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Netz-Turbo sorgt für Diskussionen Muss ich für 5G ein neues Handy kaufen?

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5G soll unsere digitale Zukunft einleiten.

Berlin – 5G. Eine Zahl und ein Buchstabe, von denen im Moment ganz Deutschland spricht.

Der neue Mobilfunkstandard soll unserer Land in die digitale Zukunft führen. Gerade hat die Bundesnetzagentur dafür den Startschuss gegeben.

Doch was bedeutet der Handy-Turbo eigentlich für unseren Alltag? Und ab wann profitieren wir alle davon? EXPRESS klärt die sieben wichtigsten Fragen.

Was ist 5G?

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5G steht als Kürzel für die 5. Mobilfunkgeneration. Schon 1958 ging in Deutschland die erste Generation ans Netz („A-Netz“).

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1992 folgte die 2. Generation (GPRS bzw. EDGE). 2004 kam 3G bzw. UMTS heraus und 2010 folgte 4G (auch als LTE bekannt), unser aktueller Standard.

Warum ist 5G wichtig?

Wir surfen immer länger im Internet, gucken Videos, senden mit unseren Freunden große Dateien hin und her. Auch Wissenschaft und Wirtschaft schicken immer größere Datenmengen durchs Netz.

Dafür ist ein gutes Downloadtempo unerlässlich. 10 Gigabit pro Sekunde sollen mit 5G möglich sein, damit wäre man etwa 100 Mal schneller als mit einer guten LTE-Verbindung.

Mit 5G wird autonomes Fahren möglich sein, in der Industrie werden Maschinen untereinander besser kommunizieren und Arbeitsabläufe optimieren.

Roboter lernen dank des schnellen Datendurchlaufs in wenigen Minuten, wofür Menschen Jahre brauchen. Der Virtual-Reality-Sektor profitiert. Und Logistiker wissen immer genau, wie viel Laderaum-Kapazitäten ihre Lkw auf den Straßen noch haben.

Wie profitieren wir Verbraucher?

Bisher unterstützt noch kein Smartphone den neuen Standard. Samsung, Huawei, Motorola, LG und OnePlus planen für 2019 kompatible Modelle.

 Vorerst wäre der Verbraucher aber schon gut bedient, wenn das aktuelle LTE-Netz besser ausgebaut wäre und es nicht so viele Funklöcher gäbe.

Wie kommt 5G an den Start?

Die Bundesnetzagentur beginnt im Frühjahr 2019 mit der Versteigerung von Frequenzen, über die 5G laufen kann. Die drei großen Player in Deutschland – Telekom, Vodafone und Telefónica – werden auf jeden Fall dabei sein.

„Und es wird gemunkelt, dass United Internet (1&1) Interesse hat“, sagt Arne Düsterhoft vom Verbraucher-Ratgeber Finanztip. Allerdings hat das Unternehmen in Deutschland noch keine eigene Infrastruktur.“ Und die ist unerlässlich.

Die Bieter verpflichten sich, bis Ende 2022 je Bundesland mindestens 98 Prozent der Haushalte, alle Bundesautobahnen sowie die wichtigsten Bundesstraßen und Schienenwege mit mindestens 100 Megabit pro Sekunde zu versorgen.

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Autonom fahrende Busse wie der e.Go Mover (Foto) werden dank 5G-Technologie Wirklichkeit.

Bis Ende 2024 müssen dann auch alle wichtigen Wasserstraßen und die übrigen Schienenwege versorgt sein – mit mindestens 50 Megabit pro Sekunde.

Die Unternehmen ersteigern die Frequenz-Rechte für jeweils fünf Jahre. Fünf Milliarden Euro könnte der Staat laut Schätzungen einnehmen.

Lesen Sie hier: Großer Handy-Netztest: Ein Anbieter holt mächtig auf

Wann ist es soweit?

Experten schätzen, dass die 5G-Netze ab 2020 an den Start gehen. Bis alle davon profitieren, werden noch ein paar Jahre vergehen.

„Die großen Anbieter haben die Mammutaufgabe, ihre Antennen für 5G umzubauen“, sagt Düsterhoft.

Was hat es mit „National Roaming“ auf sich?

Es ist die Wunschvorstellung der Regierung: Handynutzer sind nicht mehr auf ihr eigenes Mobilfunknetz beschränkt, sondern können in Funklöchern auf Netze der Konkurrenten zugreifen. Dafür müssen die Anbieter miteinander verhandeln.

Die Bundesnetzagentur zwingt die Unternehmen nicht zur Kooperation, sondern will nur ein „Verhandlungsgebot“ durchsetzen und als „Schiedsrichter“ agieren. Wirkung? Gleich null.

„Das bedeutet, dass jeder erstmal weiter sein eigenes Süppchen kocht“, so Düsterhoft. Denn wer seine Netze mit der Konkurrenz teilt, verliert seinen lokalen Vorteil.

Gibt es Kritik?

Ja, und nicht zu knapp. Einem Großteil der Politik geht der Netzausbau nicht schnell genug. Aussagen wie jene von Bundesforschungsministerin Anja Karliczek („5G ist nicht an jeder Milchkanne notwendig“) sorgen für Kritik.

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Außerdem wird moniert, dass die Anbieter im Falle des Vertragsbruchs nicht hart genug sanktioniert würden. Die Unternehmen wiederum kritisieren diese Forderungen. Ein Telekom-Sprecher bezeichnete es als „politisches Gemurkse“.

Zudem befürchten Telekom, Vodafone und Telefónica, dass ein flächendeckender Ausbau des Mobilfunknetzes bis in die letzten Ecken für sie zum großen Verlustgeschäft wird.

Deutschland hinkt bei Technik hinterher

Deutschland diskutiert bereits über 5G – dabei kommen viele noch nicht einmal in Genuss des aktuellen Standards: Nur knapp zwei Drittel aller Haushalte kann 4G nutzen.

Damit liegt Deutschland auf einem Niveau mit Albanien und Kolumbien und weit hinter Spitzenreiter Südkorea (97 Prozent).

Bei der Übertragungsgeschwindigkeit liegt Deutschland etwas besser. Nimmt man die beiden Faktoren zusammen, landen wir irgendwo im grauen Mittelfeld.

Ebenso dürftig ist der klassische Breitbandausbau mit Glasfaser-Anschlüssen. Statista bezeichnete Deutschland erst kürzlich als „Glasfaser-Entwicklungsland“.

Bei 5G ist die Situation nicht ganz so prekär. Nur die USA und Südkorea haben für 2019 das klare Ziel, Handynutzern 5G zur Verfügung zu stellen.

Katar brüstet sich zwar damit, das erste kommerzielle 5G-Netz in Betrieb genommen zu haben. Dort gibt es aber auch noch keine 5G-fähigen Endgeräte. 

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