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Einst Fußballprofi, jetzt Trash-TV Pannewitz über größte Verfehlung und Felix Magath

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Kevin Pannewitz 2018 im Trikot des FC Carl Zeiss Jena – seiner letzten Profistation.

Phuket/Berlin – „Pannewitz ist Panne!“ So urteilte Fußball-Schleifer Felix Magath (66) einst über einen seiner Profis. Kevin Pannewitz (28). Der gebürtige Berliner galt als Mega-Talent, kickte schon mit 17 Jahren in der Zweiten Liga, wurde von „Quälix“ zum VfL Wolfsburg in die Erste Liga geholt. 

Kevin Pannewitz: Ex-Fußballprofi Kandidat im „Kampf der Realitystars“

Gewichtsprobleme und später ein Alkoholauftritt im Training verhinderten die ganz große Karriere jedoch. Ein Einsatz in Deutschlands höchster Spielklasse blieb ihm verwehrt, dafür sammelte er 37 Spiele in der Zweiten und 58 Partien in der Dritten Liga. Jetzt zieht es ihn ins Trash-TV. 

Ab dem 22. Juli ist er auf RTLZwei im „Kampf der Realitystars“ zu sehen. Im EXPRESS spricht Pannewitz über seine Verfehlungen, Felix Magath, die TV-Teilnahme und wer dort sein härtester Gegner war.

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Kevin Pannewitz in „Kampf der Reality-Stars“, einer neuen Reality-Show – das klingt spannend!

Ja, das wird mega, glaube ich. Die Tage, die ich da war, waren mega witzig und ich glaube davor ging auch schon ordentlich die Post ab. Ein witziges Format mit verrückten Leuten.

Wie kam es zur Teilnahme?

Das war eigentlich nur Zufall. Ich wurde einfach angeschrieben und gefragt, ob ich mal Lust habe, an einem TV-Format teilzunehmen. Dann habe ich mich hingesetzt und mir erklären lassen, wie sowas abläuft. Und aus reiner Neugier eigentlich, um das mal zu sehen, wie das funktioniert, welcher Aufwand dahinter steckt, wie es hinter den Kulissen aussieht, hab ich mitgemacht – und es nicht bereut.

Schon mal für andere Formate angefragt gewesen?

Gar nicht. Das war das einzige Format. Ich bin ja schließlich Fußballer.

Und jetzt in einer Riege mit Thorsten Legat und Ailton. Deren Karrieren hat das auch nicht geschadet.

Ja (lacht). Einfach Mensch zu sein, ist einfach. Wenn du ein gewisser Typ bist, musst du nicht viel machen. Thorsten Legat ist jemand mit einer großen Klappe, das kommt bei manchen Leuten gut an. Ailton ist ein verrückter und humorvoller Vogel. Ich bin nochmal ein eigener Typ, kann mich selbst aber schwer beschreiben. Das müssen die Leute dann sehen...

Kannten Sie die anderen Teilnehmer vorher alle?

Ich wusste ja nicht, wer mitmacht. Beim Einzug kannte ich lediglich drei meiner Mitbewohner.

Sind Sie vorher schon Reality-TV-Fan gewesen?

Nein. Ich bin nicht so der Fernsehgucker. Grade Reality TV hat mich bis dato nicht unbedingt interessiert. Das war im weiteren Verlauf der Show dann auch ein Nachteil. Melissa kannte ich durch die Geschichte mit Pietro. Und Willi durch seine Musik.

Wo wird mehr gezahlt? Im Profifußball oder im Reality-TV?

Kommt drauf an in welcher Liga man spielt. Das war mir aber gar nicht so wichtig. Ich hatte einfach Lust. Weil es mich wirklich interessiert hat, was da abgeht. Die ganzen Mitarbeiter haben alle einen Orden verdient. Was die da aufgebaut haben – richtig krass. Das war die Erfahrung, die ich machen wollte. Und was mich sehr interessiert hat: Die Leute, die immer heulen und so schnell sauer sind in diesen Shows. Ich konnte das nie verstehen. Daher war das mal gut zu sehen, warum. Dir fehlt die Familie und in der kurzen Zeit lebst du mit den Leuten da zusammen und schließt so schnell Freundschaften und baust Beziehungen auf. Da wird man schnell emotional.

Also sehen wir Sie weinen?

Ich bin eine Maschine, ich weine nie (lacht). Aber ins Stottern geraten bin ich, weil man erklären muss, was eigentlich nicht zu erklären ist. Das war ganz neu für mich.

Sind Sie aktuell noch in einer Fußballmannschaft? Welche Liga?

Ja, beim FC Amed in Berlin in der Kreisliga A. Da spiele ich immer noch. In der neuen Saison wird wieder angegriffen.

Was hat Ihre Freundin zur TV-Teilnahme gesagt?

Sie hat es „abgesegnet“. Ich war ja auch eine ganze Zeit lang weg, das war schon eine Erfahrung. Aber sie hat direkt gesagt: Mach das.

Es war bestimmt auch sehr schwer, Ihr Kind alleine zu lassen...

Total. Als ich da raus kam und telefonieren konnte, das war schon sehr emotional. Es ist ja klar, dass du dein Kind und deine Frau vermisst. Aber das war so hart, das hätte ich nicht gedacht.

Man hat ja viel gehört und gelesen – was war der Grund für nicht anhaltende Profi-Karriere, aus heutiger Sicht?

Die fehlende Reife. Das war das Ding. Zu Jena-Zeiten war da dann einfach nicht mehr der Wille, das Level zu halten. Es ist so wie es ist und alles gut so.

Hatten Sie auch Probleme mit dem „Geschäft“ Fußball?

