Display oder Akku kaputt? Mit diesen Tipps können Sie Ihr Smartphone selbst reparieren

Smartphone kaputt

Wenn Sie Ihr Smartphone selbst reparieren wollen, sollten Sie ein paar Dinge beachten.

In Smartphones steckt viel Hightech auf kleinstem Raum. Doch ein kleiner Sturz reicht oft schon, um Schlimmes anzurichten: Ein gesprungenes Display ist da oft noch ein vergleichsweise leicht zu behebender Schaden. Wird das Gerät zum Hersteller geschickt, dauert die Reparatur oft Wochen und kann mitunter sehr teuer werden.

Doch auch freie Dienstleister verlangen oftmals horrende Preise für die Reparaturen. Kein Wunder, denn kaum jemand traut sich, die teuren technischen Geräte selbst auseinander zu bauen. Dabei kann es sich durchaus lohnen, über einen Reparaturversuch in Eigenregie nachzudenken.

Was wird für die Reparatur benötigt?

Die Smartphones sind sehr unterschiedlich gebaut - doch die meisten haben gemein, mit kleinen Schrauben zusammen gehalten zu werden und an vielen Stellen verklebt zu sein. Deshalb braucht es dafür passendes Werkzeug - verschiedene Schraubenzieher und einen sehr dünnen Spachtel.

Außerdem ist es ratsam, sich eine Anleitung zur Reparatur für sein Handymodell zu besorgen - oft finden sich welche im Internet. Fündig wird man etwa bei kaputt.de oder Fixoo.de. Aber auch auf Videoportalen wie Youtube finden sich zu sehr vielen Geräten Reparaturanleitungen. Doch wie mit allem, was das Internet hergibt, sollte man vorsichtig sein. Man kann sich nicht darauf verlassen, dass die Anleitungen seriös erstellt worden sind.

Wer schon früher die Erfahrung gemacht hat, wenig handwerkliches Geschick zu zeigen, sollte außerdem auch beim Handy von der Reparatur in Eigenregie absehen. Doch auch begabte Menschen müssen wissen, dass nicht alle Reparaturen am Handy sind für den Laien zu empfehlen, da einige komplex sind und Fachkenntnisse verlangen.

Display kaputt

Fällt ein Smartphone zu Boden, werden meist zuerst Gehäuse oder Display in Mitleidenschaft gezogen. Je nach Modell lassen sich Gehäuseteile nachkaufen und leicht selbst wechseln. Die Bildschirme sind aber komplizierter. «Displays sind oft eine verklebte Einheit, bestehend aus Scheibe, Touchscreen und oft auch dem Displayrahmen», erklärt Hannes Czerulla vom «c't»-Fachmagazin. «Es ist schwierig, diese zu trennen, ohne die anderen Komponenten zu beschädigen.» Kleber lässt sich durch Erwärmung - etwa per Haartrockner - lösen.

Aber Vorsicht: Bei zu großer Hitze können sich Kunststoffteile verbiegen, so dass sie danach nicht mehr passen. Für Ersatzdisplays gibt es einen großen Markt. Während viele Hersteller ihre Originaldisplays auch als Ersatzteil anbieten, muss bei Apple-Geräten ein Display einer anderen Firma gekauft werden. Bei vielen Anbietern, die Reparaturanleitungen online stellen, kann man auch gleich Komplettsets aus Ersatzteilen und benötigtem Werkzeug bestellen.

Akku kaputt

Häufig versagt der Akku bei einem Smartphone als erstes. Sofern dieser nicht verklebt ist, lässt er sich sehr einfach austauschen, sagt Czerulla. Beim Umgang mit Akkus rät der Experte aber zu äußerster Vorsicht: Wird der Akku beim Wechsel verbogen oder anderweitig beschädigt, könnte er sich aufblähen und im schlimmsten Fall sogar Feuer fangen. Auch beim Kauf von Ersatzakkus empfiehlt es sich, bei seriösen Händlern zu suchen und bei Billigangeboten vorsichtig zu sein.

Kamera kaputt

Denkbar ist auch ein Austausch der Kamera, sofern man zum entsprechenden Modul vordringen und dieses auch entfernen kann. Auch hier wird gerne geklebt statt geschraubt, um Kosten und Gewicht einzusparen. Da Kameras sehr klein und direkt auf der Platine befestigt sind, könnten beim Wechsel umliegende Komponenten leicht beschädigt werden.

Platine austauschen

Stichwort Platine: «Ein Austausch lohnt im seltensten Fall, da sie allein schon sehr teuer ist», weiß Czerulla. Sind Platine oder Prozessor kaputt, muss eher ein kompletter Neukauf in Betracht gezogen werden. Generell gilt: Je teurer die Reparatur ist, desto eher lohnt es sich, einen Fachmann aufzusuchen. Falls möglich, sollten Reparaturen erst an einem älteren Gerät getestet werden, damit bei Fehlern der Schaden nicht so hoch ist. (chs/dpa)

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In diesen Videos sehen Sie, welche Reparaturen sich leicht durchführen lassen und welche nicht.

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