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Interview bei Oprah Kate brachte Meghan zum Weinen, Harry hofft auf Versöhnung

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Herzogin Meghan sprach im Interview mit Oprah Winfrey auch über das Verhältnis zu Schwägerin Kate.

Los Angeles – Meghan und Harry haben ausgepackt. Bei dem mit Spannung erwarteten Interview von Prinz Harry und Herzogin Meghan bei US-Talkmasterin Oprah Winfrey in der Nacht zum 8. März auf dem US-Sender CBS, berichteten beide über Rassismus und Selbstmordgedanken. Am Montag, 8. März, läuft das Interview in voller Länge im Programm von RTL (ab 15 Uhr). 

  • Harry und Meghan sprechen bei Oprah von Rassismus und Selbstmordgedanken
  • Meghan wieder schwanger – Geschlecht des Babys verraten
  • RTL-Programm am Montag: Harry und Meghan sprechen über ihre Ablösung vom britischen Königshaus

Es ist das Interview, auf das die halbe Welt gewartet hat – und die Royal-Fans wurden nicht enttäuscht. Mit deutlichen Worten haben Herzogin Meghan und Prinz Harry ein erschütterndes Bild des britischen Königshauses gezeichnet. Persönliche Angriffe gegen Mitglieder der royalen Familie vermied das Paar. Doch brisant sind die Aussagen im Interview mit US-Moderatorin Oprah Winfrey dennoch. Immer wieder kam die Sprache auf Rassismus - und Meghan berichtete ausführlich von Selbstmordgedanken.

Herzogin Meghan spricht über Selbstmordgedanken

„Ich wollte einfach nicht mehr am Leben sein“, sagte Meghan in dem mit Spannung erwarten Interview des US-Senders CBS am Sonntagabend (Ortszeit) über ihre Zeit, in der sie mit Sohn Archie schwanger war. „Ich dachte, es würde die Situation für alle lösen.“

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US-Moderatorin Oprah Winfrey (r) spricht bei einem Interview mit Prinz Harry von Großbritannien und seiner Ehefrau Herzogin Meghan. Das Interview wird am 8. März bei RTL ausgestrahlt.

Es sei keine abstrakte Idee mehr gewesen. Von der königlichen Familie fühlten sich der Enkel von Queen Elizabeth II. und seine Frau im Stich gelassen - gerade beim Thema Rassismus. In den Jahren, die Meghan im Palast verbrachte, sei nie ein Familienmitglied gegen rassistische Angriffe und „koloniale Untertöne“ in der Berichterstattung aufgestanden, kritisierte Harry. „Das hat weh getan.“

Im Gegenteil: Rassismus hat das Paar nach eigenen Worten auch von der engeren Familie erfahren. Als sie mit Söhnchen Archie schwanger war, habe es Bedenken gegeben, „wie dunkel seine Haut sein könnte, wenn er geboren wird“, sagte Meghan.

Rassismusvorwürfe: Sorge um Baby Archies Hautfarbe

Während sie alle anderen Fragen offen beantworteten, schwiegen sich die Eheleute hier aber über die Details aus. Er werde nie sagen, wer mit ihnen darüber gesprochen habe, betonte Harry. Und Meghan sagte, sie wolle sich nicht genauer äußern, weil dies „sehr schädlich“ für einige Personen wäre. Es sei aber wohl klar, dass ein dunkelhäutiges Baby ein Problem für den Palast gewesen wäre. Die Mutter der 39-Jährigen Amerikanerin ist schwarz.

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Das Interview mit Prinz Harry und Herzogin Meghan lockte die royalen Fans vor den Fernseher.

Mit großem Trommelfeuer hatte der US-Sender CBS das Interview beworben und mit mehreren Clips die Stimmung angeheizt. Schon vor der Ausstrahlung wirkte die Stimmung zwischen dem Paar, das vor rund einem Jahr mit Archie in Meghans Heimat USA ausgewandert war, und dem Palast vergiftet. Zwar äußerten sich Queen und Co. nicht zu dem Interview und gingen demonstrativ ihren täglichen Pflichten nach. Doch in der britischen Öffentlichkeit gerieten Meghan und Harry schwer unter Beschuss.

Interview mit Oprah Winfrey: Meghan lobt Herzogin Kate als „gute Person“

Es sei eine Frechheit, dass sie an der Ausstrahlung festhielten, obwohl Harrys Großvater Prinz Philip im Krankenhaus liegt, hieß es. Der Druck wurde immer größer: Aus dem Palast wurden Mobbing-Vorwürfe gegen die Herzogin durchgestochen, die nun untersucht werden sollen, und auch die Arbeit der Wohltätigkeitsorganisation des Paares, Sussex Royal, wird nun unter die Lupe genommen.

