielsweise der Internist und Pneumologe Prof. Stefan Andreas. Die Weltgesundheitsorganisation WHO empfiehlt das ebenfalls.

Schließlich treten Verbesserungen der Lunge zwar nicht am ersten Tag nach der letzten Zigarette auf, doch die Fortschritte können sich auf lange Sicht sehen lassen.

Corona-Folgen für Raucher: Facharzt erklärt, was Verzicht bringen kann

Rauchen schädigt zum Beispiel die Flimmerhärchen. „Die sind quasi die Müllabfuhr der Lunge. Sie führen Schleim und Bakterienreste nach oben, sodass sie abgehustet werden können“, erklärt der Experte.

Mit Blick auf einen möglichen Befall der Lunge mit dem Coronavirus ist das eine wichtige Funktion. Raucht man nicht mehr, erholen sich die Flimmerhärchen ziemlich rasch.

Auch das „Deutsche Ärzteblatt“ berichtete bereits, dass Raucher aufgrund ihrer zum Teil vorgeschädigten Lunge häufiger und schwerer an Corona erkranken. Auch die Todeszahlen seien höher. Bei Menschen, die über 30 Jahre geraucht hatten, war die Hospitalisierungsrate 4,65-Mal höher als bei Nichtrauchern.

Aufhören mit Rauchen: Corona-Erkrankung könnte milder verlaufen

„Ein Rauchverzicht senkt das Risiko einer schweren Covid-19-Erkrankung relativ schnell“, sagt Andreas. Es werde zwar nicht nach einem Tag besser, aber Tag für Tag.

„Man sollte auf keinen Fall weiterrauchen, weil man sich sagt: Es ist ja sowieso zu spät aufzuhören“, sagt der Leiter der Lungenfachklinik Immenhausen in Hessen, der auch Beiratsmitglied der Deutschen Lungenstiftung ist. (dpa/bc)

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