„Maischberger“ Ex-Fußballer mit drastischer Suff-Beichte – so viel trank er täglich

Borowka Maischberger

Ex-Fußballstar Uli Borowka trank nach eigener Aussage täglich eine Kiste Bier, eine Flasche Wodka und eine Flasche Whisky.

Köln – Beim Thema Alkohol standen bei Sandra Maischberger am Mittwochabend weniger die hitzige Diskussion, dafür umso mehr die Berichte von Betroffenen im Vordergrund – allen voran die erschütternden Schilderungen von Schauspielerin Nina Bott aus ihrer Kindheit mit einer alkoholkranken Mutter. Deren Sucht bezeichnet sie als „Selbstmord auf Raten“.

Bott Maischberger

Nina Bott (l.) sprach bei Sandra Maischberger über ihre Erfahrungen mit einer alkoholkranken Mutter.

Ihre Familie habe nicht gewusst, in welchem Zustand sie die Mutter nach jedem erneuten Absturz im Krankenhaus vorfinden werde.

Unter der Co-Abhängigkeit habe sie jahrelang gelitten. Als ihre Mutter endlich den Weg aus der Krise gefunden habe, sei es körperlich zu spät gewesen – Botts Mutter starb mit 51 Jahren.

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Nina Bott hatte bereits zuvor ausführlich über ihre Mutter gesprochen (hier mehr lesen)

Borowkas Doppelleben als Fußballer und Trinker

Drastisch auch die Berichte von Ex-Fußballstar Uli Borowka. Obwohl nicht neu und in seinem Buch „Volle Pulle. Mein Doppelleben als Fußballprofi und Alkoholiker“ 2012 verarbeitet, konnte man als Zuschauer erneut verblüfft sein, wie sich Leistungssport und Alkoholsucht offenbar über Jahre irgendwie miteinander vertrugen. 

Täglich eine Kiste Bier, eine Flasche Wodka und eine Flasche Whisky hat der Werder-Bremen-Kicker nach eigener Aussage zeitweise getrunken.

„Ich hatte morgens keinen dicken Kopf, mir war nicht schlecht, und ich konnte trainieren“, erinnerte sich Borowka. Trotz Deckung durch Trainer und Management flog Borowka natürlich auf, es folgte ein jahrelanger Absturz.

Heute engagiert sich der 55-Jährige in der Suchtprävention. Er kritisiert, dass Alkohol hierzulande Kulturgut und überall präsent sei.

Warum es ein bayerischer Gastronom schwer hat

Runde Maischberger Alkohol

Bei Sandra Maischberger ging es am Mittwochabend um das Thema Alkohol und seine Gefahren.

Relativ allein in der Runde fand sich Gastronom und Bierbrauer Bernhard Sitter. Auch äußerlich mit Bauch und kurzer Lederhose die Verkörperung der bayerischen Lebensart, hatte er argumentativ Probleme. „Bier ist ein Lebenselixier, wenn ich‘s vernünftig einsetze“, meint er. Man solle nicht saufen, sondern genießen.

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Um genau dieses Genusstrinken ging es allerdings auch dem Experten: Der Mediziner Helmut Seitz vom Klinikum Salem in Heidelberg warnt: „Auch geringe Mengen Alkohol könnten Darm- und Brustkrebs auslösen“. Insgesamt würde zu viel getrunken und die damit verbundenen Gefahren würden unterschätzt.

Mit fünf Promille ins Krankenhaus

Von den Gefahren des Alkohols konnte auch der dritte Betroffene in der „Maischberger“-Runde berichten. Wie Uli Borowka befand sich Henning Hirsch zeitweise ganz unten.

Der Unternehmer wurde  nach einer besonders hart durchzechten Woche mit über fünf Promille ins Krankenhaus eingeliefert, danach folgten 30 Entzugsprogramme, bis er es geschafft hatte.

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Als abstinenter Alkoholiker appelliert Hirsch, der ebenfalls ein Buch über seine Sucht geschrieben hat, an die Politik: Steuern hoch, Preise rauf, Abgabe erschweren, Werbung einschränken.

Denn jedes Jahr sterben laut der Drogenbeauftragten der Bundesregierung rund 20.000 Menschen an den direkten und indirekten Folgen von Alkoholmissbrauch. Im Jahrbuch Sucht wird sogar die Zahl von über 70.000 Toten genannt.

(red)

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