Plattform sollte aufhören, „TikTok zu sein“ Instagram reagiert klar auf laute Kritik – auch Stars involviert

Das Foto, das 2019 in Schleswig-Holstein aufgenommen wurde, zeigt einen Mann, der ein Smartphone vor einem Monitor mit dem Logo von Instagram hält.

Instagram hat nach Kritik der User einen Test beendet. Das Foto, das 2019 in Schleswig-Holstein aufgenommen wurde, zeigt einen Mann, der ein Smartphone vor einem Monitor mit dem Logo von Instagram hält.

Die Kritik an Instagram schlug hohe Wellen. Jetzt hat das soziale Netzwerk einen Test beendet, der die Funktionsweise von TikTok imitieren sollte.

Zum Ärgernis vieler User nutzte Instagram kürzlich eine Funktion, die es auch bei TikTok gibt. Die Kritik daran schlug hohe Wellen, sogar internationale als auch deutsche Stars ließen sich über die für sie lästigen Neuerungen auf der Plattform aus. 

Die Online-Plattform hat nun mit der Einstellung von Funktionen auf die Kritik prominenter Nutzerinnen und Nutzer reagiert. So echauffierte sich beispielsweise auch Kim Kardashian über das soziale Netzwerk. 

Instagram stellt Funktionen wieder ein – Kritik zu groß

Instagram werde daher einen Test beenden, bei dem Usern Inhalte abseits ihrer angegebenen Vorlieben anhand von Algorithmen vorgeschlagen werden, sagte Instagram-Chef Adam Mosseri bereits am Donnerstag (28. Juli 2022) in einem Interview mit dem Newsletter „Platformer“.

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Kritikerinnen und Kritiker hatten Instagram vorgeworfen, sich zu sehr an ihrem Konkurrenten TikTok zu orientieren.

Die Reality-TV-Stars Kim Kardashian und ihre Halbschwester Kylie Jenner, die auf Instagram über extrem große Reichweiten verfügen, hatten die Plattform in der vergangenen Woche aufgefordert, „wieder Instagram zu werden“ und aufzuhören, „zu versuchen, TikTok zu sein“. Dafür bekamen sie Zuspruch von vielen anderen Nutzerinnen und Nutzern.

Bislang basieren die Inhalte, die Instagram-Usern angezeigt werden, vor allem auf den eigenen Kontakten des jeweiligen Nutzers oder der jeweiligen Nutzerin. Die Videoplattform Tiktok hingegen stellt nicht die Kontakte in den Vordergrund, sondern sein Algorithmus identifiziert allgemeine Trends und Vorlieben der Nutzerschaft.

Instagrams Mutterkonzern Meta, zu dem auch Facebook gehört, setzt mittlerweile wie auch Google und sein Video-Dienst Youtube verstärkt auf kurze Videos, die den Nutzerinnen und Nutzern mithilfe eines leistungsstarken Algorithmus empfohlen werden. Auch Youtube kopiert mit seinen „Shorts“ recht offensichtlich die Methoden den Konkurrenten Tiktok.

Meta fürchtet hohe Konkurrenz durch Videoplattform TikTok

Bereits Ende Januar hatte Meta eingeräumt, unter der starken Konkurrenz durch andere Plattformen zu leiden, besonders bei den jungen Zielgruppen. „Die Leute haben viel Auswahl dabei, wie sie ihre Zeit verbringen wollen. Und Apps wie Tiktok wachsen sehr schnell“, sagte Meta-Chef Mark Zuckerberg.

Am Mittwoch (27. Juli 2022) erklärte Zuckerberg noch, dass Facebook und Instagram den Anteil der durch Empfehlungsalgorithmen vorgeschlagenen Inhalte von 15 Prozent bis Ende des Jahres „mindestens verdoppeln“ würden. „Wir müssen auf jeden Fall einen großen Schritt zurück machen und uns neu aufstellen“, sagte Adam Mosseri in dem Interview mit „Platformer“. (afp)

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