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Schon aufgefallen? Coronavirus hat nun auch Auswirkungen auf Netflix und Youtube

Netflix Symbolbild

Könnte Netflix abgeschaltet werden?

Köln – Der Aufruf, Leute sollen in Zeiten der Coronavirus-Krise so weit wie möglich zu Hause bleiben und soziale Kontakte meiden, hat bei vielen Menschen die Tagesplanung umgeworfen. Wer kann, widmet sich jetzt dem Konsum von Streaming-Diensten. Endlich Zeit, um die Serie bei Netflix zu schauen, die man schon so lange anfangen wollte. Das kann zu Problemen an anderer Stelle führen.

Netflix und Youtube drosseln ihre Datenmengen

Nach Sorgen, die verstärkte Nutzung von Video-Streamingdiensten könnten in der Coronavirus-Krise das Internet verstopfen, hat sich die EU-Kommission an Netflix gewandt. EU-Kommissar Thierry Breton sprach mit Netflix-Chef Reed Hastings über Wege, die Belastung zu senken, wie die Brüsseler Behörde bereits am Mittwoch mitgeteilt hatte.

Und die Videostreaming-Dienste reagieren: Netflix und Youtube drosseln in der Coronavirus-Krise ihre Datenmengen in Europa, um die Netze zu entlasten. So wird Youtube die Bildqualität zunächst für 30 Tage etwas verschlechtern: Videos sollen grundsätzlich in Standard-Auflösung statt HD-Qualität übertragen werden. Netflix will den Datendurchsatz in dieser Zeit um ein Viertel reduzieren.

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Bei einer höheren Bildauflösung gibt es ein schärferes Bild, weil mehr Pixel dargestellt werden. Dafür werden aber auch mehr Daten übertragen. 

Netflix: So ist die Lage in Deutschland

Die sprunghaft gestiegenen Streams von Serien und Co. über Netflix und andere Anbieter könnten im Zusammenspiel mit der vermehrten Arbeit aus dem Homeoffice die Telekommunikationsnetze überlasten und das Internet an seine Grenzen bringen.

In Deutschland soll das allerdings nicht zu Problemen führen. Das behauptet zumindest die Deutsche Telekom. „Aus jetziger Sicht wird die Zunahme von Homeoffice und Streamingdiensten zu keiner Situation führen, in der die Netzkapazitäten an ihre Grenzen geraten“, sagte ein Sprecher des Unternehmens der Deutschen Presse-Agentur.

Sollte das Netz doch überfordert sein, müsste es entlastet werden. Erster Kandidat für eine Abschaltung wären dann wohl die Streamingdienste, die nun bereits eine Maßnahme ergriffen haben, dass die Netze gar nicht erst überlastet werden.

„Gefahr, dass Kapazitäten nicht mehr ausreichen“

Der Gedanke, irgendwann nicht mehr vor die Tür zu dürfen und dann noch nicht mal Filme und Serien streamen zu können, ist nicht schön. Theoretisch könnte er aber zur Realität werden. „Die Gefahr, dass die Kapazitäten nicht mehr ausreichen, ist vorhanden“, sagte Branchenkenner Ralf Beyeler dem Tagesanzeiger. Die Schweizer Zeitung berichtete am 16. März zudem von Unterbrechungen im Netz in weiten Teilen der Deutschschweiz.

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Die Swisscom, führendes Telekommunikationsunternehmen in der Schweiz, geht jedoch davon aus, dass das Datennetz trotz immer mehr Homeoffice-Tätigkeiten noch genügend Kapazitäten zur Verfügung hat. Sollte es entgegen aller Erwartungen zu einer Überlastung des Netzes kommen, könnte der Bund allerdings gemeinsam mit den Anbietern die temporäre Abschaltung von „weniger wichtigen Dienstleistungen“ beschließen, schreibt die Zeitung und nennt Netflix sowie YouTube als Beispiel.

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Datenverkehr im Netz hat in Corona-Krise stark zugenommen

In Deutschland sehen sich die Telekommunikationsprovider laut „Computerbild“ „für eine deutlich höhere Auslastung der Kommunikations- und Datennetze in der Coronavirus-Krise gut gerüstet.“ Ein deutlicher Anstieg der Internetnutzung ist trotzdem erkennbar.

In einer Stellungnahme europäischer Provider heißt es, der Verkehr über IP-Netze habe um fast 40 Prozent zugenommen, die Nutzung von Instant-Messaging-Tools wie Whatsapp habe sich in den vergangenen Tagen verfünffacht. (tli mit dpa)

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