Single in Corona-Zeiten Dating im Lockdown: Kennenlernen mit Hindernissen

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Dating-Agenturen boomen in Corona-Zeiten. Aber wie gehe ich als Single am besten vor, um virtuell zu überzeugen? Und wie mache in den Schritt in die Realität?

Köln – Der Lockdown ist für viele Singles eine besonders harte Zeit. Online-Dating-Plattformen boomen, denn Treffen in Cafés oder Bars fallen weg und bei dem Wetter zieht es auch keinen beim ersten Treffen vor die nasskalte Tür. Aber wie geht es dann nach einem virtuellen Kennenlernen weiter?

  • Online-Dating boomt in Corona-Zeiten
  • Warum durch die Krise die Gesprächsthemen intensiver werden
  • Diesen Fehler machen viele, wenn sie neue Bekanntschaften nur online daten

Viele Singles sind momentan zurückhaltender bei der Frage, ob aus einer virtuellen Begegnung eine von Angesicht zu Angesicht werden sollte, glaubt Ehe- und Familienberater Prof. Michael Vogt. „Die Menschen treffen sich derzeit länger im Netz und sind hier in einem sehr intensiven Austausch.“ Das schüre natürlich auch die Erwartungen an ein reales Treffen.

Online-Dating in Corona-Zeiten

Das wiederum sei einer der Nachteile beim Online-Dating, findet Wolfgang Krüger: „Hier wird das Pferd quasi von hinten aufgezäumt“, sagt der Psychologe aus Berlin. Beim ersten Schreiben oder Telefonieren entwickele man unter Umständen schnell intensive Gefühle. Um den anderen aber wirklich beurteilen zu können, brauche es ein persönliches Kennenlernen.

Von einem ersten Treffen in den eigenen vier Wänden rät Ernst jedoch unbedingt ab. Letztlich handele es sich immer noch um einen fremden Menschen, dem man zum ersten Mal real begegnet. „Außerdem ist es wesentlich schwieriger, ein Date zu verlassen, wenn ich das Gefühl habe, es passt nicht oder dass die Situation unangenehm wird. Ein erstes Treffen sollte immer auf neutralem Boden stattfinden.“

Corona: „Smalltalk hilft nicht gegen Einsamkeit“

Abgesehen von den Schwierigkeiten eines ersten Treffens macht es die jetzige Zeit vielleicht sogar leichter, einen Partner zu finden: „In Krisen öffnen sich Menschen anderen gegenüber emotional schneller, denn Smalltalk hilft nicht gegen Einsamkeit“, sagt Single-Coach Eric Hegmann.

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Niklas Becker ist ein erfolgreicher Dating-Coach – und gibt Tipps, damit das erste Online-Treffen auch bloß kein Desaster wird.

Viele Singles berichteten, die Gespräche wären tiefgründiger geworden, weil sie sich weniger um Themen wie Hobbys und Musikgeschmack, sondern mehr um die eigene Gesundheit oder finanzielle Nöte drehten.

Doch wie präsentiere ich im ersten Video-Date denn am besten meine Schokoladenseite? Dating-Coach Niklas Becker gibt bei uns im EXPRESS Tipps:

Basics für die Videoübertragung beachten: Wer seinen potenziellen Partner zum ersten Mal per Video sieht, möchte auch alles richtig sehen und hören. Daher ist es wichtig, dass die Qualität von Bild und Ton ansprechend sind. Auch die Internetverbindung sollte schnell genug sein, damit das Date nicht ungewollt ein Ende findet.

Schick machen – wie bei einem richtigen Date: Wer sich in einem Restaurant oder einer Bar trifft, gibt sich ja auch Mühe mit der Kleidung und dem passenden Aussehen. Dies ist auch bei einem Video-Date zu beachten. Wer auch im Video gut gekleidet ist und die Haare schön hat, sammelt immer Pluspunkte. Denn wie im echten Leben gilt: Der erste Eindruck zählt!

Ein entspanntes Gespräch führen: Wie bei jedem Date ist eine entspannte Unterhaltung wichtig für ein angenehmes Gefühl. Nur wer sich in Gesellschaft des anderen entspannen kann, freut sich auch auf ein zweites Treffen. Dabei sollte man zumindest anfangs trotz allgegenwärtigem Corona-Themenfeldes besser über angenehme Dinge sprechen. Wer nur über den stressigen Job meckert, ist schnell raus. Wem keine Themen einfallen, kann das einfachste Register ziehen: Über die merkwürdige Situation eines Video-Dates zu sprechen, das dürfte auf beiden Seiten auf Zustimmung stoßen. (dpa/ak)

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