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Bekannte Bloggerin Mia de Vries (29) stirbt an Krebs, sie hinterlässt einen Sohn (4)

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Mia de Vries ist in der Nacht zu Sonntag gestorben.

Köln – Die Bloggerin Mia de Vries hat mit ihrem letzten Post Ende Januar zu Tränen gerührt. Als ihr Sohn gerade ein Jahr alt wurde, bekam sie die Diagnose Krebs. 

Am Sonntagnachmittag (23. Februar) erreichte ihre Fans nun die traurige Nachricht: Mia hat den drei Jahre andauernden Kampf gegen die heimtückische Krankheit verloren. 

Mia de Vries: Bloggerin an Krebs gestorben

Auf Instagram heißt es in einem emotionalen Posting ihres Mannes: „Heute Nacht, etwa 0.33 Uhr, ist unsere Mama, Tochter, Ehefrau und beste Freundin friedlich eingeschlafen... eine getrocknete Träne haben wir an ihrem rechten Auge gesehen. Sie wollte uns alle, die sie unendlich lieben, niemals verlassen und dafür hat sie gekämpft bis zur letzten Sekunde.“

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Mia (29) bekam Horror-Diagnose – ihre Reaktion sorgte bei Followern für Gänsehaut

Erst vor knapp einem Monat begrüßte Mia de Vries (29) ihre neuen Follower auf Instagram, gutgelaunt, positiv, als wollte sie gerade erst richtig durchstarten.

„Hallo an alle Neulinge, die diese Woche zu mir gefunden haben: Herzlich Willkommen“, plauderte die Bloggerin drauf los – in genau dem offenherzigen Ton, den man bei ihr gewohnt ist. „Auf meinem Profil gibt’s eine Kleinigkeit aus unserem Alltag. Dazu gehört ein wenig Mama-Zeugs, eine Prise Ehe-Kram und a bissl Krebs-Firlefanz.“

Menschen, die ihrem Account schon länger gefolgt sind, wussten: Es war kein typischer Instagram-Kanal, keine auf Hochglanz gepimpte Scheinwelt. Und Mia war kein perfekt gestyltes, von allen vermeintlichen Makeln abgewaschenes Model, das sich im weißen Strand vor kristallklarem Wasser räkelt.

Mia de Vries: „Ich würde mit niemandem tauschen wollen“

Ihre Postings waren unvergleichlich wie ein Fingerabdruck. Roh, unverschnörkelt, schön. Und vor allem: kraftvoll und stark.

Trotz ihres schweren Krebsleidens wusste Mia ihr Leben und das damit verbundene Schicksal zu nehmen. „Ich habe erkannt, Krebs hin oder her – egal wie das hier weiter geht, ich würde mit niemanden und zwar wirklich gar niemanden auch nur eine Millisekunde tauschen wollen. Nie, nie, niemals!“, schrieb sie im Juni 2017, kurz nach der schockierenden Diagnose und den ersten schlimmen Eingriffen.

Ein Wahlspruch, dem sie immer treu geblieben ist. Bis zuletzt.

Bloggerin Mia erklärt: Das ist mein letzter Post

Ende Januar schrieb sie ihren letzten Post an die „Lieblingsmenschen in meinem Handy“, wie sie ihre Follower auf Instagram nannte. Eine Nachricht, die aufgrund ihrer Krankheit zwar unvermeidlich, für ihre Fans und die Menschen, die ihr nahe standen, aber dennoch unerwartet und kaum greifbar war.

Wie eine Löwin hatte Mia de Vries gekämpft. Gegen die Schmerzen, gegen die Aussichtslosigkeit, gegen das Schicksal. Und sie schien so unbezwingbar, wie ein Fels in der Brandung.

Ärzte gaben Mia de Vries nur wenige Monate – es wurden Jahre

Dass sie es überhaupt so lange geschafft hat, grenzt an ein Wunder. Ihre Überlebenschance wurde von den Ärzten nach der ersten Diagnose auf schockierende 3 Prozent geschätzt. Schon damals hieß es, sie habe voraussichtlich nur noch wenige Monate zu Leben.

Das war im Mai 2017, also lange drei Jahre her, verglichen mit der Zeit, die ihr die Diagnose gewährt hatte. Damals traf der Krebs sie aus heiterem Himmel.

