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„The Crown“-Star musste hart trainieren Claire Foy: Die Queen hat mein Leben verändert

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Claire Foy ist eine Verwandlungskünstlerin.

Los Angeles – Von Queen zu Punk. Nein, hier geht es nicht um Rock 'n Roll-Historie, sondern um die Wandlungsfähigkeit einer Schauspielerin.

Als Königin Elizabeth II in der Serie „The Crown“ wurde Claire Foy (34) zum Weltstar.

Nach der 2. Staffel setzte sie die Krone ab und tauschte das royale Prunkstück gegen ein Drachen-Tattoo.

Es ist das Erkennungszeichen von Hacker-Heldin Lisbeth Salander, die Foy im Film „Verschwörung" (seit 9. November im Kino) spielt – der vierte Teil der Krimi-Reihe des schwedischen Erfolgsautors Stieg Larsson.

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Dierk Sindermann traf sich mit Claire Foy zum Interview.

Wie bekommt man eine solche künstlerische 180 Grad-Wendung hin?

Claire Foy: Im Kopf hatte ich mich schon länger mit der neuen Rolle beschäftigt und mich in Lisbeth hineinversetzt. Ich war wie eine leere Leinwand, zu der ich immer mehr von Lisbeth hinzugefügt habe. Mir ist klar geworden, das sie Schwierigkeiten hat, menschliche Emotionen zu verstehen.

Warum?

Claire Foy: Sie hatte niemals eine tiefe Bindung zu einem anderen Menschen, weil man sie immer auf eine oder andere Art missbraucht hat. Deshalb wurde mir auch klar, warum sie einen Mohawk-Haarschnitt trägt und so viele Tattoos hat. Sie wollte damit eine Aura der Unnahbarkeit kreieren. Ich war also völlig mit ihr verbunden als ich am Set in Berlin landete. Ich war bereit!

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Claire Foy spielt die Hackerin im Kinofilm „Verschwörung“.

Auch für eine solch körperlich anspruchsvolle Rolle?

Claire Foy: Glauben Sie mir, dafür habe ich hart trainiert. Ich wusste, dass ich viele der Stunts selbst machen musste. Auf der anderen Seite konnte ich mir auch keine Extra-Muskeln antrainieren, weil im Buch sehr deutlich gemacht wird, dass Lisbeth ziemlich dünn ist – da sie kaum isst. Deshalb habe ich so trainiert, dass mein Körper sehr drahtig und sehnig-stark wurde. Wenn ich nach Hause gekommen bin und mich im Spiegel gesehen habe, dann habe ich mich echt gut gefühlt. Weil ich so stark war wie sie.

„Milk and Honey“: Wie sexy Serienheld auf Heiratsanträge von Fans reagiert (hier lesen Sie mehr).

Wie fanden Sie Berlin?

Claire Foy: Ich habe mich mit meinem Haarschnitt innerlich wie eine Einheimische gefühlt. Ich dachte ursprünglich, ich wäre damit etwas Besonderes, ein Trendsetter. Doch dann habe ich gesehen, wie viele andere Frauen in Berlin ihre Haare so oder so ähnlich anrasiert hatten. Da hab ich realisiert „Ich bin nur eine von vielen“ (lacht).

Waren Sie vorher schon mal in Berlin?

Claire Foy: Nein, es war mein erstes Mal und ich habe es geliebt. Es fühlte sich dort genau richtig an. Auch für den Dreh. Die Architektur und die Landschaften waren perfekt. Auch das Wetter – es war eisig kalt – wie es nach Drehbuch sein musste. Und die Crew im Studio Babelsberg war einfach unglaublich talentiert.

Haben Sie etwas aus Berlin mit nach Hause genommen?

Claire Foy: Ja, unheimlich viele neue coole Winterklamotten (lacht).

Haben Sie eigentlich auch ein Tattoo?

Claire Foy: Nein. Deshalb war es toll, mal welche auf dem Körper zu haben. Ich hab sie nämlich mit entwickelt. Einmal habe ich nach dem Dreh ein paar auf meiner Haut gelassen und sie stolz auf einer Party zur Schau gestellt.

Aber warum lassen Sie sich denn nicht selbst eins stechen?

Claire Foy: Ich war einfach nie cool genug dafür. Viele meiner Freunde haben welche. Für viele ist es eine Erinnerung an eine wichtige Sache oder Begebenheit. Ich bin von Natur aus wankelmütig. Wenn ich ein Tattoo hätte, käme sicher der Punkt, an dem ich es nicht mehr mag und es weghaben will. Aber mal schauen, vielleicht ändere ich meine Meinung noch mit dem Älterwerden. Man soll ja niemals nie sagen.

Der Film steht für Frauenpower. Hat sich Ihrer Meinung in Hollywood durch die „MeToo“-Kampagne schon Dinge für Frauen in punkto Gleichberechtigung zum Positiven geändert?

Claire Foy: Es ist toll, dass Frauen mit anderen Frauen jetzt offen ihre Erfahrungen teilen und auch etwas anprangern können. Das ist ein echter Fortschritt. Auf der anderen Seite stehen wir noch immer nicht als Frauen auf derselben Ebene mit Männern. Wer das nicht sieht, ist zu idealistisch. Auf der anderen Seite fühle ich, dass wir an einem Wendepunkt in unserer Gesellschaft angekommen sind und sich die Dinge langsam zum Besseren wenden.

Ihre ehemalige Schauspiel-Kollegin Meghan Markle gehört jetzt zum englischen Königshaus. Als Serien-Queen sind Sie ja Palast-Expertin. Wie glauben Sie, kann Meghan mit der drastischen Änderung in ihrem Leben am besten fertig werden?

Claire Foy: Ich bin sicher, dass sie sich das sehr genau überlegt hat. Auf jeden Fall ist ihr Leben sehr, sehr anders geworden. Nicht, dass ich ihr das sagen müsste (lacht). Es lastet schon genug Druck auf ihr, ohne dass sie noch von Leuten wie mir irgendwelche Tipps braucht. Deshalb halte ich auch dazu meinen Mund.

Schlüpfer-Alarm: Nächste Outfit-Panne – Meghans Rock gewährt ungewollte Einblicke (hier lesen Sie mehr).

„The Crown” hat Sie berühmt gemacht. Wie sehr hat sich Ihr Leben seither verändert?

Claire Foy: Es hat Teile meines Lebens verändert. Ich hab zum Beispiel realisiert, dass ich durchaus in der Lage bin, von der Schauspielerei zu leben. Aber mein tägliches Leben ist noch immer dasselbe. Ich führe mich ganz bestimmt nicht wie eine Königin auf, wenn ich nach Hause komme (lacht).

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Als junge Queen Elizabeth II. überzeugte Claire Foy in der Serie „The Crown“.

Da sie ja als Queen abgedankt haben, gibt es keinen Konflikt diese Frage zu beantworten: Was halten Sie von der Monarchie?

Claire Foy: Ich glaube die britische Monarchie hat sehr gut daran getan, sich darüber klar zu werden, dass sie der Öffentlichkeit dient. Sie hat keine wirkliche Macht, aber sie können die Wünsche des Volkes gegenüber der Regierung vertreten.

Wird die Monarchie überleben?

Claire Foy: Keine Ahnung. Sie muss sich weiter modernisieren, sich ändern. Was sie offensichtlich getan hat, um weiter zu bestehen. Die Mitglieder des Königshauses sind ein bisschen wie Madonna...

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