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Was ist da los? Amazon verschickt ungewollt Sextoys – und weiß selbst nicht, warum

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Amazon-Kunden in den USA und Kanada erlebten eine Überraschung, als sie ihre Pakete öffneten.

Seattle – Wer wohl hinter diesen Lieferungen steckt, macht auch Amazon ratlos: In den vergangenen Wochen wurde von mehreren Fällen berichtet, in denen der Online-Riese seinen Kunden Pakete geliefert hat, die sie nicht bestellt haben. Darunter zum Beispiel Bluetooth-Lautsprecher oder LED-Lampen.

Für Aufregung sorgten erst die unbeabsichtigt gelieferten Pakete, in denen sich Sexspielzeug befand. Wie ein Amazon-Insider bestätigt, machen Dildos, Vibratoren und Co. inzwischen einen Großteil der verirrten Produkte aus. Verschickt werden die Sextoys an Familien und Studenten in den USA und in Kanada, bislang wurden Fälle in Massachusetts und in mehreren kanadischen Universitätsstädten bekannt.

Amazon: Produkte für mehr als 1000 Dollar ungewollt an Kunden verschickt

Amazon-Kundin Nikki erhielt bereits mehrfach Pakete, ohne etwas bestellt zu haben – darunter auch ein Sexspielzeug im Wert von 25 Dollar, wie sie der US-Nachrichtenseite „The Daily Beast“ erzählt hat. Zuerst ging sie von einem Fehler oder einer Verwechslung aus. Doch dann beschlich sie die Angst, Opfer von Cyberstalking geworden zu sein. Sie zog sogar in Erwägung, die Polizei einzuschalten. Vorher suchte sie Hilfe beim Amazon-Kundenservice, um herauszufinden, wer ihr das Sexspielzeug geschickt hat. Doch Amazon konnte ihr auch nicht helfen.

Ihr Fall ist anscheinend Teil eines größeren Problems beim Online-Händler: Wie der kanadische Sender CBC berichtet, wurden alleine in Kanada 40 verschiedene Amazon-Produkte im Wert von über 1000 Dollar verschickt. Ein Paar aus Boston berichtet, es habe seit Oktober 25 unerwartete Amazon-Lieferungen erhalten.

Amazon ratlos: Online-Händler untersucht die bekannten Fälle

Was steckt also hinter der Amazon-Panne: Wurde das Unternehmen gehackt? Erlaubt sich ein unzufriedener Mitarbeiter einen Scherz? Oder ist es womöglich die krude Werbe-Aktion eines Sextoy-Herstellers? Bislang geben diese Fragen auch Amazon selbst Rätsel auf. Der Konzern weiß weder, warum die Produkte eingekauft, noch warum sie an diese Personen verschickt werden. Ein Sprecher des Unternehmens bestätigt gegenüber der britischen Boulevard-Zeitung „The Sun“, dass die Fälle Amazon bekannt sind und derzeit untersucht werden.

Zwei ehemalige Amazon-Mitarbeiter unterstützen im Gespräch mit „The Boston Globe“ die beliebte Theorie, dass jemand versucht, das Amazon-Bewertungssystem auszutricksen. Es gewichtet „von Amazon bestätigte Käufe“, also Bewertungen von Kunden, die ein Produkt nachweislich bei Amazon gekauft haben, stärker als andere Bewertungen. Das könne Verkäufern einen Anreiz geben, ihre eigenen Produkte unter falschen Accounts einzukaufen und an Fremde weiterzuschicken – um das eigene Produkt danach mit Fünf-Sterne-Bewertungen zu pushen.

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