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„Höhle der Löwen“ Nico Rosberg ist entsetzt, als Gründer plötzlich eine Tüte zückt

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Nico Rosberg hat der Drogen-Spruch eines Düsseldorfer Gründers während der „Höhle der Löwen“ geschockt. Der Ex-Formel-1-Star hat sich sofort aus dem Pitch verabschiedet.

Köln/Düsseldorf – Da landete „Die Höhle der Löwen“-Gründer Bilal Zafar (30) aber schwer im Fettnäpfchen − dabei lief es bis dahin so gut für den Düsseldorfer und seinen Pitch am Montagabend (14. September). Aber ein lustig gemeinter Drogen-Spruch kam bei Neu-„Löwe“ Nico Rosberg nicht gut an.

„Die Höhel der Löwen“: Gründer erklärt Fettnäpfen mit Nico Rosberg

„Das war's jetzt“, dachte Bilal in dem Moment, wie der EXPRESS nach der Sendung erzählt hat. „Dabei war das wirklich als Witz gemeint“, betont er noch einmal. Der Gründer des Online-Portals richtiggutbewerben.de rechnete nach der Witze-Panne mit Nico Rosberg damit, von allen Investoren abgelehnt zu werden. Aber der skeptischste „Löwe“ biss dann doch noch zu. „Das war eine echte Überraschung“, sagt Bilal rückblickend.

Düsseldorfer Gründer von richtiggutbewerben.de bei „Die Höhle der Löwen“

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Aber von vorne: Bilal Zafar und dein Bruder Adil (25) wagten sich mit ihrer Online-Plattform für Bewerbungen ins „Löwen“-Gehege. Bilal erzählte dabei von seiner Zeit als BWL-Student an der Heinrich-Heine-Universität. Als Studi ergatterte er immer Jobs „weil ich mich vernünftig beworben habe“, so der 30-Jährige.

Schnell wurde aus dem Talent ein Job. Bilal fing an, Bewerbungen seiner Kommilitonen zu korrigieren und zu optimieren: „Ich hab gemerkt, ich kann das gut – und Leute sind sogar bereit, Geld dafür zu zahlen“. Sein Bruder Adil sah schnell unternehmerisches Potenzial in Bilals „Nachhilfe“-Tätigkeit. Als Programmierer automatisierte Adil Abläufe und baute die Webseite richtiggutbewerben.de.

Die Idee: Bewerbungsexperten und Leute auf der Suche nach dem Traumjob zusammenzubringen. Mit gerade mal 1.000 Euro Startkapital stellten die Brüder ihr Start-up vor sechs Jahren von Düsseldorf aus auf die Beine. 

„Die Höhle der Löwen“: Düsseldorfer Brüder wollen 100.000 Euro von Investoren

Die Schwierigkeit: die Brüder sind mit ihrer Idee nicht allein auf dem Markt. Um sich auch international gegen die Konkurrenz durchzusetzen, brauchen sie Hilfe − am liebsten von den „Löwen“. Die Investoren aber suchen jede Woche einzigartige Geschäfte. Und Carsten Maschmeyer hat auf dem Gebiet schon einmal investiert.

Waren das also gute, oder eher schlechte Voraussetzungen für den Pitch? Die Brüder wollten immerhin 100.000 Euro für zehn Prozent der Firmenanteile. 

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Die Investoren machen es Bilal (l.) und Adil Zafar aus Düsseldorf nicht leicht. Aber schließlich geht es beim „Die Höhle der Löwen“- Pitch um viel Geld.

Die Düsseldorfer erklärten ihr Unternehmens-Konzept am Abend so: Kunden wählen das Produkt aus, z.B. „Komplette Bewerbung Basic“ (Kosten 99 Euro), das Design und die Branche, in der sie arbeiten. Anschließend geben Jobsuchende ihre Stärken, Schwächen und alle weiteren Infos ein, und können dazu Zeugnisse, etc. hochladen. Daraus stricken die Experten (z.B. Ex-Personaler) dann die Bewerbung, die der Kunde als Word-, oder PDF-Datei zugeschickt bekommt.

„Die Höhle der Löwen“: Carsten Maschmeyer bleibt bei Pitch kritisch

Während die anderen Investoren voll des Lobes waren, blieb Carsten Maschmeyer bei dem Pitch zunächst eher skeptisch.

