„Yellowstone“-Star Luke Grimes hat Hollywood hinter sich gelassen, lebt heute in Montana - und spielt in „Marshals“ (Parmount+) einen Mann, der täglich sein Leben riskiert.
„Yellowstone“-Star lebt jetzt wie seine Rolle in Montana auf dem Land„Bin wirklich dankbar“

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Der Schauspieler und Musiker Luke Grimes hat Hollywood privat den Rücken gekehrt. (Bild: 2026 Getty Images/Amy Sussman)
In der Erfolgsserie „Yellowstone“ wurde Luke Grimes als wortkarger Cowboy Kayce Dutton weltweit bekannt. Während die Serie zum globalen Phänomen wurde, veränderte sich auch sein eigenes Leben radikal. Heute lebt der Schauspieler nicht mehr in Los Angeles - sondern in einer Kleinstadt in Montana.
„Als ich 'Yellowstone' angefangen habe, lebte ich noch in L.A.“, erzählt Grimes im Gespräch mit der Agentur teleschau. „Am Ende der Serie wohnte ich plötzlich in einer kleinen Stadt mit gerade einmal 700 Einwohnern in Montana.“ Diese Veränderung habe seinen Blick auf Erfolg völlig verschoben. Statt Hollywood-Tempo schätzt der Schauspieler inzwischen vor allem Ruhe und Bodenständigkeit. „Ich habe viel über das Leben in einer kleinen Stadt gelernt - über dieses ruhigere Leben. Dafür bin ich wirklich dankbar.“
Luke Grimes über seine Serien-Rolle: „Er trägt sein Herz offen“

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„Er trägt sein Herz offen“: Luke Grimes als Kayce Dutton in der Serie „Marshals“. (Bild: Paramount+)
In seiner neuen Serie 'Marshals' (jetzt auf Paramount+) kehrt Grimes erneut als Kayce Dutton zurück - diesmal jedoch als Mitglied einer Eliteeinheit der U.S. Marshals. In Montana jagt er gefährliche Flüchtige und wird täglich mit Situationen konfrontiert, die für Außenstehende kaum vorstellbar sind. Die Serie zeigt nicht nur actionreiche Einsätze, sondern auch das enge Band innerhalb des Teams - und den emotionalen Preis, den dieser Beruf fordert. Kayce muss dabei nicht nur Verbrecher jagen, sondern auch als Witwer seinen Sohn großziehen.
Gerade diese Mischung aus Stärke und Verletzlichkeit fasziniert Grimes an der Figur. „Er hat ein riesiges Gefühlsleben“, sagt der Schauspieler. „In klassischen Western sieht man oft nur dieses Macho-Getue - viel Härte, wenig Gefühle.“ Bei Kayce sei das anders. „Er kann wie ein Badass wirken - und gleichzeitig alles fühlen. Er trägt sein Herz offen.“
Neben der Schauspielerei spielt Musik eine immer größere Rolle in Grimes' Leben. Sein Song „Haunted“ ist auch in der Serie zu hören - ein sehr persönliches Stück über Verlust und Erinnerungen. „Der Song entstand aus etwas, das ich selbst erlebt habe“, gesteht Grimes gegenüber teleschau. „Er handelt davon, wie man von einer vergangenen Liebe noch verfolgt wird.“ Als das Lied später unter eine Szene der Serie gelegt wurde, habe plötzlich alles zusammengepasst. „Die Themen sind ähnlich: Verlust, Vergangenheit, Dinge, die einen nicht loslassen.“
„Ich habe ein Gefühl entdeckt, von dem ich nicht wusste, dass ich es empfinden kann“
Parallel zu seinem beruflichen Erfolg hat sich auch sein Privatleben stark verändert. Grimes ist inzwischen Vater - eine Erfahrung, die ihn tief geprägt hat. „Ich habe ein Gefühl entdeckt, von dem ich nicht wusste, dass ich es empfinden kann“, sagt er über das Vatersein. Viele Dinge in seinem Leben hätten sich dadurch neu sortiert. Beruflicher Erfolg sei wichtig - aber Familie habe eine ganz andere Bedeutung.
Trotz des Erfolgs versucht Grimes, sein Leben bewusst einfach zu halten. Tiere auf seiner Farm in Montana hat er bislang noch nicht - auch wenn das viele erwarten würden. „Ich bin zu viel unterwegs zwischen Dreharbeiten und Musik-Tour“, sagt er. „Das wäre einem Tier gegenüber einfach nicht fair.“ Die Mischung aus Schauspiel, Musik und Familie fühlt sich für ihn dennoch genau richtig an. „All diese Dinge - meine Familie, der Umzug nach Montana und die Arbeit - sind fast gleichzeitig passiert. Und irgendwie hat sich alles genau richtig gefügt.“ (tsch)