Doch das Paar bemühte sich sichtlich, nicht alle Brücken einzureißen. Harry nannte seine Großmutter, die Queen, als Vorbild. Herzogin Kate hat Meghan Markle ihrer Darstellung zufolge zum Weinen gebracht. Ein paar Tage vor der Hochzeit von Meghan mit Prinz Harry 2018 sei Kate über das Kleid eines Blumenmädchens verärgert gewesen, sagte Meghan in dem Interview. „Und es brachte mich zum Weinen. Und es hat wirklich meine Gefühle verletzt“. Danach habe die Frau von Prinz William sich allerdings entschuldigt und ihr Blumen geschenkt, sagte Meghan. Anschließend lobte sie ihre Schwägerin, Prinz Williams Ehefrau Kate, als „gute Person“ und widersprach damit Berichten über einen Bruch.

Prinz Harry hofft auf Versöhnung mit Prinz William und Prinz Charles

Und auch mit seinem Bruder William hofft Harry auf eine Versöhnung. „Zeit heilt alle Wunden, hoffentlich“, sagte er. Nur seinen Vater Charles kritisierte der Prinz. „Ich werde ihn immer lieben, aber es gab sehr viele Kränkungen.“ Er fühle sich im Stich gelassen, obwohl der Thronfolger ihn doch eigentlich verstehen müsse - eine klare Anspielung auf die Turbulenzen um seine Mutter Prinzessin Diana, die 1997 auf der Flucht vor Paparazzi bei einem Verkehrsunfall ums Leben kam.

Das am Sonntagabend (Ortszeit) zur besten US-Sendezeit ausgestrahlte Gespräch war das erste Interview von Meghan und Harry, seitdem das Paar seine royalen Pflichten aufgegeben hatte.

Herzogin Meghan erwartet ein Mädchen

In zwei Stunden - inklusive zahlreicher Werbeblöcke - ließ Moderatorin Oprah Winfrey kaum ein Thema aus. Und erhielt einige Exklusivnachrichten. Sie hätten bereits drei Tage vor der weltweit übertragenen Traumhochzeit im ganz privaten Kreis geheiratet, erzählte Meghan. Und dass das zweite Kind, das sie derzeit erwartet, ein Mädchen sein wird. „Einen Jungen zu haben und ein Mädchen, was kann man mehr wollen?“, sagte Harry. Die beiden wollten es aber bei zwei Kindern belassen.

Das Baby wird im Sommer erwartet. Bis dahin will Großbritannien die Corona-Pandemie weitestgehend überstanden haben, die derzeit ein Familientreffen im Haus Windsor verhindert. Gespannt wartet das Land darauf, ob auch die Royals dann die Reisefreiheit nutzen werden.

Ausgewählte Zitate aus dem CBS-Interview:

  • „Ich wollte einfach nicht mehr am Leben sein.“
  • „Ich dachte, es würde die Situation für alle lösen.“ (Meghan zu ihren Selbstmordgedanken angesichts des immensen Drucks im Königshaus)
  • „Meine größte Sorge war, dass sich die Geschichte wiederholt.“ (Harry über Parallelen beim tragischen Tod seiner Mutter Diana zu der Behandlung seiner Frau Meghan)
  • Es habe Bedenken und Gespräche darüber gegeben, „wie dunkel seine Haut sein könnte, wenn er geboren wird.“ (Meghan über Rassismus gegenüber ihr und ihrem Sohn Archie)
  • „Sie haben von Beginn unserer Beziehung an angegriffen und so sehr zum Rassismus aufgewiegelt, deshalb hat sich unser Risiko verändert.“
  • (Meghan über Rassismus der britischen Boulevardmedien)
  • „Ich kenne die Institution (Monarchie) nicht, deshalb wurde uns gesagt, wir sollen schweigen.“ (Meghan zu Einschränkungen ihres Lebens durch den Palast)
  • „Sie ist eine gute Person.“ (Meghan über Herzogin Kate)
  • „Ich fühle mich wirklich im Stich gelassen, weil er durch etwas Ähnliches gegangen ist.“ (Harry über die Enttäuschung gegenüber seinem Vater Prinz Charles)
  • „Ich habe aber das, was meine Mutter mir hinterlassen hat. Und ohne das hätten wir das nicht geschafft.“ (Harry über seine finanzielle Situation, nachdem der Königspalast die finanzielle Unterstützung für ihn einstellte)
  • „Es ist ein Mädchen.“ (Harry darüber, dass Meghan und er ein Mädchen erwarten)
  • „Ich denke, das Highlight für mich ist, ihn hinten aufs Fahrrad auf seinen kleinen Kindersitz zu setzen und ihn auf Radtouren mitzunehmen.“ (Harry über seine Lieblingsbeschäftigung mit Sohn Archie)

Eine Analyse von Meghans Interview-Outfit zeigte schon vor der Ausstrahlung: Die Herzogin hat für ihren großen Auftritt kein Teil zufällig gewählt.

