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Ist der Hype jetzt vorbei? Die neuen Netflix-Zahlen enttäuschen

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War es das mit dem großen Hype? Die neuen Nutzerzahlen von Netflix legen dar, dass der Streaminganbieter die ausgegebenen Ziele für 2021 bisher nicht erreichen konnte.

Kalifornien – Ist der Hype vorbei? Nach dem durch die Corona-Krise bedingten Boom im ersten Halbjahr 2020 ist die Zahl der Neukunden beim Streamingdienst Netflix zuletzt nicht mehr so stark gewachsen.

  • Der Netflix-Hype des Vorjahres ist vorbei
  • Das anvisierte Ziel von zahlenden Nutzern wurde verpasst
  • Netflix-Chef Reed Hastings: „Zurzeit ist es ein bisschen holprig“

Im ersten Quartal 2021 zählte Netflix weltweit 208 Millionen zahlende Kunden - das waren 14 Prozent mehr als im Vorjahresquartal, aber zwei Millionen weniger als von Netflix selbst anvisiert. Der Aktienkurs des Unternehmens fiel daher im elektronischen Handel um mehr als zehn Prozent.

Nach dem Corona-Hype: Netflix verfehlt Ziele deutlich

„Wir glauben, dass das Neukunden-Wachstum sich wegen des Covid-19-Booms 2020 und wegen eines etwas geringeren Angebots aufgrund von Covid-19-Produktionsverzögerungen abgeschwächt hat“, erklärte Netflix am Dienstag (20. April).

Im laufenden zweiten Quartal kamen bislang eine Million neue Abonnenten hinzu - im Vergleichszeitraum 2020 mitten in der ersten Corona-Welle waren es zehn Millionen Neukunden. „Wir hatten diese zehn Jahre, in denen wir wie am Schnürchen gewachsen sind“, sagte Netflix-Chef Reed Hastings. „Zurzeit ist es eben ein bisschen holprig."

Netflix-Versprechen: Mehr als 17 Milliarden Dollar für neue Serien und Filme

Netflix erwarte auch weiterhin eine „starke“ zweite Jahreshälfte mit neuen Staffeln „einiger unserer größten Hits“ und einem „aufregenden“ Filmangebot, erklärte das Unternehmen. Es will in diesem Jahr mehr als 17 Milliarden Dollar (14 Milliarden Euro) für neue Serien und Filme ausgeben.

Die Mittel dafür hat Netflix: Der Umsatz stieg im ersten Quartal im Vorjahresvergleich um 24 Prozent auf 7,2 Milliarden Dollar, der Gewinn hat sich binnen Jahresfrist auf 1,7 Milliarden Dollar mehr als verdoppelt. (dpa/nb)