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Deal dank Umweltschutz Promi ködert „Höhle der Löwen“-Investoren mit Kassenbon

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Giulia Siegel, Ludwig Heer (r.) und Tobias Kiessling präsentieren ihr „Baby“ bei der Vox-Show „Die Höhle der Löwen“. GreenBill ermöglicht es Einzelhändlern, Gastronomen und Hoteliers, digitale Belege auf einfachste Weise zu erstellen und direkt an den Endkunden zu übertragen.

Köln – Überraschender Promi-Besuch in der VOX-Gründershow „Die Höhle der Löwen“ – und ein sensationeller Erfolg für die Münchner Society-Model-Mama Giulia Siegel. Mit ihrer cleveren Kassenbon-Lösung „GreenBill“, die auch die Umwelt schont, köderte sie gleich drei Löwen.

  • Giulia Siegel bei „Die Höhle der Löwen“
  • Sie ist bekannt aus Formaten wie Dschungelcamp, Sommerhaus der Stars und Promis unter Palmen
  • DJane überrascht bei „Die Höhle der Löwen“

Es war der bislang größte Aha-Moment in der mittlerweile neunten Staffel des VOX-Überfliegerformats „Höhle der Löwen“ (montags 20.15 Uhr, Vox und auf Abruf bei TVNOW) – der Auftritt eines echten Show-Stars. Und zwar eines Promis, den man vornehmlich aus seichten Trash-TV-Gewässern wie dem Dschungelcamp, dem „Sommerhaus der Stars“ oder zuletzt „Promis unter Palmen“ (SAT.1) kennt, der aber allem Anschein nach mächtig was auf dem Kasten hat.

Mit einer beeindruckenden Geschäftsidee, die beim Abrechnen in der Gastronomie schon gut funktioniert und die sich in rasantem Tempo einen gigantischen Markt erschließen kann, wagte sich am Montagabend (10. Mai) Giulia Siegel - Model, Schauspielerin, Moderatorin und langjährige DJane - in die VOX-Höhle. Und das einmal ganz anders, als man sie von ihren vielen Glitzerauftritten im Rampenlicht kennt: in einem braven, mit dem grünen „GreenBill“-Firmenlogo bedruckten Company-Shirt - und das an der Seite von zwei Geschäftsmännern, die ebenso einheitlich kostümiert vorsprachen. Nun ist Giulia Siegel also auch noch Unternehmerin - und was für eine!

„Die Höhle der Löwen“-Investorin Damgar Wöhrl erkennt Giulia Siegel

Zunächst allerdings löste die GreenBill-Gründerin Stirnrunzeln auf der Löwen-Bühne aus. „Ich kenne Sie irgendwoher“, stammelte Dagmar Wöhrl etwas verwirrt. „Ich weiß nur nicht woher.“ Und auch bei Ralf Dümmel fiel erst der Groschen, als Giulia Siegel sagte: „Ich kenne Ihre Frau.“

Nun gut, man kennt sich ja doch immer irgendwie in der Fernsehwelt. Trotzdem: kein vorschneller Promi-Bonus für die Gründerin, die sich selbstbewusst als „Mama“ von GreenBill - an der Seite des erfahrenen Gastronomen Ludwig Heer (ihres Freundes) und des IT-Experten Tobias Kiessling - vorstellte.

Eine kleine pikante Note bei ihrem ungewohnten Pitch-Auftritt, bei dem Giulia Siegel, die routinierte Entertainerin sichtlich angespannt wirkte und später sich sogar immer wieder Tränchen - Freudentränchen - aus dem Gesicht wischen musste, wollte sich die 46-jährige Mutter eines Zwillingspaars aber doch nicht verkneifen. „Wir werden sehr oft nach Nachwuchs gefragt“, sagte sie an der Seite ihres Partners Ludwig, mit dem sie seit 2016 liiert ist. „Heute wollen wir unser Baby vorstellen.“ GreenBill!

DHDL: Drei Löwen tasten sich an die Schmerzgrenze vor

Was das junge Unternehmen aus Göppingen kann? Den lästigen Papierkram mit den vielen ausgedruckten Kassenbons zu beenden. „Belege sind nicht nur nervig, sie sind auch hochgiftig“, sagte Giulia Siegel. „Pro Jahr werden in Deutschland 50.000 Tonnen Belege auf Thermopapier gedruckt.“ Damit soll es jetzt ein Ende haben.

„GreenBill ermöglicht es Einzelhändlern, Gastronomen und Hoteliers, digitale Belege auf einfachste Weise zu erstellen und direkt an den Endkunden zu übertragen“, meinte Ludwig Heer. Ohne selbst eine App laden zu müssen, können Kunden über einen QR-Code den Bon nach dem Bezahlen selbst scannen und für ihre Buchhaltung oder den Steuerberater bequem digital abspeichern. Wunschweise kann man sich die Kassenrechnung auch als E-Mail schicken lassen. Keinerlei Daten bleiben beim Verkäufer.

