Neuer Tatort-VertragNoch drei Jahre! Darum machen Bär und Behrendt weiter

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Mit Freude bei der Arbeit: Dietmar Bär (r.) und Klaus J. Behrendt (l.)  posieren mit Regisseur Kaspar Heidelbach  am Set ihres neusten Kölner „Tatorts“ für unseren Fotografen. 

Gerade rauscht eine Rücktritts-Welle über den Lieblingskrimi der Deutschen.

Sabine Postel und Oliver Mommsen, Sibel Kekilli, Andreas Hoppe – alle (bald) weg. Harald Schmidt – weg, bevor er richtig da war.

Die Kölner Kommissare Dietmar Bär (56) und Klaus J. Behrendt (57) hingegen haben auch nach 20 Jahren noch richtig Lust...

Alles zum Thema Harald Schmidt

Am Sonntag lief ihr Jubiläums-Fall „Nachbarn“ (hier unsere Kritik nachlesen), aber sie drehen aktuell schon wieder, für den übernächsten Film namens „Bausünden“. Wir gratulierten beim Besuch am Set zum Dienstjubiläum.

Die gute Nachricht: An Rente denken sie noch lange nicht. Denn der „Tatort“-Vertrag von „Ballauf“ und „Schenk“ läuft noch drei Jahre – und sie wollen ihn definitiv erfüllen.

„Rente?! So fühle ich mich noch nicht“, erklärte Behrendt dazu. „Das kann man mich mit 80 noch mal fragen.“

Dass gerade so viele ihrer Kollegen aufhörten, ist für seinen Kollegen Bär der normale Zyklus. „Kommen und Gehen und Wettbewerb gehören in der Branche dazu, dafür sind in den vergangenen Jahren auch viele hinzugekommen.“

Auch WDR-Fernsehdirektor Jörg Schönenborn sagt, einer „Silberhochzeit“ mit den Kölner Publikums-Lieblingen, die inzwischen beide in Berlin leben, stehe aus seiner Sicht nichts im Wege. „Die beiden sind ein tolles Team, das gut zum WDR passt.“

Damit könnten sie zum „Tatort“-Rekordteam mutieren. Für Bär kein schlechter Gedanke. Man dürfe ruhig auch mal auf Bewährtes setzen, sagte er im Interview.

Experimente wie der umstrittene Improvisations-Krimi „Babbeldasch“ aus Ludwigshafen wären bei ihnen schwer vorstellbar. „Viele Menschen freuen sich über das klassische Ritual mit uns“, meint Dietmar Bär. „Die Zuschauer mögen das, es geht immer nur um gute Unterhaltung.“ Von den vielen neuen Teams seien viele Zuschauer verunsichert.

Und Behrendt vergleicht die Situation zum Dienstjubiläum mit der Bundesliga: „Jede Mannschaft spielt einen anderen Stil, jede Mannschaft hat andere Fans. Und wir spielen im oberen Viertel.“ Keine Falsch-Aussage!