Hubschrauber im Einsatz Lkw-Crash auf A1 bei Burscheid: Verkehr jetzt einspurig Richtung Köln

Krass gespart Dieser Mann hat mit 40 ausgesorgt und erklärt, wie das geht

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Um früh genügend Geld zur Seite geschafft zu haben, muss eiserne Disziplin herrschen.

Köln – Wer träumt nicht davon, mit 40 in Rente zu gehen? Lars Hattwig ist 47 und hat sich den Traum erfüllt. Er ist seit Jahren auf kein Gehalt mehr angewiesen, müsste nicht mehr arbeiten. Der Preis dafür ist allerdings hoch: Seit Jahren lebt er extrem sparsam.

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Lars Hattwig gönnte sich kaum noch etwas, um mit 47 unabhängig vom Gehalt zu sein.

Mehr als bescheidenes Leben

Früh ausgesorgt, ohne groß geerbt, groß verdient oder groß im Lotto abgesahnt zu haben: Leute wie Lars Hattwig nennt man Frugalisten. Frugal bedeutet einfach und bescheiden. Und Lars Hattwig lebte mehr als bescheiden.

„Ich habe mit dem Rauchen aufgehört, mein Auto abgeschafft, Restaurant-Besuche stark reduziert“, erzählt der Berliner im Gespräch mit dem unserer Redaktion. Er ist weder verreist, noch mit Freunden ausgegangen.

Lesen Sie hier: Wie lege ich am besten 100, 250 oder 500 Euro an?

In seiner Wohnung brannte nur eine Glühbirne und Besuch musste darauf achten, die Toilettenspülung möglichst kurz zu drücken. Die einen nennen das sparsam, die anderen geizig.

Ist dieser Geiz wirklich geil? Frugalisten haben ein Ziel vor Augen, sie sparen einen möglichst großen Teil ihres Einkommens, investieren das Geld in Aktien und Fonds.

Wenn’s gut läuft, können sie mit ihrem Vermögen bis ans Lebensende auskommen – so die Theorie.

Der frugale Lebensstil entstand vor zehn Jahren in den USA. Für Befürworter ist es ein Modell für Lebenskünstler, für Kritiker eines für Faulpelze.

Kosten pro Monat: Gerade einmal 720 Euro

Auch Software-Entwickler Oliver Noelting (27) hat sich für das frugale Leben entschieden. Er hat einen entsprechenden Finanzplan aufgestellt, den er in seinem Blog vorstellt. Noelting verdient in seinem Job momentan 2350 Euro netto (28.200 Euro im Jahr). Seine Ausgaben reduzierte er auf gerade einmal 720 Euro im Monat (unter anderem für Warmmiete, Lebensmittel, Monatsticket, Krankenversicherung).

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Oliver Noelting hat einen frugalen Lebensplan.

Gehaltserhöhungen und Ausgabensteigerungen bei zunehmendem Alter eingerechnet will er bei einer Geld-Anlage mit vier Prozent Rendite auf ein Vermögen von 424.000 Euro im 40. Lebensjahr kommen.

Was ist mit Risiken bei Frugalisten?

Und was ist mit den Risiken? Jobverlust, schwere Krankheit, Schwankungen am Aktienmarkt? Wenn’s eng wird, muss der Frugalist Noelting sich die Butter vom Brot wegsparen, um seinen 13-Jahres-Plan zu erfüllen.

Auch Lars Hattwig sparte ein paar Jahre bis zu 70 Prozent seines Einkommens. Natürlich hatte diese Zeit ihm auch soziale Nachteile beschert. „Als Mann lernt man dann nicht die Frauen kennen, die auf große Autos stehen.“

Und er räumt ein: Wer monatlich weniger als 1000 Euro zur Verfügung habe, bräuchte Jahrzehnte, um finanzielle Freiheit zu erreichen. „Irgendwann kommt man an den Punkt, da kann man den Gürtel nicht mehr enger schnallen.“

„Die Fähigkeit, individuell Vorsorge treffen zu können, setzt ein regelmäßiges, verlässliches Einkommen voraus, das oberhalb der Existenzsicherung liegt“, sagt Anita Tiefensee vom Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung in Düsseldorf. „Das ist bei weitem nicht für jeden der Fall.“

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Dennoch: Jeder zehnte Haushalt in Deutschland könnte etwa 13 Jahre mit seinen Ersparnissen auskommen – vorausgesetzt der Lebensstandard verändert sich nicht, so eine WSI-Studie. Fünf Prozent der Haushalte könnten sogar zwei Jahrzehnte lang von ihrem Vermögen leben. Demgegenüber stehen allerdings 30 Prozent der Haushalte, bei denen nach wenigen Wochen oder Monaten die Reserven verbraucht wären.

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