„Die Geissens“Shania fällt mit Geschäftsidee durch – „das wird ein Geldgrab!“

Marketingprofi Raoul Plickat erklärt den Geiss-Schwestern, wo er Verkaufs-Potential sieht.

Marketingprofi Raoul Plickat erklärt den Geiss-Schwestern, wo er Verkaufs-Potential sieht.

Shania Geiss will online gebrauchte Sneaker verkaufen. Ihre Geschäftsidee präsentiert sie stolz einem Marketingprofi. Doch der erkennt schnell: Die 19-Jährige hat es sich zu einfach gemacht. Schwester Davina enthüllt: „Den Business-Plan hat eine KI geschrieben.“

Robert Geiss predigt es schon seit Monaten: „Die Kinder müssen endlich anfangen zu arbeiten“, wiederholt der 60-Jährige unermüdlich. Doch bisher tun sich Shania (19) und Davina (20) schwer, neben ihrem Influencerinnen-Dasein etwas Handfestes zu machen. Deshalb haben ihre Eltern einen Termin bei Marketing-Guru Raoul Plickat in Dubai arrangiert. Der hatte zuvor schon die Geissens mit seinen Ideen für mehr Reichweite versorgt.

Doch als die Schwestern auf den erfolgreichen Jungunternehmer treffen, hat Shania nur Augen für dessen Auto: einen Luxusschlitten der Kultmarke Bugatti, ihr absolutes Traumauto. „Das ist wirklich sehr, sehr schön“, schwärmt die 19-Jährige beim Anblick des schwarzen Flitzers.

„Die Geissens“: Hat Shania in gut einem Jahr einen Bugatti erarbeitet?

Nachdem Davina sie aufgefordert hat, doch einmal Probe zu sitzen, bekommt sie jedoch Muffensausen: Was, wenn etwas schiefgeht? Die Bedenken sind nicht unbegründet, kostet das günstigste Modell der Marke doch knapp 3 Millionen Euro. Die teuerste Variante bringt es auf fast 20 Millionen Euro. „Ich könnte den nie fahren. Ich hätte so Angst, dass ich etwas kaputt fahre“, gesteht Shania.

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Davina: „Für Shania bedeutet ein Bugatti ihr Leben. Ich manifestiere, dass sie bald ihren eigenen Bugatti bekommt“, zeigt sie sich als solidarische Schwester. Klar ist: Shania sollte das Geld für ihren Traumwagen selbst erarbeiten – wie lange braucht sie wohl dafür? „Die wird jetzt 20, vielleicht, wenn sie ein Jahr hart arbeitet, kriegt sie ihren Bugatti“, zeigt sich Davina mehr als optimistisch.

Dieser Luxusschlitten gehört nicht der 19-Jährigen – sie darf aber probesitzen.

Dieser Luxusschlitten gehört nicht der 19-Jährigen – sie darf aber probesitzen.

Shania hat zum Treffen dann auch ihren Business-Plan mitgebracht. Sie will online gebrauchte Luxus-Sneaker verkaufen – nichts, was es nicht schon gäbe. Das bemängelt auch Marketing-Profi Raoul Plickat. Er hakt nach: „Wie lange hast du denn daran geschrieben?“. Als Shania mit „drei Stunden“ antwortet, kommentiert Davina das genüsslich: „Drei Stunden? Als ob! Ich weiß, dass Shania das von der KI geschrieben bekommen hat, während wir im Flieger waren.“

„Mega smart – nicht!“ Davina lästert über Shanias Business-Plan

Das Urteil des Start-up-Experten für Shanias Geschäftsidee fällt dann auch ernüchternd aus: „Nicht praxisorientiert“ sei der Plan, zudem fehlen wichtige Aspekte: „Das wird ein Geldgrab, fürchte ich“, so Raoul Plickat. Davina kann sich einen Kommentar nicht verkneifen: „Mega smart – nicht!“, sagt sie und grinst. Vielleicht sollte Shania ihre eigenen gebrauchten Sneaker verkaufen, so ihre Schwester süffisant, dafür gäbe es nämlich bestimmt einen Markt.

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Der Marketing-Spezialist präsentiert den Geiss-Sprösslingen ein paar alternative Geschäftsideen, die er für deutlich ertragreicher und risikoärmer hält: Wie wäre es zum Beispiel mit Haarprodukten und Parfums? Vor allem die Fans von Shania würden sich für ihre Haare interessieren, hat er recherchiert.

Shania gesteht: „Meine echten Haare sind kaputt“

Alles nicht echt, gibt die 19-Jährige jedoch zu: „Ich habe ja Extensions. Meine echten Haare sind kaputt“, sagt sie. Das kann Davina bestätigen: „Die sieht auf dem Kopf so aus wie eine Barbie, mit der man zu wild gespielt hat“, lacht sie. Die Idee mit dem eigenen Parfum kommt jedoch gut an. Shania nutzt die Gelegenheit für eine Retourkutsche in Richtung Davina: „Der Duft, den sie immer trägt, riecht wie ein Medikament aus der Apotheke“, sagt sie.

Doch wie „Geissens“-Fans wissen: Der Stunk zwischen den Schwestern ist oft so schnell verflogen, wie er gekommen ist: Shania ist jedenfalls angefixt von den aufgezeigten Optionen: „Haarprodukte und Parfum – das sind schon die Ideen, mit denen viele Influencer es geschafft haben, Millionäre zu werden“, sagt sie. Vielleicht ist der Traum vom eigenen Bugatti also doch nicht so unrealistisch. (tsch)