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Dramatische Warnung bei „Anne Will” Arzt: So sollten wir wirklich Weihnachten feiern

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Über den ab Mittwoch geltenden bundesweiten Lockdown diskutieren bei „Anne Will” am Sonntagabend (13.12.) Intensivmediziner Uwe Janssens und die per Video zugeschalteten Manuela Schwesig, Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern (von rechts), und NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (ganz links).

Berlin – Zwischen Sehnsucht und Verantwortung: Weihnachten in Zeiten von Corona wird eine große Herausforderung, da waren sich die Gäste bei „Anne Will” einig.

Während die Journalistin Kristina Dunz von einer schweren persönlichen Bürde berichtete, brachte ein Intensivmediniziner einen unpopulären Vorschlag.

Weihnachten 2020 wird wohl noch lange nachhallen – nicht aber wegen einer besonders schönen Familienfeier. Weil die Coronalage vor den Feiertagen in Deutschland so ernst ist wie noch nie in der Pandemie, haben die Bundesregierung und die Ministerpräsidenten weitreichende Maßnahmen beschlossen – auch für die Feiertage.

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Journalistin warnt bei „Anne Will”: Wer locker lässt, könnte Familienmitglieder infizieren

Doch was macht das mit den Menschen? Und welche Regeln gelten nun im Detail? Fragen, denen sich Anne Will in der Sonntagsausgabe ihrer Talkshow annahm.

Unter anderem war die Journalistin Kristina Dunz zu Gast, die warnte: „Es sollte sich wirklich jeder bewusst werden: So groß die Sehnsucht ist, nach Hause zu fahren und jemanden zu umarmen – wenn man jetzt für diese drei Tage locker lässt, müssen sie vielleicht damit leben, dass sie ihre Mutter, ihre Oma infiziert haben.”

Sie selbst habe die psychische Belastung erlebt, einen geliebten Menschen anzustecken, als sie im Oktober unwissentlich das Coronavirus an ihre Schwester weitertrug: „Das verwindet man im Leben nicht.”

„Anne Will” (ARD): Weihnachten wird ein „schmaler Grat”

Dunz sprach von einer Last, die „sehr schwer” zu tragen sei. Zwar seien beide glimpflich davon gekommen, und ihre Mutter habe sich glücklicherweise nicht angesteckt, „aber ich werde mich immer daran erinnern, dass ich daran einen Anteil hatte”, schilderte die Journalistin ihre Erlebnisse.

Kann man trotz dieses Risikos also im Familienkreis Weihnachten feiern? Eine Frage, die Anne Will an die zugeschalteten Armin Laschet und Manuela Schwesig weiterreichte.

„Anne Will”: Armin Laschet erklärt holprig die Regeln

Nachdem Laschet zunächst etwas holprig noch einmal die Regeln erläuterte – eine Feier eines Hausstandes mit zusätzlich bis zu vier Leuten ist erlaubt – erklärte Schwesig: „Es ist genau der schmale Grat, auf dem wir uns bewegen, dass ganz streng genommen virologisch und epidemiologisch eigentlich gar nichts sein darf, und dass wir aber gleichzeitig den Menschen auch etwas möglich machen müssen, weil es schon auch um wichtig soziale Kontakte geht.”

Armin Laschet: „Es wird ein anderes Weihnachten sein müssen”

Anne Wills Vorschlag, Feiern auf einen Hausstand einzuschränken, entgegnete Armin Laschet: „Ich glaube nicht, dass es die Lebensrealität in Deutschland trifft. Ich meine, es muss jeder vorsichtig sein, aber wir müssen auch wissen, was machen wir hier: Politik kann sich jetzt auch nicht übernehmen.”

Die Botschaft müsse klar sein: „Es wird ein anderes Weihnachten sein müssen wie in den ganzen letzten Jahrzehnten.”

„Anne Will”: Intensivmediziner schlägt Feier mit Maske vor

Das sah auch Intensivmediziner Uwe Janssens so. Ehrlicherweise müsse man den Menschen sagen: „Beschränkt euch auf das Notwendigste. Und wenn ihr schon mit großer Sorge eure Oma oder euren Opa reinholt, müsst ihr die größtmöglichen Vorsichtsmaßnahmen treffen.”

Der Präsident des Bundesverbands der Intensivmedizin warf ein, eine Feier mit Abstand und sogar dem Tragen einer Mund-Nase-Maske sei möglich, „auch wenn man darüber jetzt lacht”.

„Anne Will”: Vorsicht an Weihnachten walten lassen, auch aus Respekt

Allzu realistisch fand Janssens den Vorschlag auch angesichts der „räumlichen Gegebenheiten” im Land jedoch offenbar selbst nicht. Gleichzeitig wies der Chefarzt darauf hin, das Fest der Liebe bedeute auch, andere zu schützen: „Weg vom Ich, hin auf das Du und zum Wir.”

So erweise man auch den Ärzten und Pflegern Respekt, die auch an den Weihnachtsfeiertagen auf den überfüllten Intensivstationen um das Leben schwer erkrankter Coronapatienten kämpfen. (tsch)

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