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Hollywood-Stars sind scharf drauf Das steckt hinter der Netflix-Doku „Tiger King”

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Tiger King, der Country- und Westernsänger Joe Exotic, ist der Hauptdarsteller in „Tiger King: Murder, Mayhem and Madness”.

Los Angeles – Wenn Corona nicht wäre, dann gäbe es in Amerika nur ein Thema: „Tiger King“. Die Netflix-Dokuserie mit dem deutschen Titel „Großkatzen und ihre Raubtiere“ hat Millionen infiziert.

„Tiger King”: In zwei Tagen unter den Top10 bei Netflix 

Klar, dass Hollywood die Faszination mit dem skurrilen Country-Sänger und Zoo-Besitzer Joseph „Exotic Joe“ Maldonado-Passage ausschlachten will.

Stars von Jared Leto bis Kim Kardashian („Habt ihr auch schon Tiger King gesehen, es ist crazy!“?) machen nicht nur freie Werbung auf Social Media, sie reißen sich sogar um Rollen in einer zukünftigen TV-Serie.

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Die Hauptfigur der Dokumentation – „Exotic Joe“ – sitzt im Knast. Er hatte einen Auftragskiller angeheuert, um die Tierschützerin und Erzrivalin Carol Baskin zu beseitigen. Eine weitere Hauptfigur in der Serie ist Joes großes Vorbild Bhagavan „Doc“ Antle, ein Zoo-Betreiber mit Promi-Connections, der gleich drei Ehefrauen haben soll.

„Tiger King”: Netflix-Serie geht viral

Es war Jared Leto, der den „Tiger King“-Hype in Hollywood anfachte. Kein Wunder, geht es in der wahren, irren Story doch um illegal gezüchtete Raubkatzen, Sex, Mord, Betrug, Korruption, Polygamie, Crystal Meth und vor allem Rache.

Bereits zum Auftakt der Serie hatte der Oscargewinner eine Online-Viewingparty geschmissen. Dazu verkleidete er sich als „Joe Exotic“ und bewarb sich mit einem PR-Hashtag #JaredLetoTigerKing für die Hauptrolle.

Auf die hat es auch Comedian Dax Shepard abgesehen. Der Ehemann von Kristen Bell pappte per Photoshop sein Gesicht auf das von „Joe Exotic“ und postete es.

Edward Norton hielt direkt dagegen und brachte sich selbst ins Gespräch. Der „Fight Club“-Star an Shepard: „Geh mir aus dem Weg, Junge. Du bist viel zu jung und durchtrainiert für die Rolle.“ (Joe Exotic ist 57, Shepard 45, Norton ist 50)

Auch Jessica Chastain und Bryce Dallas Howard – die rothaarigen Schauspielerinnen werden öfter verwechselt – würden gerne in einer „Joe Exotic“-Serie mitspielen. Dallas Howard: „Der Kampf beginnt!“ 

Brittney Spears wurde eher unfreiwillig auf Social Media in die Saga eingebunden. Denn plötzlich machen auf Twitter Fotos von ihr bei den Video Music Awards 2001 die Runde. Die zeigen die Pop-Prinzessin sowohl mit Baskin als auch mit Doc Antle, der ihr einen Tiger für ihren „Slave 4 U“-Auftritt zur Verfügung gestellt hatte. 

„Tiger King”-Star verurteilt

Cardi B setzt sich dafür ein, dass „Joe Exotic“ aus dem Gefängnis entlassen wird, obwohl er noch 22 Jahre abzusitzen hat. Sie kündete per Twitter eine Spendenaktion für ihn an. 

Die TV-Serie steckt noch in den Kinderschuhen, doch hat Produzent Robert Moor schon Pläne, die genauso irre wie die Handlung klingen: „Am liebsten wäre mir, wenn Margot Robbie sich in 'Joe' verwandeln würde. Sie hat dieselben Augen wie er. Sie wäre einfach perfekt.” Als Alternative hat er Sam Rockwell auf dem Zettel. „Doc“ Antle“ soll John C. Reilly spielen.

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Währenddessen genießt der „Tiger King“ seinen Ruhm hinter Gittern. Er bekommt Hunderte von Emails täglich – von Fans und von Hatern. Mit Schadenfreude hat er vernommen, dass die Dokumentation seiner Erzfeindin Carol Baskin Ärger einbringt. In der Doku behauptet er immer wieder, dass die Tierschützerin ihren zweiten Mann Jack „Don“ Lewis umgebracht und an ihre Raubkatzen verfüttert hat.

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Tiger King, der Country- und Westernsänger Joe Exotic, ist der Hauptdarsteller in „Tiger King: Murder, Mayhem and Madness”.

Der Multi-Millionär ist seit 1997 spurlos verschwunden. Jetzt kündigte der Polizeichef von Hillsborough County (Baskins Tierpark liegt in seinem Bezirk) per Twitter an, dass er den 23 Jahre alten Fall noch einmal aufrollen will: „Da dank Netflix und Covid19-Quarantäne der Tiger King in aller Munde ist, wäre es eine gute Gelegenheit, nach neuen Indizien zu suchen“. Baskin behauptet, ihr Mann habe sich nach Costa Rica abgesetzt.

Sogar Gwyneth Paltrow schaltet sich in die Social Media-Diskussion um Baskins Schuld oder Unschuld ein. Dass man auf Twitter sagt, Amerika halte Baskin für eine Mörderin, kommentiert die Oscar-Preisträgerin mit „Es gibt eigentlich keine andere Erklärung.“

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