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„Hart aber fair” CDU-Urgestein Bosbach plötzlich emotional: „Mir geht das sehr nahe”

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Wolfgang Bosbach (CDU) erklärt bei „Hart aber fair” am Montagabend (19. April), warum ihm der Machtkampf um die Kanzlerkandidatur in der Union so nahe geht.

Köln – Die Grünen haben ohne viel Aufhebens und Tamtam die Kanzlerkandidatur unter sich ausgemacht: Annalena Baerbock macht es, Robert Habeck nicht. Frank Plasberg fragt daher am Montagabend (19. April): „Offener Kampf bei den Schwarzen, Harmonie bei den Grünen – Wie findet man die Besten fürs Kanzleramt?“

  • „Hart aber fair“ fragt am Montag: „Offener Kampf bei den Schwarzen, Harmonie bei den Grünen – Wie findet man die Besten fürs Kanzleramt?“
  • CDU-Politiker Wolfgang Bosbach erklärt, warum ihm der Machtkampf in der Union so nahe geht
  • Graben die Grünen der Union das Wasser ab?

Die Union liefert sich einen erbitterten Machtkampf, die Grünen boten am Montag das Kontrastprogramm. Harmonie pur. Doch wie geschlossen ist diese Partei wirklich, will Frank Plasberg bei „Hart aber fair“ wissen. Was ist Inszenierung? Schließlich wurde die Machtfrage der Grünen im eher kleinen Kreis beantwortet, der Basis kaum Beachtung geschenkt.

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Das sind die Gäste bei „Hart aber fair“:

  • Helen Bubrowski
  • Kevin Kühnert
  • Anton Hofreiter
  • Wolfgang Bosbach
  • Martin Richenhagen

Journalistin Helen Bubrowski erklärt: „Wenn alle das Gefühl haben, es läuft, dann funktioniert es.“ Aber sie stellt klar: „Die Grünen sind kein monolithischer Block. Auch da gibt es verschiedene Strömungen.“ Bubrowski bezeichnet sie als „Kreuzberger Hardcore-Grüne gegen Stuttgarter Realos“. Es müsse eine echte Diskussion darüber geben, so die Journalistin weiter, so wie in anderen Parteien. „Die gibt es aber nicht.“

Anton Hofreiter fährt dazwischen: „Wir haben total intensive Diskussionen. Deshalb haben wir auch so inhaltsschwere Wahlprogramme.“

„Hart aber fair“: CDU-Urgestein wird emotional

Plasberg gibt den Ball weiter an das CDU-Urgestein Wolfgang Bosbach: Wie sehr haben sich die einst so basisdemokratisch denkenden, rebellischen Grünen verändert? Statt viel Diskussion wird bei den Grünen bis zur Verkündung der Kanzlerkandidatur geduldig gewartet.

„Das System hat die Grünen mehr verändert als die Grünen das System“, hält Bosbach fest und ergänzt schwermütig: „Die Union gibt da im Vergleich kein gutes Bild ab.“ Das CDU-Urgestein wird emotional: „Mir geht das sehr nahe, weil ich glaube, wir werden weiter an Vertrauen verlieren. Vor allen, wenn die Menschen merken, wir haben mehr mit uns zu tun als mit den Problemen der Menschen.“

Kevin Kühnert bei „Hart aber fair“: „Das ist alles eine höchst ernste Angelegenheit“

Kevin Kühnert erklärt ebenfalls, er sei da „hin- und hergerissen“. Zum einen sei das alles ein „einziges Amüsement“, doch: „Das ist alles eine höchst ernste Angelegenheit.“ Er blickt auf die Corona-Gedenkveranstaltung in ganz Deutschland am vergangenen Sonntag, auf die Angehörigen der vielen Corona-Toten, während der Machtkampf weitergeht: „Wie kommt diesen Menschen das vor, wie wir mit ihnen umgehen?“

Erhöht das CDU-Debakel am Ende nur die Chance der Grünen auf eine Kanzlerschaft? „Die Grünen wollen die Merkel-Stimmen, sie wollen in die Mitte, da wollen sie Stimmen gewinnen“, analysiert Bubrowksi. Dafür habe man im Wahlprogramm bewusst noch viele Dinge schwammig gehalten. „Das grüne Programm hat deutliche Linksakzente, aber in Steuerfragen etwa haben sie sich bewusst nicht festgesetzt.“

Analyse bei „Hart aber fair“: „Grünen-Wähler sind mittlerweile Gutverdiener“

Auch in Sachen Steuererhöhungen gingen die Grünen „maßvoll“ um, ergänzt Plasberg. Ein Ehepaar mit einem Jahresgehalt von 150.000 Euro und zwei Kindern würden gar entlastet. „Das zeigt, dass viele Wähler mittlerweile Gutverdiener sind.“

Während der Sendung wird nach Berlin zu ARD-Korrespondentin Tina Hassel geschaltet, die erklärt, dass noch immer hart diskutiert wird zwischen Söder und Laschet. Seit dem frühen Abend berät der Bundesvorstand der CDU über die Kanzlerkandidatur der Union, Laschet wolle die K-Frage noch am Abend klären, sagte er.

Wolfgang Bosbach bei „Hart aber fair“: „Bitte keine Hängepartie“

Anschließend ergreift erneut ein angegriffener Wolfgang Bosbach das Wort: „Mich zerreißt das, ich muss da fragen: Habt ihr keine anderen Probleme?“ Er wünscht sich dringend von seinen Parteikollegen: „Bitte keine Hängepartie.“ Die Entscheidung sollte „am besten noch heute“ getroffen werden.

Bosbach selbst unterstützt Söder, erklärt er. Sollte der gewinnen, müsse Laschet es so handhaben wie Robert Habeck. Bubrowski hält dagegen: Laschet könne es nicht handhaben wie der Grüne. Wenn Laschet jetzt die Basis verliere, wenn er als gewählter CDU-Vorsitzender nicht die K-Frage gewinne, sei er wesentlich geschwächter als Habeck. (mg)

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