„Die Höhle der Löwen“ Harte Verhandlung um Presize – so ging es nach der Show weiter

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„Die Höhle der Löwen“-Gründer Leon Szeli (l.) und Tomislav Tomov präsentierten am Montagabend ihre Software Presize.

Köln – Sie wollten das Geld der „Löwen“ und davon nicht gerade wenig: Tomislav Tomov (28) und Leon Szeli (27) erhofften sich von ihrem „Die Höhle der Löwen“-Auftritt am Montagabend ein Investment von 650.000 Euro für ihre Tech-Firma Presize.

Das ist Presize aus „Die Höhle der Löwen“

Die Münchner haben die Smartphone Body-Scanning-Software entwickelt, die den menschlichen Körper mit der Handy-Kamera innerhalb einer Minute vermisst. Anhand des Videos berechnet die Software im Hintergrund ein 3D-Modell des Körpers, die Maße werden ermittelt und in eine Größenempfehlung umgewandelt.

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Mit seiner persönlichen Size-ID muss man die Vermessung nur einmal ausführen und kann so in Online-Shops Kleidung eines jeden Anbieters größengerecht bestellen. Soweit das Konzept von Presize, dass das Problem von massenhaften  Retouren im Online-Handel lösen soll.

„Höhle der Löwen“: Welcher Investor pumpt 650.000 Euro in Presize?

Doch die Gründer suchten noch nach einem „Löwen“, der sie ganz nach vorne bringen sollte. Ihr Favorit: „Carsten Maschmeyer. Seine Vertriebserfahrung wäre einfach unglaublich hilfreich. Wir sind technisch sehr stark aufgestellt, aber die beste Technologie hilft nichts ohne starkem Vertrieb“, erklärten die jungen Gründer EXPRESS bereits vor der Show.

Aber welcher Investor teilte am Ende die Vision der Münchner, „dass die Software in jedem Online-Shop der Welt genutzt wird"?

„Ihr geht ein Thema an, was gigantisch groß ist“, war Ralf Dümmel gleich beeindruckt. Etwas stoischer ließ Maschmeyer den „Höhle der Löwen“- Pitch auf sich wirken − zunächst. Je mehr die Presize-Gründer über ihr Produkt erzählten, desto beeindruckter zeigte sich der Investor.

Gründer machen fetten Deal mit Carsten Maschmeyer in „Die Höhle der Löwen“

Doch ganz so einfach wollte es Carsten Maschmeyer den jungen Männern nicht machen. Für 650.000 Euro wollte der 61-Jährige mehr als zehn Prozent Firmenanteile. Eigentlich ein No-Go für die Gründer. Nach mehrfachem Hin und Her, hieß es dann aufatmen bei Tomislav und Leon: Sie verließen „Die Höhle der Löwen“ am Ende tatsächlich mit 650.000 Euro − und Carsten Maschmeyer bekam 15 Prozent der Unternehmensanteile.

„Wir wären auch bereit gewesen, ohne Deal wieder zu gehen“, kommentierten die Gründer die harten Verhandlungen gegenüber EXPRESS am Montagabend. Mussten sie aber glücklicherweise nicht.

Und wie sieht es heute, einige Monate nach der Aufzeichnung der „Höhle der Löwen“ für Presize aus? Die Zusammenarbeit mit Carsten Maschmeyer läuft.

„Höhle der Löwen“ -Deal: Was wurde aus der Zusammenarbeit von Presize und Carsten Maschmeyer?

„Der Deal wurde erfolgreich abgeschlossen und bereits notariell beurkundet“, sagten die Gründer auf Nachfrage und erklärten weiter: „Herr Maschmeyer lebt auch in München und wir treffen uns regelmäßig. Er hilft uns vor allem mit seinem Netzwerk und B2B-Vertriebsknow-how.“

Kurz nach dem Investment von Carsten Maschmeyer konnten die Gründer weitere Investoren für sich gewinnen. Insgesamt sind laut der beiden Gründer somit circa 2 Mio. Euro an Investorengeldern in Presize geflossen.

Da hatte Georg Kofler also mit seiner Einschätzung Recht: „Mit dem Carsten zusammen kann das was werden!“ (sp)

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