Harry und Meghan bei Oprah: Armani-Kleid schon ausverkauft

Ausschnitte und Fotos aus dem Interview hatten bereits vorher gezeigt, welches Outfit Meghan für das Gespräch gewählt hatte. Die 39-Jährige trägt ein elegantes schwarzes Kleid der Marke Giorgio Armani – laut „Vogue“ war das ca. 3900 Euro teure Kleid kurz nach Veröffentlichung des Interview-Trailers im Online-Shop von Armani ausverkauft.

Zu dem schlichten Kleid kombinierte Meghan schwarze Pumps und im Nacken zusammengebundenes Haar. Zwei dunkle Haarsträhnen umspielten ihr Gesicht. Die schwarzen Heels trug Meghan bereits auf ihrer Verlobung und auf ihrer Hochzeit.

Während ihr schlichtes, aber gleichzeitig elegantes Outfit offenbar nicht von der Seriosität des Themas ablenken sollte, lohnte ihr Schmuck einen zweiten Blick.

Bei Oprah: Meghan trägt Armband von Prinzessin Diana

Meghan trug nämlich ein Tennis-Armband, das einst Prinzessin Diana gehörte – eine Hommage an die verstorbene Mutter ihres Ehemannes. Auch Meghans dunkles Augen-Make-Up könnte an ihre verstorbene Schwiegermutter anspielen. Während ihres skandalösen TV-Interviews mit dem Sender BBC im Jahr 1995 hatte Prinzessin Diana ihre Augen ebenfalls dunkel umrandet.

Bereits vor der Ausstrahlung des Interviews sorgten die beiden veröffentlichten Trailer für jede Menge Gesprächsstoff. So war Harry in einem der 30-sekündlichen Clips zu sehen, wie er gegenüber Oprah ganz offen zugibt: „Ich bin wirklich erleichtert und glücklich, hier zu sitzen und mit Ihnen zu sprechen, mit meiner Frau an meiner Seite.“

Meghan ähnelt immer mehr Wallis Simpson

Meghan hatte das britische Königshaus in der Vergangenheit ins Wanken gebracht. Erst sagten Prinz Harry und sie sich von den Royals los, jetzt macht sie ehemaligen Mitarbeitern schwere Vorwürfe, die wiederum gegen Meghan schießen.

Einige Beobachter stellen bei den Schnipseln des Interviews nun Parallelen zu Wallis Simpson fest. Einer Frau, die bei den britischen Royals in den 1930er Jahren ebenfalls für Furore sorgte. Für sie verzichtete der Onkel der Queen, Edward VIII. auf den Thron, was damals ein schwerer Schlag für die Monarchie war. Zumal Wallis gute Kontakte zu Nazi-Größen pflegte, was eine große Gefahr war und viel Konfliktpotenzial barg.

Wallis Simpson

Wallis Simpson auf einem Portrait aus den 1930er Jahren. Ihr Outfit ähnelt dem, welches Meghan Markle nun bei einem Interview trug sehr.

Nicht nur die Abneigung gegenüber den Royals und den adligen Gepflogenheiten sowie die Beeinflussung ihrer Männer scheint Meghan und Wallis Simpson zu einen, auch äußerlich ähnelt Meghan Wallis in diesem Interview sehr. Tritt Meghan in Wallis Simpsons Fußstapfen?

Harry und Meghan sind kein Teil mehr vom Königshaus

Harry und Meghan hatten Mitte Februar den finalen Schnitt weg von der britischen Krone vollzogen. Der Herzog und die Herzogin von Sussex würden nicht mehr als arbeitende Mitglieder des Königshauses zurückkehren, teilte der Buckingham-Palast mit.

Damit verliert das Paar auch seine zahlreichen Schirmherrschaften und Harry seine militärischen Ehrentitel. Man bleibe den Organisationen aber weiterhin eng verbunden, teilte das mittlerweile in Kalifornien lebende Paar später mit.

Prinz Harry: „Sorge, dass sich die Geschichte wiederholt!“

Zu ihrem Ausstieg sagte Harry: „Es war unglaublich hart für uns beide, aber zumindest hatten wir uns.“ So zog er auch einen Vergleich zu seiner Mutter Diana, die sich ebenfalls vom Königshaus lossagte. „Meine größte Sorge war, dass sich die Geschichte wiederholen könnte“, sagte der Sohn der 1997 bei einem Verkehrsunfall gestorbenen britischen Prinzessin Diana. (nb/ta/susa) 

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