Fußball ist ja ein schnelllebiges Geschäft. Jeder geht damit anders um. An sich ist das Fußballerleben ein entspanntes. Gerade im Gegensatz zu jemandem, der 50 Stunden die Woche arbeitet und noch Stress mit nach Hause nimmt. Da kommst du auf 20 Arbeitsstunden die Woche und das macht dir auch noch Spaß. Das Geschäft Fußball an sich ist dreckig – aber man kann das auch entspannt haben.

Sie kennen ja auch die andere Seite, haben als Möbelpacker und Müllmann gearbeitet.

Jeder macht seinen Job und das was ihm Spaß macht. Ich wollte das gerne machen. Das war ein anständiger Job, der hat mir auch Spaß gemacht. Dafür muss es ja auch Leute geben.

Lebt man als Fußballer in einer Blase?

Fußballer, die eine Menge Geld verdienen, sind vielleicht nicht glücklicher, aber sorgenfreier. Das ist so, wenn man einen anderen Lebensstandard hat. Ich habe Geschichten gehört, da helfen auch keine 150.000 Euro im Monat. Auch damit muss man richtig umgehen könne. Fußballer verdienen viel, müssen dafür aber auch auf vieles verzichten und vieles richtig machen.

Was war Ihre schlimmste „Verfehlung“ aus Profi-Sicht? Alkohol? Frauen?

Frauen gar nicht – einfach meine Undiszipliniertheit. Dass ich zu vielen falschen Zeitpunkten etwas gemacht habe, was man nicht machen darf. Ob falsche Ernährung oder anderes – ich bin oftmals ins Fettnäpfchen getreten. Das war fehlende Reife, ich habe es zu dem Zeitpunkt einfach nicht verstanden, was es heißt, Profi zu sein.

Trotzdem sagen Sie, Sie bereuen nichts...

Das hat mich zu dem gemacht, was ich heute bin. Das ist ok, damit kann ich leben. Ein, zwei Sachen würde ich vielleicht schon anders machen, aber es bringt mir ja nix, dem nachzutrauern.

Felix Magath hat Ihnen einen ziemlichen Stempel aufgedrückt („Pannewitz ist Panne“) – nehmen Sie ihm das übel?

Nein, das war seine Art. Jeder ist so, wie er ist. Vielleicht wollte er mich so kitzeln. Ihm das übel nehmen kann ich gar nicht, er hat mir eine Chance gegeben, für die ich ihm dankbar bin. Auch wenn ich mental nicht stark genug war, das durchzuhalten. Als junger Spieler braucht man auch mal einen Zuspruch. Das hat mir gefehlt um es zu packen. Was aber vollkommen ok ist.

Sehen wir Sie jetzt öfter im TV – bei Let’s Dance oder im Dschungelcamp – oder war das ein einmaliger Versuch?

Ich habe gesehen, wie es läuft und ziehe den Hut vor allen, die daran mitwirken. Die sind ja auch vier Wochen von ihren Familien getrennt. Mir hat es sehr gefallen. Sich neuen Herausforderungen zu stellen, macht immer Spaß, das würde ich gerne machen. Aber erstmal schauen, wie die „Kampf der Realitytstars“ jetzt ist und vielleicht bin ich ja der absolute „Dulli“. Ich hab mich so benommen wie immer und alles gemacht wie immer.

Und die anderen? Waren die auch so wie sie sind oder haben sie sich verstellt?

Das ist schwer einzuschätzen, ich kannte sie ja vorher nicht. Ich will da auch niemanden verurteilen, jeder hat eine Chance bekommen, sich im guten Licht dastehen zu lassen. Ob man sich verstellt, um gut dastehen zu können, das weiß ich nicht. Ich habe sie alle lieb gewonnen, hatte mit Keinem Probleme. Aber ich kann mir grundsätzlich vorstellen, dass man was macht, um besser dazustehen.

Neben den Reality-Momenten ging es in der Show ging es ja auch um den Wettkampf...

Und zum Ende hin wurde es doch immer härter. Lass euch überraschen.

Härter als Training in der Kreisliga?

Mit den Wetterbedingungen auf jeden Fall. Die Sonne war der Endgegner für mich. Aber auch den hab ich bezwungen.

Aber wohl kaum härter als Training mit Felix Magath…

(lacht) Da müsste ein Survival Camp kommen, auf der hintersten Insel in Norwegen bei Minusgraden. Dann könnte das mit Magath-Training mithalten. Aber ich war nie fitter als unter ihm – aber dafür hat man auch einiges gemacht. Da hat man sein Geld zu Recht bekommen, jeden Pfennig. Jedes Mal auf dem Weg zum Training dachtest du, heute ist der Tag, wo du sterben wirst, die schlimmste Einheit. Das ist echt nervenaufreibend. Du willst ja einfach nur Fußball kicken und nicht mit Medizinbällen laufen. Aber das war seine Methode und die hat ihn ja auch zum Meistertrainer gemacht.

Verfolgen Sie die Bundesliga noch?

Fußball ist mein Leben. Ich gucke mir das alles gerne an und das macht mir ja auch Spaß.

Wie sieht Ihr Alltag jetzt aus, haben Sie einen Job?

Vor dem Dreh Thailand war ich Möbelpacker. Jetzt bin ich ein bisschen auf der Suche. Ich will auch mal gucken, wie sich das jetzt entwickelt. Natürlich wäre es super, zu wissen, du gehst regelmäßig arbeiten, aber ich weiß noch gar nicht, in welche Richtung ich jetzt will. Ich weiß auch, dass ich es nochmal als Fußballprofi packen würde. Ich habe schon einmal mehr als 30 Kilo abgenommen und es zurück in die 3. Liga geschafft. Ich könnte wieder Profi werden. Ich weiß, dass ich es ein zweites Mal packen kann. Das wäre dann aber härter als jedes Training und jede Show zuvor.

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