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„Anne Will“ Corona-Talk: Politikerin über „Kernfehler“, Virologin mit wichtiger Frage

Anne Will

Moderatorin Anne Will diskutiert im gleichnamigen Sonntagstalk im Ersten mit ihren Gästen über den Impfstart in Deutschland und Europa.

Köln – Reichen die neuen Corona-Einschränkungen aus? Und was bedeutet die Mutationen für den Pandemieverlauf? Moderatorin Anne Will widmete sich mit ihren Gästen am Sonntag, 10. Januar 2021, ab 21.45 Uhr in der ARD genau diesen Fragen.

Anne Will diskutierte am 10. Januar mit folgenden Gästen:

  • Reiner Haseloff
  • Manuela Schwesig
  • Frank Ulrich Montgomery
  • Melanie Brinkmann
  • Martin Knobbe

Corona aktuell: Impf-Start in Deutschland in der Kritik

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Zu wenig, zu schleppend − der Corona-Impfstart in Deutschland steht in der Kritik. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn weist die Vorwürfe zurück und verteidigt sein Vorgehen. Bundeskanzlerin Angela Merkel hat nun einen Kabinettsausschuss gebildet, um den Impfprozess zu beschleunigen.

Unterdessen hat die Zahl der gemeldeten Corona-Todesfälle einen neuen Höchstwert erreicht. Zugleich wächst die Sorge vor Coronavirus-Mutationen wie jenen, die zuerst in Großbritannien oder Südafrika nachgewiesen wurden.

„Aus virologischer Sicht ist das noch ein bisschen schwierig, das einzuordnen“, so Virologin Melanie Brinkmann über die Corona-Mutante. Sie glaube aber, dass die Impfstoffe weiter „gut funktionieren" würden.

Eine Sorge hat Brinkmann jedoch: „Man muss sich fragen, ob die Maßnahmen reichen, auch ohne die Mutante.“ In Deutschland gelten ab Montag (11. Januar) neue Corona-Regeln. In Hotspots dürfen sich die Bewohner - sollte die Sieben-Tage-Inzidenz ihrer Kommunen weiterhin über 200 liegen - aufgrund der neuen Corona-Beschlüsse nur noch höchstens 15 Kilometer von der Gemeindegrenze ihres Wohnorts entfernen.

„Anne Will“ in der ARD: Manuela Schwesig würde eine Sache weiter einschränken

Einer reicht das nicht: „Ich würde die Mobilität noch viel stärker einschränken – ich weiß, es ist ein Tabuthema, das Reisen einzuschränken“, so Manuela Schwesig, Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern. Sie sei von solch einer Maßnahme auch nicht begeistert, denke aber, es müsse eigentlich sein. „Ein Kernfehler war, dass man sich dem Mobilitäts-Thema nicht stärker gestellt hat“, argumentiert Schwesig.

Weltärztebund-Chef Frank Ulrich Montgomery sagt: „Das einzige, was uns jetzt hilft, ist die Distanzierung.“ Und die geht Professorin Brinkmann nicht weit genug: „Wir müssen nochmal richtig dolle draufhauen.“ Man müsse verhindern, dass sich Menschen bei der Arbeit treffen, so die Virologin. Sie plädiert  für mehr Home-Office.

Es sei jetzt die Zeit durchzugreifen, um einen dritten Lockdown zu verhindern. Dafür zähle jetzt jede Impfung, so Schwesig. Die bei dem Thema Impfungen in Fahrt gerät. „Da dreht sich mir der Magen um“, sagt die SPD-Politikerin. „Ich möchte nicht wissen, wie geschachert worden ist“, sagt sie, als die Frage aufkommt, ob die EU beim Impfstart versagt hat.

Am Ende der Diskussion fasst Melanie Brinkmann zusammen: Man müsse jetzt die Infektions-Zahlen drücken und die Impfungen hochfahren. Erst dann könnten auch die Einschränkungen, unter denen alle leiden, zurückgefahren werden. (sp)

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