Natürlich ist niemand auf solch eine Mitteilung vorbereitet. Doch die damals 26-Jährige hatte sich gerade erst eine Familie aufgebaut mit ihrem Ehemann. Ihr gemeinsames Kind, ihr kleiner Sohn, den Mia abgöttisch liebte, war noch kein Jahr alt. Eine Vorgeschichte hatte ihre Krankheit auch keine.

„Du kommst an einen Ort, wo du bleiben magst – es ist schön hier, du schließt die Augen bloß eine Millisekunde – genießt! Noch bevor du die Augen öffnest, spürst du einen kalten Schatten, ein Schauer. Du stehst vor einem Berg, einem massiven Berg und du weißt nicht warum“, schrieb die junge Frau nach der schicksalhaften Mitteilung der Ärzte auf Instagram. Zunächst noch kryptisch, unentschlossen, wie sie ihre Krankheit öffentlich verarbeiten sollte.

Mia de Vries vor dem Krebs

Bis dahin hatte Mia de Vries ein glückliches, vielleicht auch völlig normales Leben geführt. Auf Instagram postete sie viele Bilder von sich und ihrem Ehemann, von ihrer Schwangerschaft, später von ihrem Glück als Mutter, ersten gemeinsamen Ausflügen.

„Verwöhnt durch Liebe? Geht das überhaupt?“, fragte Mia in einem Post von damals. Das Foto zeigte die stolze junge Mutter mit ihrem Kind auf dem Arm. „Er mag ungern allein sein“, schrieb sie über ihren Sohn, damals erst wenige Monate alt. „Er sucht ständig nach Körperkontakt – und wenn ich mal ehrlich bin, ich liebe es genauso sehr. Mein Mann liebt es ebenfalls. Wir sind halt so, kleine Kuschelrocker, sag ich immer.“

Doch nicht nur die Diagnose traqf Mia de Vries kurz darauf wie ein Schlag, auch die Auswirkungen der Krankheit machten sich erschreckend schnell bemerkbar. Die Chemotherapien, für Mia waren es gefühlt Hunderte, die sie über sich ergehen ließ, waren extrem belastend und schmerzhaft.

Krebs hatte Mia de Vries Leben fest im Griff: „Ich bin platt“

„Ohne nörgeln zu wollen, aber was soll ich sagen, ich bin platt“, schrieb sie im September 2017, also nur wenige Monate nach der ersten Diagnose. „Das Gift ist hart und mir ging es in den vergangenen Wochen wirklich sehr, sehr schlecht. So dreckig wie noch nie, überwiegend körperlich, aber auch seelisch beginne ich langsam an zu kämpfen und habe ziemlich abgebaut. Weine viel, von jetzt auf gleich...“ 

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Innerhalb von wenigen Wochen war nichts mehr so wie es vorher war.

„Und so stehe ich da, vor dem Krankenhausspiegel und versuche mir mit bösem Kampfgeist einzureden, anzudrohen ‚du schaffst das!‘ Aber in Wirklichkeit sehe ich nur ein gebrochenes ich, das versucht, das Handy vor Zittern nicht fallen zu lassen.“

Mia de Vries: „Der Krebs hält mich gefangen“

Aus einem Urlaub mit ihrer Familie schrieb sie: „Wo ich einerseits den Urlaub aufsauge und genieße, ich als Mama super zufrieden mit mir bin, leidet gerade die Frau in mir. Ich sehe die Mädels im Hotel, die 100 Prozent geben können und voller Energie strotzen. Ich hingegen bin mit meinen 20 Prozent schnell ermüdet. […] Der Krebs hält mich gefangen.“

Es bedeutete einen ungeheuren Mut, das auszusprechen.

Vielleicht war es genau dieser Mut, der Mia de Vries für uns unvergessen und ihren Instagram-Blog zu einem Vermächtnis macht. Allein dafür, das auszusprechen, was eigentlich unaussprechlich ist, dafür kann man ihr überhaupt nicht genug danken!

Mia de Vries letzte Worte auf Instagram:

„Das wichtigste im Leben ist die Liebe. Sie ist mächtiger als alles andere, unvergleichlich, roh, ehrlich und absolut lebensnotwendig. Sie heilt und gibt mehr, als man zu träumen wagt. Wenn du etwas liebst, dann liebe es vollkommen, ohne Halt und Hindernisse. Schätze und hege es, sag es, schrei es laut raus und verdammt nochmal zeig es!“

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