Er wurde 92 Jahre alt Große Trauer: Musik-Legende Gotthilf Fischer ist tot

Gotthilf Fischer ist tot

Musik war sein Leben: Gotthilf Fischer ist im Alter von 92 Jahren gestorben. Unser Bild wurde 2013 in Düsseldorf am Flughafen gemacht.

Stuttgart – Große Trauer bei vielen Musik-Fans: Der bekannte Dirigent Gotthilf Fischer ist tot. Fischer sei bereits am Freitag (11. Dezember 2020) bei Stuttgart im Kreise seiner Familie gestorben, wie seine langjährige Managerin Esther Müller der Deutschen Presse-Agentur bestätigte. Fischer wurde 92 Jahre alt.

Gotthilf Fischers Frau Hildegard wurde 89 Jahre alt. Sie starb bereits 2008. Seit dem Jahr 1949 war das Paar verheiratet. Hildegard brachte ihren Sohn Herbert mit in die Ehe. Die Töchter Renate und Brigitte stammen aus der gemeinsamen Ehe. Darüber berichtete zuletzt Welt.de.

Gotthilf Fischer, er war Deutschlands „König der Chöre”: Der Massenchorleiter und Autodidakt, der sich als Hüter des deutschen Liedguts sah, leitete seit über 75 Jahren Chöre. In dieser Zeit verkaufte er mehr als 16 Millionen Schallplatten. Bundesweit bekannt wurde er in den 1970er-Jahren mit den „Fischer-Chören”.

Gotthilf Fischer: Internationaler Durchbruch 1974 beim WM-Finale

Der internationale Durchbruch gelang 1974, als Gotthilf Fischer mit seinen Chören in München beim Finale der Fußball-Weltmeisterschaft auftrat. Ein gigantisches Schauspiel: zu den 1.500 Sängern kamen damals noch über 80.000 Stimmen aus dem Münchner Olympia-Stadion selbst hinzu. Gänsehaut pur!

Über eine Milliarde Menschen verfolgten das Konzert weltweit im Fernsehen. Ein sensationeller Erfolg. Brasiliens Fußball-Held Pele kommentierte das damals mit den Worten: „Ihr seid für mich die wahren Weltmeister.”

Auch im Netz war Fischer zum Schluss erfolgreich: Im vergangenen Jahr wurde er für einen Internet-Erfolg ausgezeichnet. Seine Aufnahme der Europahymne „Ode an die Freude” mit der Liedzeile „Freude schöner Götterfunken” kam auf insgesamt mehr als 17 Millionen Youtube-Streams und Zehntausende Downloads bei Anbietern wie Amazon und Spotify. (mg/dpa)

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