Als die ehemaligen Düsseldorfer Studenten den Investoren eine Beispiel-Bewerbung ihrer Schreiber zu lesen gaben, urteilte Maschmeyer: „Das klingt ganz schön dicke.“ Seine Befürchtung: Bewerber würden zu gut verkauft und sich später für die Unternehmen bei Gesprächen als Flop entpuppen. Doch Bilal konnte die Befürchtungen des Investors zerstreuen.

Die anderen „Löwen“ interessierten eher Fakten: 86 Prozent ihrer Kunden würden zu Bewerbungsgesprächen eingeladen, 15.000 Bewerbungen hätten sie schon verfasst, so Bilal in der Show. „Das sind ja unglaubliche Zahlen“, sagte Nico Rosberg beeindruckt. Kollege Maschmeyer allerdings zeigte sich verwundert: „Und da brauchen Sie jetzt 100.000 von uns?“

Bilal wollte auch den letzten Zweifler mit der hohen Gewinnspanne (rund 1 Mio Euro Umsatz im vergangenen Jahr) überzeugen und legte sich mit einem „blöden Spruch“ (Zitat Maschmeyer) in die Nesseln.

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Gründer Bilal Zafar hält am Montagabend (14. September) bei „Die Höhle der Löwen“ ein Tütchen mit weißem Pulver hoch. Ein Fauxpas, wie sich herausstellen sollte. Denn Investor Nico Rosberg war erschreckt von dem Witz.

„Unsere Marge ist so hoch wie beim Drogenhandel“, verkündete er mit einem Grinsen und winkte mit einem Tütchen mit weißem Pulver.

„Die Höhle der Löwen“: Nico Rosberg findet  Drogen-Witz gar nicht lustig

Mit der Reaktion eines Investors hatte der Düsseldorfer so nicht gerechnet: „Bei mir zieht sich gerade alles zusammen“, erklärte Nico Rosberg. Bilal versuchte die gekippte Stimmung sofort zu richten: „Das war als Scherz gemeint“. Für den Ex-Formel-1-Star der Drogen-Spruch im Fernsehen jedoch nicht lustig: „Ich bin sofort hier raus“, erklärte er entschieden und mit versteinerter Miene. 

Und das restliche Rudel? Dagmar Wöhrl und Judith Williams gefielen zwar das Produkt und die Gründer, dennoch stiegen sie aus.

Brüder sichern sich „Höhle der Löwen“-Deal mit Carsten Maschmeyer

Dann folgte die echte Überraschung: Der skeptischste Investor krallte sich den Deal. „Oldschool“ bewertet Maschmeyer das Unternehmen zwar, weil keine Schulungen für Video-Bewerbungen angeboten würden, ein Angebot legte er trotzdem auf den Tisch.

Am Ende einigten sich die beiden Gründer und Carsten Maschmeyer auf 100.000 Euro Kapital für 15 Prozent Anteile am Unternehmen. Aber wie sieht es heute, Monate nach der Aufzeichnung der Sendung, aus: Steht der DHDL-Deal mit Carsten Maschmeyer noch?

„Die Höhle der Löwen“: Was wurde aus dem Maschmeyer-Deal mit den Düsseldorfern?

Bilal Zafar kann im EXPRESS am Dienstag (15. September) ein Update geben: Ja, der Kontakt zu Carsten Maschmeyer besteht noch. Aufgrund der Pandemie hakt es auf den letzten Metern der Verhandlungen aber noch. „Letzte Vertragsinhalte müssen noch geklärt werden, wegen Corona hat das etwas gedauert, aber wir sind im Gespräch“, sagt Bilal Zafar.

Der Unternehmer ist optimistisch für sein Portal. Trotz oder gerade wegen der Pandemie suchen Menschen verstärkt Hilfe bei dem Düsseldorfer und seinem Team für die Jobsuche. „Der Witschaft geht's gerade schlecht, aber dass weniger Bewerbungen geschrieben werden, merken wir nicht. Die Leute versuchen verzweifelt mehr Bewerbungen zu schreiben.“ 

In der Corona-Krise ist das Düsseldorfer Unternehmen mit seinen Preisen runtergangen, „um einer Pflicht gerecht zu werden“, erklärt der Chef.

Sein Bewerbungs-Portal konnte seit der Aufzeichnung von „Die Höhle der Löwen“ von 20 auf 60 Mitarbeiter aufstocken. Mit einem starken Investor und mehr Manpower sind die Düsseldorfer ja bestens aufgestellt für die Zukunft. (sp)

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