Stiftung Warentest Acht Wetter-Apps im Test: Welche ist am zuverlässigsten?

Regen oder Sonne? Besonders in einem wechselhaften Sommer macht sich eine gute Wetter-App bezahlt.

Regen oder Sonne? Besonders in einem wechselhaften Sommer macht sich eine gute Wetter-App bezahlt.

Köln – Das Wetter spielt verrückt: Regen und Wind im Frühsommer, es fühlt sich an wie Herbst. Die Wetter-Apps versprechen Hilfe im Wetter-Chaos. Doch welche ist die Zuverlässigste? Sind meine Daten bei den Apps sicher?

Stiftung Warentest hat acht Apps für das iPhone getestet, für Android-Handys gibt es diese aber auch.

Kritischer Datenschutz

Schlechte Bilanz für die Apps: Nur zwei von den acht getesteten sind beim Thema Datenschutz unkritisch. Sechs senden unnötiger Weise die Geräte-Identifikationsnummer weiter, teilweise sogar an Drittfirmen.
Die automatische Standorterkennung mittels GPS ist zwar praktisch, erlaubt aber ein nahezu lückenloses Aufzeichnen der Aufenthaltsorte. Wer das nicht will, kann dies ausschalten.

Alles zum Thema App

Einfach das Tracking bei iOS unter Einstellungen/Datenschutz/Ortungsdienste deaktivieren.

Als unkritisch stellte sich beim Test nur die vorinstallierte App auf dem iPhone und die WetterOnline-App heraus. Für Android-Versionen gilt das aber nicht, diese senden zu viele Daten.

Schwierige Vorhersage

Vorhersagen sind oft schwierig. Die Meteorologen sind mit der Zeit aber immer besser geworden: Die Prognosen von zwei bis sieben Tage sind genauer geworden. Mehr als die Hälfte der getesteten Apps erfüllt die Aufgabe.

Temperaturangaben sind oft leichter vorherzusagen als der Niederschlag. Dies liegt vor allem daran, dass Niederschläge zeitlich und örtlich sehr unterschiedlich ausfallen können. So kann auf der einen Straßenseite ein kurzer Schauer niedergehen, auf der anderen kann es trocken bleiben.

Problematische Darstellung

Manche Apps verwenden Symbole, die die Wetter-Apps-Nutzer interpretieren müssen. Dies kann zu Schwierigkeiten führen. Andere Apps führen Prozentangaben auf. Hilfreich kann außerdem der Niederschlagsradar sein. Fünf von acht der Apps nutzen diesen.

Informationsangebot unterscheidet sich deutlich

Das Angebot der Informationen unterscheidet sich deutlich. Am sparsamsten geht Yahoo damit um. Viel mehr bietet die kostenpflichtige WeatherPro-App, die eine ganze Reihe nützlicher Informationen bietet, wie zum Beispiel die Wassertemperatur, Satellitenbilder, grafische Darstellung und die Entwicklung des Wetters innerhalb einer Woche.

WeatherPro: Diese App ist Testsieger! Gute Wettervorhersage bis zu sieben Tage im Voraus für zwei Millionen Orte. Angaben zu Temperatur, Wind und Niederschlag. Radar, Satellitenbilder und viele weitere Funktionen. Kostet allerdings 2,99 Euro.

Wetter.com: Dieses Portal schneidet eher mäßig ab. Für fünf Tage liefert diese App gerade noch gute Vorhersagen, welche auch leicht verständlich sind. Es gibt aber keine Vorhersagen nach Tageszeiten.

Wetter.de: Das RTL-Wetter mit viel Eigenwerbung. Es gibt gerade noch gute Vorhersagen für sechs Tage. Texte oder einen Niederschlagsradar findet der Nutzer nicht.

Wetter.info: Das Wetterportal der Deutschen Telekom bietet gute Vorhersagen für bis zu sechs Tage. Kein Text, dafür ein detailliertes Niederschlagsradar, sowie Wettervideos.

WetterOnline: Akzeptable Vorhersage mit vergleichbar umfangreichen textlichen Wetterberichten für bis zu sieben Tage.

WeatherChannel: Der Verlierer im Test: Diese App bietet die schlechtesten Vorhersagen für bis zu zehn Tage.

AccuWeather: Für bis zu 15 Tage liefert diese App eine mittelmäßige Vorhersage. Moderne Grafiken und viele Infos überzeugen.

Wetter Yahoo: Die vorinstallierte App bietet die wenigsten Funktionen im Test, schützt die Daten dafür aber gut! Sie zeigt stündlich die Temperatur und den Niederschlag mit Symbolen an.

Hier noch eine Extra-App: Wetter+ überzeugt mit übersichtlichen Darstellungen, wurde von Stiftung Warentest aber nicht berücksichtigt.

(nd)

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