Was dahintersteckt Tiktok löscht Millionen Accounts und Videos

Auf dem Bildschirm eines Smartphones sieht man das Logo der App Tiktok.

Das Tiktok-Logo auf einem Smartphone.

Washington. Hammer-Zahl von Tiktok! Das Online-Netzwerk, bei dem es selbstgedrehte sowie kopierte Videos zu sehen gibt, hat in den ersten drei Monaten des Jahres 2021 mächtig aufgeräumt.

Tiktok teilte am Mittwoch (30. Juni 2021) mit, dass man im ersten Quartal die Konten von sieben Millionen Minderjährigen gesperrt habe.

Tiktok löscht 62 Millionen Videos

Zudem seien von Januar bis Ende März fast 62 Millionen Videos wegen Verstößen gegen die internen Richtlinien gelöscht worden. Unter anderem seien die Verbreitung von Hass, Nacktheit und Belästigungen geahndet worden.

Die Nutzer in den USA, welche die vorgeschriebene Altersgrenze von 13 Jahren nicht erreicht haben, werden an eine Tiktok-Version für jüngere Nutzer weitergeleitet.

Tiktok sperrt auch vier Millionen weitere Konten

Die Betreiber des Online-Netzwerks Tiktok, wo es auch einen express.de-Account gibt, nutzen nach eigener Aussage verschiedene Methoden, um festzustellen, ob Nutzer falsche Angaben zu ihrem Alter machen. Wegen Verstößen gegen die Gemeinschaftsstandards wurden laut Tiktok zudem fast vier Millionen weitere Konten gesperrt.

Die zum chinesischen Internetkonzern Bytedance gehörenden Plattform soll weltweit etwa eine Milliarde Nutzer haben, darunter mehr als 100 Millionen in den USA. Die Video-App ist besonders bei jungen Smartphone-Nutzern beliebt.

Tiktok auch Thema bei Joe Biden und Donald Trump

US-Präsident Joe Biden hatte Anfang Juni die Maßnahmen seines Vorgängers Donald Trump gegen Tiktok und mehrere weitere chinesische Apps widerrufen. Statt die beliebten Apps zu verbieten, werde die Regierung die Risiken für die „Nationale Sicherheit und das amerikanische Volk“ überprüfen, die von ausländischen Apps ausgehen, erklärte das Weiße Haus.

Die Trump-Regierung hatte Tiktok, WeChat und die anderen Apps als „nationales Sicherheitsrisiko“ eingestuft. Hintergrund sind Befürchtungen, dass Daten von US-Nutzern bei der chinesischen Regierung landen könnten. Trump wollte einen Verkauf von Tiktok erzwingen. Die Fristen wurden aber immer wieder verschoben, außerdem klagte Tiktok erfolgreich vor US-Gerichten. (afp)

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