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Aus für den Ballermann? Mallorca will Bars schließen, Schlager-Stars geschockt

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Gähnende Leere vor dem Bierkönig auf Mallorca (hier während der Ausgangssperre am 1. April). Das droht wohl noch für längere Zeit.

Köln/Mallorca – Diese Sätze sind für Mallorca-Liebhaber ein Schock. Die wegen der Corona-Pandemie eh schon kurze Saison auf der Mitelmeer-Insel steht nun komplett vor dem Aus. Jedenfalls für den beliebten Ballermann. 

Aus für den Ballermann? Kneipen sollen zu bleiben, bis es Corona-Impfstoff gibt

Denn die Balearen wollten die Wiedereröffnung von Nachtklubs, Diskotheken und Bars so lange wie möglich hinauszögern, sagte Regionalpräsidentin Francina Armengol der „Berliner Morgenpost“.

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Sie begründete dies damit, dass an solchen Orten das Infektionsrisiko am schwierigsten zu kontrollieren sei. „Wir möchten garantieren, dass Urlaub auf Mallorca sicher ist“, sagte Armengol. Deshalb wolle ihre Regierung die Nachtklubs, Diskos und Bars geschlossen halten, bis es eine Impfung gegen das Coronavirus gebe.

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Für die Künstler eine Horror-Nachricht. Melanie Müller zum EXPRESS: „Das ist eigentlich für alle Künstler eine Katastrophe. Dann weiß man ja auch nicht so recht, ob das nächstes Jahr alles so funktioniert am Ballermann, wenn die keinen Impfstoff haben. Für viele viele wird das der Ruin sein, natürlich auch für mich. Mein zweites Standbein, die Wurstbuden, können auch zu bleiben. Der Ballermanntourist wird ja dann nicht kommen. Und die Haupteinnahmen im Sommer – Bierkönig auf Mallorca – fallen weg. Für viele ist es eine ganz schlimme Situation.“

Lorenz Büffel über Ballermann

Auch Lorenz Büffel ist geknickt. „Generell ist es extrem hart und sehr sehr traurig, weil viele Existenzen an der Nichteröffnung der Locations dranhängen. Andererseits ist es eine Gewissheit, dass man weiß, woran man jetzt ist. Ich hoffe, dass wir es dann 2021 schaffen, wieder eine Saison zu machen. Aber es ist extrem hart – ein Jahr ohne Mallorca ist furchtbar“, so der Sänger zum EXPRESS.

Die Wirte haben jedoch nicht nicht aufgegeben. Auf der Facebook-Seite des „Bierkönig“ hieß es am Montagnachmittag (8. Juni):  Da sich die Lage aktuell fast täglich ändert, aber noch immer nicht abschließend geklärt ist, wann wieder Urlauber auf die Insel kommen dürfen und unter welchen Auflagen wir öffnen können, müssen wir alle noch etwas Geduld haben.“

Regionalpräsidentin Armengol äußerte zudem die Erwartung, dass die Corona-Krise auch langfristig dazu beiträgt, dass es auf den Balearen keine Party-Exzesse mehr geben wird. „Das Eimer-Saufen ist Geschichte“, sagte die Regionalpräsidentin. Die Balearen stünden für einen qualitativen und nachhaltigen Tourismus, Sport, Kultur und kulinarische Erlebnisse.

Reagionalpräsidentin mit klarem Plan für Touristen auf Balearen

Bereits 2019 hatte die Regionalregierung Maßnahmen ergriffen, um den Sauftourismus an den vor allem bei deutschen und britischen Touristen beliebten Orten El Arenal und Magaluf einzudämmen. Dieses Programm gehe weiter, sagte Armengol.

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Die Regionalpräsidentin betonte, dass die Balearen für den Neustart des Tourismus gut gerüstet seien. Durch Vorsorge im Gesundheitssystem und in den Hotels könnten die Inseln garantieren, „dass Touristen hier sicher sind“. Bei den Urlaubern auf den Balearen wird nach Angaben Armengols bei der Ankunft am Flughafen die Körpertemperatur gemessen. In geschlossenen Räumen und auf belebten öffentlichen Plätzen sollen sie Masken tragen. Gruppen von bis zu 15 Menschen dürfen gemeinsam an den Strand, zur nächsten Gruppe müssen sie einen Abstand von zwei Metern einhalten. Dies werde auch überwacht, sagte die Regionalpräsidentin.

Im Rahmen eines Pilotprogramms sollen dem Bericht zufolge 4000 bis 5000 Touristen vor allem aus Deutschland bereits ab 15. Juni wieder auf die Balearen reisen dürfen (hier lesen Sie mehr), um die neuen Abläufe zu testen. In den Wochen danach will Spanien seine Grenzen wieder allgemein für ausländische Touristen öffnen. Auf Mallorca ist jeder fünfte Einwohner im Tourismus beschäftigt. (mk, sku, afp)

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