Seinen eigenen Betrieb hat Ludwig Heer bereits voll aufs digitale System umgestellt. Die Kunden sind begeistert. Daneben interessieren sich immer mehr Betriebe für GreenBill-Digitalrechnungen. Darunter Tankstellen, Hotels und Händler. Wer als Unternehmen die GreenBill-Technologie nutzen möchte, muss eine Monatsgebühr von 49 Euro zahlen, die sich aber für viele Anwender schnell lohnen würde. Allein in einem kleinen Bäckerei-Betrieb könnten sich mit digitalen Kassenbons monatlich über 100 Euro für die teuren Rollen des Rechnungspapiers einsparen. Ein Win-Win-Produkt für viele Seiten.

Kein Wunder, dass die Löwen rasch anbeißen wollten: „Ihr habt eine tolle Marke“, lobte der potenzielle Investor Nils Glagau, der auch betonte, dass GreenBill genau das Thema der Zeit gefunden hätte. Von einer „Super-Idee“, von Nachhaltigkeit, Zeitgeist und nicht zuletzt einem „Riesen-Marktpotenzial“ schwärmte auch Carsten Maschmeyer, der zuvor mit Glagau und Dagmar Wöhrl im Hintergrund konspirativ die Köpfe zusammengesteckt hatte. Drei Löwen mit Interesse!

Jedoch: Der Preis, den Giulia Siegel und ihre Männer forderte, war happig. Für 250.000 Euro wollte das Unternehmen lediglich zehn Prozent der Firmenanteile rausrücken - so der Plan. Also erkundigte sich das Löwen-Trio erst einmal nach der Schmerzgrenze bei der Beteiligungshöhe. Nach einigem Hin und Her war klar: „Mama entscheidet!“

Freudentränen bei Dschungelcamp-Star Giulia Siegel

Mit diesen zwei markigen Worten setzte sich Giulia Siegel gegen ihre GreenBill-Partner durch. Maschmeyer, Wöhrl und Glagau konnten ihr Gegenangebot von 18 Prozent an der Firma - je sechs Prozent pro Löwen-Miteigner - durchsetzen. Allerdings werden sie bei entsprechenden Erfolgsaussichten nach der sogenannten „Due Dilligence“-Buchprüfung in einem zweiten Schritt sogar noch mal 150.000 Euro bereitstellen. Deal!

„Ich freue mich auf die Zusammenarbeit“, jubelte Giulia Siegel mit Tränen in den Augen und sehr erleichtert. Sie kann nun auf die Power von gleich drei Löwen vertrauen. „Ich freue mich so, dass auch eine Löwin dabei ist“, strich sie die Sonderrolle von Dagmar Wöhrl heraus. „Dann bin ich nicht die einzige Mama.“ Gut möglich, dass Giulia Siegel schon bald weniger durch TV-Sendungen tingeln, sondern (noch) härter an ihren Startup arbeiten und Zahlen prüfen muss.

Ex-Aufnahmeleiter stellt Kaffetassen-To-Go-Gummideckel Udo vor

In der aktuellen „Höhle der Löwen“-Folge war die Tochter von ESC-Komponist Ralph Siegel verblüffenderweise nicht die einzige Gründerin mit Showbiz-Hintergrund: Auch Dennis Krey ist TV-Profi. Zusammen mit der Produktdesignerin Carina Frings stellte er seinen kuriosen Kaffeetassen-To-Go-Gummideckel „Udo“ vor, den der Handelsexperte Ralf Dümmel künftig groß rausbringen möchte. Allerdings ist Dennis Krey ein deutlich weniger glamouröser Fernseh-Macher: Er kennt die „Höhle der Löwen“ wie kein Zweiter - von hinter den Kulissen.

Krey wirkte lange Jahre als Studio-Aufnahmeleiter und kehrte nun als Unternehmer „nach vorn“, ins Scheinwerferlicht, zurück. „Es lohnt sich, hier reinzukommen“, freute sich Ralf Dümmel über das Wiedersehen und die neue Geschäftspartnerschaft. Die Sendung sei eben eine „Inspiration für Unternehmertum“, meinte Georg Kofler. Wie wahr!

Kölner Gründerinnen mit „Badesofa“ bei DHDL erfolgreich

Nicht aufgegangen ist der Unternehmertraum bislang für Metzgermeister Andreas Tatzel. Seine „Fischwurst“, hergestellt aus gesundem Wels mit einem hohen Anteil von Omega-3-Fettsäuren, aber dank der Gewürze mit dem überzeugenden Geschmack etwa von Frikadellen oder Fleischkäse, schmeckte zwar den Löwen. Investieren wollten sie aber nicht.

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Die Kölner Unternehmerinnen Annika Götz (r.) und Natalie Steger begeisterten mit ihrem Badesofa. Die bequeme Kopfstütze für die Badewanne überzeugte Löwe Ralf Dümmel.

Ohne Deal mussten auch die Gründer der aidhere-App für die Gewichtsreduktion von Adipositas-Betroffenen abziehen. Dafür gelang den „Badesofa“-Gründerinnen aus Köln mit einer bequemen Kopfstütze für die Badewanne ein Abschluss. Sie überzeugten Handelsexperte Ralf Dümmel. (tsch)

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