Dschungelcamp Stimmung im Camp kippt – „Ich hasse diesen Ort!“

Jana wäre auch gerne gegangen, aber am Schluss wurde Tessa aus dem Camp gewählt.

Jana wäre auch gerne gegangen, aber am Schluss wurde Tessa aus dem Camp gewählt.

„Mein Gehirn ist zermatscht, fast schon flüssig“, lautete Gigis vorläufiges Fazit an Tag 10 bei „Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!“ (RTL). Befreit wiederum fühlte sich Tessa, die zuvor einmal mehr beim Essen für Unmut gesorgt hatte: Per Zuschauer-Voting „durfte“ sie den „Knast“ endlich verlassen.

Pizza-Gate im RTL-Dschungel: Bei „Ich bin ein Star - Holt mich hier raus“ sorgten Cosimo Citiolo und Gigi Birofio für einigen Unmut im australischen Busch. Bei der nächtlichen Schatzsuche hatte das Männer-Duo die perfide Wahl zwischen vier im Spiel ergatterten Eiern für die Gruppe oder sich zu zweit eine Salami-Pizza zu teilen. „Am Schluss waren wir richtig müde, und dann haben wir viele Eier verloren“, beichtete er sichtlich verlegen das Versagen im Spiel und entschuldigte sich.

Gigi wiederum sah die Sache immer noch pragmatisch: „Vier Eier für elf Leute wäre für jeden nur ein winziges Stück. Da habe ich mich auf die Pizza geschmissen, und die ist in meinen Körper reingegangen.“ Nicht nur die eigenwillige Schilderung des Essvorgangs, sondern das Geständnis an und für sich entsetzte die ausgehungerten Campbewohnerinnen und Campbewohner nachhaltig.

Claudia Effenberg: „Das ist doch kein Teamgeist!“

„Das wäre ein schönes Omelett gewesen“, trauerte Lucas, ergänzt von Jolina: „Vier Eier wären an euch beiden nicht schlecht gewesen.“ Auch Claudia Effenberg polterte: „Anstatt hier essen herzubringen, sagst du lieber, ich esse die Pizza? Das ist doch kein Teamgeist!“

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Einzig das übermüdete Gesicht von Jana „Urkraft“ Pallaske hellte sich auf: „In jeder Familie gibt es kleine Jungs. Ich freue mich für die beiden, dass sie sich satt essen konnten.“ Wobei Cosimo die üblichen Mini-Rationen sichtlich gut taten: „Bin ich dumm oder ist dein Bauch kleiner geworden?“, lobte der durchtrainierte Gigi die Transformation seines Camp-Bruders.

Er selbst spürt mittlerweile eher nach innen. „Ich hasse diesen Ort“, stellte er fest: „Mein Gehirn ist schon zermatscht, das wird fast flüssig.“ Das Einzige, was es zusammenhält, sei eine nicht weiter definierte „Perle“ („Mein Diamant“), die von ihm „mehr Gefühle“ sehen will und spätestens nach Show-Ende sicher ausführlichst auf allen Kanälen benannt wird.

Wesentlich gestählter als der schuldbewusste Cosimo und der mental zerfließende Gigi präsentierte sich Cecilia. In ihrer ersten Einzelprüfung „Sturzfluch“ baumelte sie in einer Art „Fliewatüüt“ über einem 40 Meter hohen Abgrund, muss dort aus allen möglichen Spalten Sterne holen und hierzu in Bergen von Ameisen, Maden, Würmern und Gedärmen wühlen.

„Wenigstens etwas Sonne wäre gut“: Der Dauerregen im Dschungel geht Djamila und Claudia aufs Gemüt.

„Wenigstens etwas Sonne wäre gut“: Der Dauerregen im Dschungel geht Djamila und Claudia aufs Gemüt. 

Begleitet von lautstarken Flüchen („Wo bist du, Stern? Sch..., diese Ameisen. F...! Aua! Diese Knoten, wie ich sie hasse! Scheiße, was habe ich für Kack-Nägel! Uaaaah, Kakerlaken überall!“) gelang es ihr, neun Sterne einzusammeln und dem Camp einen vollen Essenskorb zu sichern.

„Schlimmer als Knast“: Djamila geht's schlecht im RTL-Dschungel

Auch dieser genügte aber erneut keineswegs den ethischen Maximalansprüchen von Vegan-Missionarin Tessa: „Das waren mal fühlende Wesen“, kommentierte sie das im Topf brutzelnde Kängurufleisch. Der „Verwesungsgeruch der Leichenteile“ setze ihr zu,

Übergeordneter Futterneid war natürlich auch im Spiel: „Und ich krieg 'ne fucking halbe Avocado – for real?“ Da konnte sich nicht nur die lakonische Djamila wundern: „Ich kenne einige Veganer, aber die sind alle nicht so.“

Die emotional angeschlagene und gelegentlich von riesigen Spinnen (Tessa: „Sie spüren deine gute Seele“) heimgesuchte 55-Jährige, die als Jugendliche in einem DDR-Erziehungsheim lebte, versuchte tapfer zu bleiben und zog krasse Vergleiche. Djamila meinte: „Ich will hier nur durchkommen und mache es, damit es meiner Tochter und mir gut geht. Das hier ist schlimmer als alles, was ich in meinem Leben erlebt habe. Schlimmer als Knast.“

Ihre ersehnte „Befreiung“ erlebte schließlich Tessa, die die Zuschauerinnen und Zuschauer diesmal aus der Show wählten: „Es ist, als habe man mir die Handschellen abgenommen und mich rausgelassen aus dem Knast.“

Eine strahlende Ausgeschiedene, ihre Mit-Stars, bei denen diesmal keine erkennbaren Tränen flossen und die Hoffnung, dass die allzu häufig aufgelöste Tessa in Freiheit konstruktiv aufgefangen wird – welche Rolle spielt da noch eine einzelne Pizza? Oder um es in Papis Worte zu sagen: „Das ist Moral. Weißt du, was ich meine?“ (tsch)

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