Aus Sorge kurz nach dem Start Bei „The Masked Singer” wird jetzt massiv durchgegriffen

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Der Roboter steht in der Prosieben-Show „The Masked Singer” neben Matthias Opdenhövel.

Köln/Berlin/Hamburg – Kein Saalgelächter, keine Buh-Rufe, keine Gröler: Im deutschen Fernsehen werden mehrere Sendungen mit Zuschauerrängen ab sofort zum Kammerspiel. Grund ist die Sorge vor dem neuartigen Coronavirus.

Auch der Fernsehsender ProSieben will zum Schutz vor dem Coronavirus mehrere Fernseh-Shows ohne Publikum aufzeichnen. Bis auf weiteres würden die Sendungen „The Masked Singer”, „Late Night Berlin”, „Wer schläft, verliert!” und „Joko & Klaas gegen ProSieben” ohne Zuschauer stattfinden, teilte der Sender in der Nacht zu Freitag (12. März) mit.

Dabei war „The Masked Singer” erst am Dienstagabend erfolgreich in die zweite Staffel gestartet. Mit 25,3 Prozent Marktanteil war die ProSieben-Musikshow bei den 14- bis 49-jährigen Zuschauern das stärkste Format zur besten Sendezeit ab 20.15 Uhr. Am Mittwoch gingen ProSieben und Sat.1 noch davon aus, das Publikum vorerst nicht außen vor zu lassen.

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Leere Sitze bei Anne Will und im aktuellen Sportstudio

Auch „Anne Will“, „das aktuelle sportstudio“, die „NDR Talk Show“ und eine Reihe von anderen Sendungen im deutschen Fernsehen finden ab sofort vorübergehend ohne Zuschauer im Studio statt – aus Sorge vor dem Coronavirus.

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Am Dienstag fand der Show-Auftakt von „The Masked Singer” noch mit Publikum statt.

So wird am Samstag zum ersten Mal „das aktuelle sportstudio“ aus Mainz ohne Publikum gesendet. „Im ZDF-Hauptstudio in Berlin wird die Talkshow „maybrit illner“ und das „ZDF-Morgenmagazin“ bis auf Weiteres ohne Publikum produziert.“

„Anne Will” findet aus Sorge vor Corona ohne Publikum statt

Der NDR reagiert ebenfalls „auf die fortschreitende Ausbreitung des neuartigen Coronavirus“, wie der Sender bereits am Mittwochabend mitgeteilt hatte. Die Maßnahme gelte sowohl für Sendungen, die auf dem NDR-Gelände produziert werden, etwa die „NDR Talk Show“ und „extra 3“, als auch für Auftragsproduktionen wie „Anne Will“ und „Gefragt, Gejagt“.

Hier lesen Sie mehr: Wegen des Coronavirus werden immer mehr Länder werden zur Sperrzone – die aktuellen Entwicklungen

Der Besucherverkehr an den Standorten in Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Hamburg werde stark beschränkt. „Der Sendebetrieb im Fernsehen, im Hörfunk und online wird dadurch absehbar nicht eingeschränkt.“ Auch die Besucherführungen im ZDF-Sendezentrum in Mainz und im ZDF-Hauptstadtstudio wurden laut Mitteilung eingestellt. Andere öffentlich-rechtliche Sender berieten noch über mögliche Maßnahmen.

Coronavirus: „Wer wird Millionär?“ vorerst mit Publikum

Bei Günther Jauchs RTL-Quizshow „Wer wird Millionär?“ wird unterdessen vorerst weiter mit Publikum geplant. „Wir beobachten die Lage aber stetig“, sagte ein Sprecher.

Das Studio in Hürth hat 216 Zuschauerplätze. Man werde alle denkbaren Weisungen der Gesundheitsbehörden selbstverständlich umsetzen. „Solange halten wir uns bei den RTL-Shows mit Publikum an die empfohlenen Präventionsmaßnahmen wie: Aktive Information der Kandidaten und Kandidatinnen über allgemeine Maßnahmen des Infektionsschutzes wie Händehygiene, Abstand halten oder Husten- und Schnupfenhygiene.“

Am Donnerstagnachmittag teilte auch der Privatsender RTL mit, dass die Liveshows von „Let's Dance“ (Freitagabend) und „Deutschland sucht den Superstar“ (Samstagabend) ohne Publikum stattfinden werden (hier lesen Sie mehr).

„Verstehen Sie Spaß” soll am 4. April produziert werden

Die nächste Ausgabe der ARD-Show „Verstehen Sie Spaß?“, ein SWR-Produkt, soll voraussichtlich am 4. April produziert werden. „Es handelt sich um eine Live-Sendung in einem Studiosaal mit maximal 480 Zuschauern“, erläuterte eine Sendersprecherin. „Es werden alle empfohlenen Vorsichtsmaßnahmen umgesetzt – wie beispielsweise die Aufstellung von geeignetem Desinfektionsmittel an den Eingängen und auf den Toiletten.“ Der SWR beobachte die aktuelle Entwicklung sehr genau.  (dpa/mg)

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