„Betrifft uns alle“ WhatsApp-Chef alarmiert, er hat dringende Warnung 

Das Symbolfoto zeigt ein Smartphone mit den verschiedenen Social Media Apps, wie Facebook, Instagram, YouTube und WhatsApp.

Das Symbolfoto zeigt ein Smartphone mit den verschiedenen Social Media Apps, wie Facebook, Instagram, YouTube und WhatsApp. Der Chef von WhatsApp hat eindringlich vor der Spionage-App Pegasus gewarnt. 

Ein Smartphone beinhaltet heutzutage die persönlichsten Informationen. Umso wichtiger, dass diese auch geschützt sind. Will Cathcart, Chef des Messengerdienstes WhatsApp warnt nun vor der gefährlichen Überwachungssoftware Pegasus. 

Washington. WhatsApp-Chef Will Cathcart hat Enthüllungen zur Überwachungssoftware Pegasus der israelischen Firma NSO als „Weckruf“ bezeichnet. „Mobiltelefone sind entweder für jeden sicher oder sie sind nicht für jeden sicher“, sagte er der britischen Zeitung „The Guardian“ am Samstag. „Wenn das Journalisten auf der ganzen Welt betrifft, wenn das Verteidiger von Menschenrechten auf der ganzen Welt betrifft, dann betrifft das uns alle.“

Zuletzt wurde von einem Journalistenkonsortium international darüber berichtet, dass mit der Software Pegasus Smartphones von zahlreichen Journalisten, Menschenrechtlern, Politikern und Geschäftsleuten ausgespäht worden sein könnten.

WhatsApp: Chef Cathcart warnt vor Spionagesoftware 

Die aktuellen Enthüllungen stimmten mit dem überein, was WhatsApp NSO bereits 2019 vorgeworfen habe, erklärte Cathcart: Hochrangige Regierungsbeamte auf der ganzen Welt - darunter auch Personen in hohen Positionen der nationalen Sicherheit - seien bei einem Angriff auf 1400 WhatsApp-Nutzer im Jahr 2019 von Regierungen mit der Spionagesoftware ins Visier genommen worden.

Alles zum Thema App
  • „Stiftung Warentest“ Soundbars im Test: Damit wird Fernsehen zum ultimativen Kino-Erlebnis 
  • Restaurants entdecken Neue App soll Gastro-Szene aufmischen – 152 Läden in Köln dabei
  • Köln ist vorne dabei Immer mehr Lebensmittel vor dem Müll gerettet – App macht’s möglich  
  • Privatsphäre-Check Stiftung Warentest: Bei diesen Messenger-Apps liest keiner mit
  • 9-Euro-Ticket Nach Störung: Ticket-Kauf über App wieder möglich
  • Start-up-Champs 2022 Kölner Gründer räumen mit Lkw-App begehrten Preis ab
  • Kreditkarte am Finger 20 Euro Rabatt auf Bezahlring mit Wow-Faktor
  • Instagram Neue Funktion geplant: Eltern bekommen mehr Kontrolle über Profil ihres Kindes – eine Bedingung
  • WhatsApp Status von Nachrichten: Ganz neue Funktion aufgetaucht
  • Corona-Warn-App Ärger droht: Impfzertifikat abgelaufen? Das müssen Sie jetzt tun

Facebook, dem WhatsApp gehört, hatte NSO 2019 in den USA verklagt. Der Vorwurf lautet, NSO habe versucht, sich über eine später geschlossene Sicherheitslücke bei WhatsApp Zugriff auf Hunderte Smartphones zu verschaffen. Unter den Zielpersonen seien Journalisten, Anwälte, Dissidenten, Menschenrechtler, Diplomaten und Regierungsbeamte gewesen.

WhatsApp: Chef mit schweren Vorwürfen an Firma NSO

NSO wehrt sich vor Gericht. Die Firma betont, dass Verträge mit Kunden wegen des Verdachts von Menschenrechtsverletzungen gekündigt worden seien. Die NSO Group behaupte, dass eine große Anzahl von Regierungen ihre Software kaufe, sagte Cathcart. „Das bedeutet, dass diese Regierungen (...) das finanzieren.“

Die NSO Group warf dem WhatsApp-Chef vor, absichtlich irreführend zu sein. Ihre Produkte, die an „sicherheitsüberprüfte“ ausländische Regierungen verkauft würden, könnten nicht für Cyberüberwachung in den USA verwendet werden, sagte ein Sprecher des Unternehmens am Samstag der Deutschen Presse-Agentur.

„Keinem ausländischen Kunden wurde jemals eine Technologie gewährt, die es ihm ermöglichen würde, auf Telefone mit US-Nummern zuzugreifen.“ Die NSO Group habe zudem keinerlei Einblick in die Daten ihrer Kunden.

Sie verwenden einen veralteten Browser. Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser, um Ihren Besuch bei uns zu verbessern.