Werbung, Bezahlen Das ändert sich 2020 bei Whatsapp – manches könnte Nutzer ärgern

Köln – Der Messenger-Dienst Whatsapp ist aus dem Alltag vieler Menschen nicht mehr wegzudenken, doch manche beliebte Funktion wird es 2020 nicht mehr geben. Einige Nutzer werden die App auf ihren Smartphones sogar gar nicht mehr benutzen können.

Werbung bei Whatsapp

Ein Schritt, den viele Nutzer fürchten, soll 2020 Realität werden: Werbung bei Whatsapp. Der Mutterkonzern Facebook hat diese Maßnahme bereits im Mai 2019 bekannt gegeben. Auch die aktuellen, gültigen allgemeinen Geschäftsbedingungen des Messengers weisen darauf hin. Dort heißt es: „Wir stellen dir und Dritten, zum Beispiel Unternehmen, Möglichkeiten bereit, unter Nutzung von Whatsapp miteinander zu kommunizieren, beispielsweise über Informationen zu Bestellungen, Transaktionen und Terminen, Liefer- und Versandbenachrichtigungen, Aktualisierungen von Produkten und Dienstleistungen und Marketing. Du erhältst eventuell Nachrichten mit Marketing, die ein Angebot für etwas enthalten könnten, das dich möglicherweise interessiert. Wir möchten nicht, dass du das Gefühl hast, Spam zu erhalten. Wie mit allen deinen Nachrichten kannst du auch diese Kommunikation verwalten und wir werden uns nach deiner Auswahl richten.“

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Die Werbung soll im Status-Bereich des Messengers ausgespielt werden, das wurde bei der Facebook-Konferenz 2019 gezeigt. Wann genau sie kommt, ist nicht klar.

Bezahlen bei Whatsapp

Bereits im November 2019 hat Facebook den Bezahldienst „Facebook Pay“ gestartet. Mit dieser Funktion sollen Nutzer sich gegenseitig mit den Apps Facebook, Whatsapp und Instagram Geld senden können. Es soll auch möglich sein, beim Online-Shopping mit der App zu zahlen. Die Funktion soll noch in 2020 realisiert werden, berichtet das Magazin „The Verge“.

Wer die Funktion benutzen möchte, muss Whatsapp mit PayPal oder einer Kreditkarte verknüpfen. Bisher wurde die Funktion schon in Indien getestet. Wann genau der Bezahldienst auch in Deutschland genutzt werden kann, steht noch nicht fest.

Whatsapp-Aus für ältere Geräte

Wer ein Windows-Phone besitzt kann schon seit dem 1. Januar den Messenger-Dienst nicht mehr nutzen. Im Microsoft Store ist die App nicht länger verfügbar. Auch wer ein älteres Smartphone mit Android besitzt oder ein älteres iPhone nutzt, könnte bald Probleme bekommen. Ab Februar stellt Whatsapp den Support für die Android Versionen 2.3.7 und älter ein und für iOS 8 und älter. Betroffen sind davon alle Geräte ab dem iPhone 4 und älter.

Wer ein Smartphone mit einem dieser älteren Betriebssysteme nutzt, kann nach dem ersten Februar einige Funktionen möglicherweise nicht mehr nutzen, heißt es im FAQ von Whatsapp.

Ein neuer Account auf Smartphones mit den älteren Betriebssystemen kann künftig nicht mehr erstellt werden und ein bestehender Account kann nach Angaben von Whatsapp nicht mehr verifiziert werden. Kann man auf dem Smartphone kein neueres Betriebssystem installieren, bleibt im Zweifel nur der Kauf eines neuen Handys, wenn man die App mit allen Funktionen nutzen will.  

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Deutsche Nutzer können Chats nicht mehr exportieren

Für viele Nutzer kam es überraschend, dass sie bei Whatsapp keine Chatverläufe mehr exportieren können. Bisher konnten sie bis zu 40.000 Nachrichten extern speichern – eine praktische Funktion, wenn auf dem eigenen Smartphone nicht genügend Speicherplatz vorhanden ist. Auch auf der offiziellen Whatsapp-Webseite ist schon zu lesen, dass diese Funktion in Deutschland nicht mehr zur Verfügung steht. Der Grund für die Abschaffung soll ein Patentstreit zwischen Facebook und Blackberry sein, wie diese Zeitung bereits berichtete.

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Der Dark Mode

Nutzer mit iPhone-Modellen mit dem Betriebssystem iOS 13 können ihn nutzen. Das dunkle Design funktioniert auch bei Android 10. Doch bei Whatsapp mussten sich Nutzer bisher noch gedulden, die es schätzen, wenn alle hellen Pixel auf dem Display dunkel dargestellt werden.

Nach Informationen des stets gut informierten Blogs  „WABetaInfo“ soll diese Funktion 2020 aber endlich kommen – ein genaues Datum steht noch nicht fest. (rha)

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