Erfolg? Denkste! „Höhle der Löwen“-Produkte werden teilweise für 10 Cent verramscht

Höhle_der_Löwen_Jury

Nicht jeder Deal, den die Investoren Carsten Maschmeyer, Judith Williams, Frank Thelen, Dagmar Wöhrl und Ralf Dümmel (von links) machen, zahlt sich aus.

Köln – Hungrige Gründer stellen ihr Produkt den Investoren vor, bekommen einen Deal und sahnen ab dann richtig ab. So stellen sich viele Zuschauer der VOX-Show „Höhle der Löwen“ den Gang der Dinge vor.

Das mag für den ein oder anderen Gründer auch gelten, doch manche haben – trotz Deal – nicht so viel Glück.

Die „Bild“ hat drei Produkte aufgespürt, bei denen es zwar für eine Kooperation mit einem Investor reichte, die aber absolute Ladenhüter sind – und jetzt verramscht werden.

„Höhle der Löwen“-Produkt 1: Der „Pannenfächer“

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Erfinder Richard Kaulartz und seine Familie stellten 2016 die Ergänzung zum Warndreieck vor, mit deren Hilfe der Autofahrer auch „Brauche Benzin“ und „Brauche Hilfe“ anzeigen kann. Der Deal brachte Kaulartz 75.000 Euro ein.

Preis pro Stück damals: 39,90 Euro. Bei Euroshop werden die Fächer aktuell für einen Euro verkauft. Die „Bild“ zitiert einen Euroshop-Manager: „Der Pannenfächer liegt schon zu lange bei uns. Wir reduzieren jetzt auf einen einen Euro für vier Stück.“

Wenn der Kunde dann nicht zuschlage, werde der Artikel entsorgt.

Produkt 2: Der Desinfektionsstick „Glasello“

Ebenfalls 2016 stellten José Llorens Garcia und Stevan Sokola diesen Stick vor, der Viren und Bakterien bekämpfen soll. Sie bekamen 125.000 Euro.

Bei Woolworth gab es den Stick zuletzt für 10 Cent statt der ursprünglichen 14,99 Euro zu kaufen – wohlgemerkt im Doppelpack.

Woolworth hatte den Preis so lange gesenkt, bis alles weg war. Es wäre teurer gewesen, die Produkte zu entsorgen. 

Produkt 3: „Catch Up“

Tobias Gerbracht sorgte letztes Jahr für Aufsehen: Mit 20 war er der jüngste Erfinder mit Deal in der Geschichte von „Die Höhle der Löwen“. 100.000 Euro bekam Gerbracht für die Auffangvorrichtung von Kleinteilen beim Saugen.

In wenigen Woolworth-Filialen entdeckten Kunden noch Restbestände, die für 2,99 Euro statt der ursprünglichen 14,99 Euro verkauft wurden.

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„Höhle der Löwen“-Investor Ralf Dümmel machte alle Deals klar

Bei allen drei Erfindungen schlug übrigens Investor Ralf Dümmel zu. Der sagt, angesprochen auf die Produkte: „Auch Ralf Dümmel ist keine Garantie, dass jedes Produkt ein Erfolg wird. 30 Prozent funktionieren nicht.“

Zumindest bei Gerbrachts „Catch Up“ relativiert Dümmel das Scheitern aber: „Tobias hat trotzdem richtig Geld verdient – vielleicht nicht so viel wie erhofft.“

(mah) 

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