„Wer wird Millionär?“ Kandidat darf nochmal bei Jauch ran – es endet unerwartet

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Wer wird Millionär: Niklas Bayer (genannt „Eynck“) erhält auf dem Ratestuhl von Moderator Günther Jauch in der Sendung am 5. Februar eine zweite Chance.

Köln – Mit dem Absturz von 125.000 Euro auf 1000 Euro legte Kandidat Niklas Bayer (genannt „Eynck) am 11. Januar bei „Wer wird Millionär – Das große Zockerspecial“ nach anfänglichem Höhenflug eine Bauchlandung hin – dennoch war die Freude im Nachgang groß. Weil eine Frage nicht ganz eindeutig gestellt war, stellte RTL ihm eine zweite Chance in Aussicht. In der Sendung am Freitag (5. Februar) war es soweit.

  • „Wer wird Millionär – Das große Zockerspecial am 5. Februar
  • Kandidat Niklas Bayer darf erneut zu Günther Jauch
  • Dortmunder spielt bei „Wer wird Millionär“ erneut um 2 Millionen Euro

So nahm der Dortmunder erneut auf dem Ratestuhl von Moderator Günther Jauch (64) Platz – in der großen Hoffnung, diesmal ohne Störgeräusche auf die Jagd nach 2 Millionen Euro gehen zu können.

„Wer wird Millionär?“: Kandidat scheitert im zweiten Anlauf früh

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Doch im zweiten Anlauf lief es für dem Kandidaten alles andere als reibungslos. Bayer, der beim ersten Versuch erst durch die unklar gestellte Frage bei 125.000 Euro ins Straucheln geraten war, musste diesmal früh zu Jokern greifen. Er kam schon bei der 32.000 Euro-Frage ordentlich ins Schwitzen.

Sie lautete: „Wer überschritt im Frühjahr 2020 zum ersten Mal die Marke von 100.000 Mitgliedern?“ Die Antwortmöglichkeiten:

  • FC Bayern München
  • Bündnis 90/Die Grünen
  • Deutscher Alpenverein
  • IG Metall

Bayer entschied sich für den Publikumsjoker und vertraute den über 50%, die sich für den Deutschen Alpenverein entschieden hatten – und damit falsch lagen. Während der Alpenverein über eine Million Mitglieder hat, knackten die Grünen im vergangenen Jahr erstmals die Marke. Erneut fiel Bayer auf 1000 Euro zurück.

„Bis zum nächsten Mal“, verabschiedete er sich mit Galgenhumor bei Jauch.

WWM: Kandidat Niklas Bayer bekommt zweite Chance bei Jauch 

Beim ersten Anlauf im Januar spielte sich der 31-Jährige geschickt bis zur 125.000-Euro-Frage und die klang erstmal ganz harmlos: „Wer ist im bekannten Volkslied 'Die Vogelhochzeit‘ der Bräutigam?“

  • A: Amsel
  • B: Drossel
  • C: Fink
  • D: Star

Der Psychologe war unsicher und setzte sicherheitshalber seinen Zusatzjoker. Der riet ihm, sich für A und somit die Amsel zu entscheiden. Ein Fehler – der Niklas auf 1000 Euro stürzen ließ.

WWM: Frage zur „Vogelhochzeit“ sorgt für Wirbel

Was er da noch nicht ahnte: Die Frage würde für Wirbel sorgen. Denn der in der Show gestellten Frage liegt die allgemein bekannte Textfassung zugrunde, die Heinrich Hoffmann von Fallersleben und Ernst Richter 1842 in ihrer Sammlung „Schlesische Volkslieder mit Melodien“ veröffentlichten: „Es wollt‘ ein Vogel Hochzeit machen, in dem grünen Walde. Didirallala, didiralla, rallala. Die Drossel war der Bräutigam, die Amsel war die Braute.“

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts, als das Lied durch die Wandervogelbewegung deutschlandweit bekannt wurde, setzte sich diese Textversion gegen eine „konkurrierende“ Fassung durch, in der das Brautpaar aus Gimpel und Amsel besteht. In den folgenden Jahrzehnten wurde die „Vogelhochzeit“ zu einem der beliebtesten Volks- und Kinderlieder – mit der Drossel als Bräutigam und der Amsel als Braut.

WWM: Kandidat bekommt wegen Frage zu „Vogelhochzeit“ zweiten Versuch

Allerdings existierten schon mehr als 200 Jahre bevor sich Heinrich Hoffmann von Fallersleben mit Volksliedern beschäftigte mehrere gereimte Texte, die von Vogelhochzeiten handelten, so z.B. ein Lied namens „Der Stigelitz“, in dem die Rollen des Brautpaares vertauscht sind: „Die Amsel war der Bräutigam, die Drossel war die Braute, die war gar schön gezieret, trug ob ein Kranz von Raute.“ 

Je nachdem welche Version gemeint ist, ist so also eine andere Antwort korrekt. Um Ungereimtheiten zu vermeiden hat RTL entschieden, dem unglücklich ausgeschiedenen Niklas Bayer-Eynck also nochmal eine zweite Chance zu geben. (mei)

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